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Burnout - ein Schlagwort, das immer häufiger Schlagzeilen macht. Was ist das eigentlich? Übersetzt heißt es Ausgebranntsein. Ganz besonders Menschen in sozialen Berufen und im Bereich der Diensleistungen sind gefährdet, an Burnout zu erkranken.
Burnout ist ein geistiger, körperlicher und seelischer Erschöpfungszustand, der sich über ein paar Wochen, bisweilen auch über Jahre hinziehen kann. Etwas salopp ausgedrückt könnte man sagen: Die Batterie ist leer.
Das Burnout-Syndrom schleicht sich langsam ein. Zunächst haben wir den Eindruck, zu wenig Zeit für uns zu haben und immer am Ball bleiben zu müssen. Dann kommt die chronische Müdigkeit und das Nachlassen der Energie und des Engagements. Reizbarkeit stellt sich ein. Schließlich glauben wir, nichts mehr geregelt zu bekommen. Wir fühlen uns von Freunden und Kollegen unverstanden und ziehen uns immer mehr zurück. Selbstzweifel tauchen auf sowie starke körperliche Beschwerden.
Burnout äußert sich in Lustlosigkeit, nachlassendem oder mangelndem Interesse am Beruf und den beruflichen Tätigkeiten, permanenter Müdigkeit und in unterschiedlichsten körperlichen Beschwerden. Mehr zum Thema Burnout erkennen.
Bevor wir uns mit den Ursachen des Burnout befassen, möchten Sie vielleicht wissen, ob Sie an Burnout erkrankt sind oder das Risiko besteht, daran zu erkranken. Machen Sie den Burnout-Test bzw. den Burnout Risiko Test
Hinter dem Burnout verbergen sich unterschiedliche Ursachen
1. Wir haben uns Ziele gesetzt, die wir nicht erreichen können.
2. Uns mangelt es an Anerkennung und positiver Rückmeldung für unseren Einsatz.
3. Wir ersticken in Routine und fühlen uns nicht mehr herausgefordert.
4. Wir sind sehr ehrgeizig und fühlen uns deshalb häufig ausgepowert.
5. Wir haben perfektionistische Ansprüche an uns.
Allen fünf Bereichen ist gemeinsam, dass wir nicht bekommen, was wir wollen.
Menschen, die burnout-gefährdet sind, sind keine Drückeberger sondern hochmotivierte und ehrgeizige Menschen. Sie wollen die Welt umkrempeln, Märtyrer spielen und/oder stellen unrealistisch hohe Anforderungen an sich und ihr Umfeld. Wenn sie bemerken, dass nichts von anderen zurückkommt oder dass sie nichts bewirken können, lässt die Kraft nach.
Frauen sind besonders burnout-gefährdet, weil sie - mehr als Männer - dazu neigen, nach Harmonie zu streben und es anderen recht zu machen.
Ihre Erschöpfung und Ihre körperlichen Symptome sind keine Feinde, sondern Ihre Freunde. Sie erinnern Sie daran, dass etwas in Ihrem Leben nicht stimmt. Kämpfen Sie also nicht dagegen an, sondern beseitigen Sie die Ursachen.
Machen Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse Ihrer momentanen Situation. Nehmen Sie ein Blatt Papier zur Hand und teilen es in zwei Spalten. In der ersten Spalte notieren Sie die Beschäftigungen, die Sie ungern machen und für die Sie nichts zurückbekommen. In der zweiten Spalte listen Sie Beschäftigungen auf, die Ihnen Freude und Zufriedenheit bereiten. Am Ende müßte im Augenblick ein krasses Ungleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen zu erkennen sein.
Überlegen Sie, wie Sie in Zukunft die Aktivitäten, die Ihnen Freude und Zufriedenheit geben, stärken können. Planen Sie diese Aktivitäten bewußt ein - auch wenn Sie sich erschöpft fühlen. Beispielsweise könnten Sie mal ins Kino gehen, einen Spaziergang machen, etc.
Einwänden wie Ich habe keine Zeit. Auch das noch, ich habe ohnehin keine Energie sollten Sie nicht nachgeben. Sie werden durch die Beschäftigung mit befriedigenden Aktivitäten mit der Zeit Energie gewinnen.
Können Sie unangenehme Arbeiten abgeben oder delegieren? Prüfen Sie, ob Sie alles selbst machen müssen.
Nehmen Sie sich täglich Zeit für eine Entspannung durch eine Entspannungsmethode wie das autogene Training oder eine Muskelentspannung, etwa mit Hilfe der Entspannungs-CD Tiefenentspannung nach Jacobson
Geregelte Pausen und Zeit für Essen sind Pflicht am Arbeitsplatz! Essen Sie nicht nebenbei oder im Stehen und Gehen.
Überprüfen Sie Ihr Leben auf unrealistische Erwartungen. Sie können es nicht jedem recht machen und sind auch nicht für alles verantwortlich. Sie werden ab und zu Fehler machen. Andere Menschen können Sie nicht ändern. Wenn Sie nicht zurückbekommen, was Sie möchten, müssen Sie etwas an Ihrem Leben ändern, damit die Bilanz wieder ausgeglichen ist und stimmt. Wenn der andere enttäuscht oder verärgert ist, weil Sie Ihr Verhalten geändert haben, dann ist das nicht Ihre Schuld. Wenn er sich auf Ihre Kosten ein schönes Leben macht, brauchen Sie auf seine Gefühle keine Rücksicht zu nehmen. Sie haben alles getan, ihm gesagt, was Sie sich wünschen, jetzt bleibt für Sie nur noch die Möglichkeit, Ihr eigenes Verhalten zu ändern.
© 2003-2011 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Burnout erkennen - Hilfe bei Burnout - Ausgebranntsein - Ursachen von Burnout
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