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Worte schwächen oder stärken deine Gefühle

© Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Worte sind mehr als eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Worte können in uns Gefühle der Begeisterung, der Leidenschaft, der Hoffnung, der Liebe, des Vertrauens, der Zuversicht aber auch Gefühle der Hoffnungslosigkeit, der Angst, der Traurigkeit und der Einsamkeit auslösen.

Worte können uns Kraft geben und uns lähmen. Worte können uns in Aufruhr versetzen und beruhigen.

Worte können uns mutlos machen und trösten. Woher kommt diese Macht der Worte?

Worte haben für uns eine Bedeutung. Worte lösen in uns Bilder, Vorstellungen und Erinnerungen aus. Wir verknüpfen mit bestimmten Worten bestimmte Gefühle.

Die Bedeutung, die Bilder und Vorstellungen und damit auch die Gefühle sind jedoch bei ein und demselben Wort von Mensch zu Mensch verschieden.

Übung

Schau dir die folgenden Worte an. Welche Bilder und Erinnerungen kommen dir beim Lesen dieser Worte? Welche Gedanken? Und wie fühlst du dich?

Verlust, Angst, Fehler, Problem, Sorgen, Krankheit, Schuld, unheilbar, hässlich, Schmerzen, Arbeit

Nun nimm eine andere Sitzposition ein, atme einmal tief durch und schau dir folgende Liste an. Welche Bilder und Erinnerungen kommen jetzt in dir hoch. Welche Gedanken? Wie fühlst du dich?

Vergnügen, Freude, Reichtum, Erfolg, Liebe, Schönheit, genießen, Freundschaft, Freizeit, Urlaub, Spaß, Sonnenschein

Nehmen wir das Wort Arbeit. Löst dieses Wort bei dir unangenehme Bilder und Gefühle aus oder positive? Wie sieht es bei dem Wort Liebe aus? Verspürt du bei diesem Wort angenehme Gefühle oder unangenehme?

Je nach den Erfahrungen, die wir mit einer Sache gemacht haben, für die das Wort steht, haben wir angenehme oder unangenehme Empfindungen.

Diese Macht der Worte können wir benutzen, um unsere Gefühle zu verstärken oder abzuschwächen.

Die Wortwahl ist eine sensationell einfache Methode, um unsere Gefühle zu beeinflussen.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich habe furchtbares Lampenfieber" oder "Ich bin energiegeladen"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich bin am Ende meiner Kräfte" oder "Ich brauche etwas Ruhe, ich muss meine Batterie neu aufladen"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich bin stinksauer" oder "Ich bin etwas irritiert, ich bin etwas gereizt"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich bin total gestresst" oder "Ich bin sehr beschäftigt"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich fühle mich hilflos" oder "Ich suche Halt"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich fühle mich abgelehnt" oder "Ich fühle mich missverstanden, nicht genügend anerkannt"? Natürlich

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich bin so deprimiert" oder "Ich bin nicht ganz auf dem Damm?" Natürlich

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Ich bin dumm" oder Ich bin im Lernen begriffen"? Natürlich.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Das ist schlimm" oder "Das kommt ungelegen"? Natürlich.

Übung
Überlege dir, welche Worte du verwendest, wenn du dich deprimiert, frustriert, verärgert, hilflos, ängstlich, überfordert und gestresst fühlst.

Dann finde dazu Alternativen, die deine Stimmung heben oder positiv beeinflussen können, wenn du sie stattdessen verwendest. Verwende fortan deine neuen Worte, um deine Gefühle, Empfindungen und Erfahrungen zu beschreiben.

Wir können Worte nicht nur dazu verwenden, unsere negativen Gefühle abzuschwächen, wir können sie auch nutzen, um unsere positiven Gefühle zu intensivieren.

Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Das ist interessant" oder "Das ist spannend, aufregend"? Macht es einen Unterschied, ob ich sage "Das ist schön" oder "Das ist großartig, umwerfend"?

Wenn wir starke, kraftvolle Worte gebrauchen, verspüren wir starke Gefühle, im Positiven wie im Negativen!

Vielleicht fragst du dich jetzt: Ist das nicht Wortklauberei? Erlaube eine Gegenfrage: Macht es einen Unterschied in deinem Empfinden, ob dir jemand sagt: "Das war eine tolle Leistung" oder "Das war eine gute Leistung"?

Macht es einen Unterschied, ob dir jemand sagt "Sie sind ein totaler Versager" oder "Da ist Ihnen ein Fehler unterlaufen"?

Natürlich macht es einen Unterschied und diesen Unterschied spüren wir, egal ob ein anderer diese Worte zu uns sagt oder ob wir so mit uns selbst reden!

Wähle also deine Worte sorgsam und mit Bedacht, wenn du über dich und deine Empfindungen redest.

Deine Worte verstärken deine Empfindungen oder schwächen diese ab.

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