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Mehr Selbstvertrauen - Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten

ich kann, ich will, ich werde

Selbstvertrauen ist die Voraussetzung für ein persönlich und beruflich erfülltes und erfolgreiches Leben. Was tun, wenn man ein geringes Selbstvertrauen hat? Bild © styleuneed - Fotolia

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Die Ursachen eines geringen Selbstvertrauens

Ein geringes Selbstvertrauen ist gelernt. Wenn wir uns nichts zutrauen und schüchtern sind, dann, weil wir in der Jugend Erfahrungen gemacht haben, die uns das Gefühl gaben, mit uns stimme etwas nicht und wir seien nicht in Ordnung.

Diese Erfahrungen führten dazu, dass wir als Erwachsene eine Stimme in uns tragen, die nie ein gutes oder freundliches Wort für uns übrig hat und die ich deshalb den inneren Kritiker nenne.

Er versucht ständig, unser Selbstwertgefühl anzugreifen, und er ist darin sehr erfolgreich und geschickt.

Der innere Kritiker wirft uns Worte an den Kopf wie Dummkopf, Idiot, Versager, Feigling und Schlappschwanz oder bezeichnet uns als dumm, hässlich, unfähig und schwach.

Unser innerer Kritiker unternimmt absolut nichts, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Im Gegenteil: Er hat immer nur eines im Sinn: uns "klein" zu machen.

Unser innerer Kritiker erledigt seine Aufgabe so raffiniert und geschickt, dass seine Kritik uns immer als berechtigt und gerechtfertigt erscheint. Mehr zum inneren Kritiker

Die Geburtsstunde des Kritikers

Der Kritiker in uns entstand in unseren ersten Lebensjahren, in denen uns Erwachsene, aber auch Gleichaltrige, bewusst und unbewusst ständig auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam gemacht und uns mit Worten und abweisendem Verhalten bestraft haben, wenn wir nicht so waren, wie sie es von uns verlangten.

Kommen Ihnen die folgenden Sätze bekannt vor: "Du taugst nichts", "Aus dir wird nie etwas werden", "Mit dir muss man sich nur ärgern", "Du dumme Gans", "Du hast zwei linke Hände", "Du bist stinkfaul", "Mit dir hat man nur Ärger"?

Mit der Zeit lernten wir, uns mit den Augen unserer Eltern zu sehen und so zu uns zu sprechen wie einst unsere Eltern.

Vielleicht wurden wir in der Schule auch gemobbt und aufgrund unseres Aussehens gehänselt und konnten so kein Selbstvertrauen entwickeln.

Wenn wir mehr Selbstvertrauen und mehr Selbstbewusstsein gewinnen möchten, müssen wir aufhören, den Worten unseres Kritikers Glauben zu schenken.

Wir müssen den inneren Kritiker aus unserem Kopf verbannen und an dessen Stelle eine aufmunternde und aufbauende Stimme setzen. Wir müssen lernen, uns selbst aufzubauen und uns den Rücken zu stärken.

Wenn wir aufhören, uns selbst klein zu machen und uns einzureden, dass wir nicht in Ordnung oder minderwertig sind, dann stärken wir unser Selbstwertgefühl und haben mehr Selbstvertrauen.

Mehr Selbstvertrauen durch ein positives Selbstbild

Im Grunde geht es darum, dass wir das kleine verängstigte Kind in uns in den Arm nehmen und ihm klar machen, dass das, was es früher gehört und erlebt hat, nicht stimmt und ihm sagen, dass es in Wirklichkeit liebenswert, groß und stark ist.

Momentan ist es so, dass Ihr Selbstwert ein Fremdwert ist. Nicht Sie haben entschieden, wieviel Sie wert sind, andere haben das für Sie getan.

Wären Sie in einem anderen Umfeld aufgewachsen, in einem Umfeld, das Ihnen das Gefühl vermittelt hätte, liebenswert und wertvoll zu sein, dann hätten Sie heute keinen inneren Kritiker, wären mehr von sich überzeugt und hätten damit ein positives Selbstbild und mehr Selbstvertrauen.

Sie haben Ihren Selbstwert von Ihren Eltern und Erziehern, die Ihnen vielleicht oft zu verstehen gaben, dass Sie nicht liebenswert sind.

Sie haben sich deren Meinung zu eigen gemacht, ohne je zu fragen, ob diese richtig oder falsch ist, ob die anderen sich nicht vielleicht geirrt haben.

Selbstvertrauen.html

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3 Tipps für mehr Selbstvertrauen

TIPP 1. Eine sehr wirkungsvolle, aber auch sehr schwierige Übung besteht darin, dass Sie sich regelmäßig etwas Nettes sagen in der Art: "Vera, (setzen Sie Ihren Vornamen ein) ich mag dich. Du bist liebenswert".

Sagen Sie diesen Satz mit einem Lächeln auf den Lippen 100 (!) Mal am Tag.

Dabei werden Sie eine verwirrende Erfahrung machen. Alles wird sich in Ihnen sträuben, so etwas zu sagen, und wenn Sie sich dazu durchringen, werden Sie das Gefühl nicht los, sich etwas einzureden, was nicht stimmt.

Sie haben das Gefühl, Sie belügen sich. Dieses Gefühl ist völlig normal. Es muss aufkommen, weil Sie im Moment noch nicht davon überzeugt sind, dass Sie liebenswert sind.

Erst, wenn Sie sich diese Worte einige hundert Mal gesagt haben, klingen sie glaubwürdiger und das ungute Gefühl, sich zu belügen, verstummt.

Wenn Sie Ihr Selbstvertrauen stärken möchten, dann müssen Sie Ihre negative Meinung von sich durch eine positive Meinung ersetzen.

Wenn Sie sich mit einem guten Gefühl etwas Nettes und Positives sagen können, dann verfügen Sie über ein gesundes Selbstwertgefühl - und das ist die Basis eines gesunden Selbstvertrauens.

Mehr dazu in Selbstachtung trainieren.

TIPP 2. Erstellen Sie eine Liste mit Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Sie an sich mögen, mit solchen, mit denen Sie leben können, und mit solchen, die Sie an sich ablehnen.

Nehmen Sie sich nacheinander die Eigenschaften vor, die Sie an sich ablehnen. Sagen Sie sich bei jeder Eigenschaft - am besten laut: "Ich bin bereit, mich so anzunehmen, wie ich bin - auch wenn ich ... (z.B. eifersüchtig) bin . Ich habe Fehler und Stärken wie jeder Mensch."

Machen Sie den Zufriedenheits Test und finden heraus, wie Sie Ihre Zufriedenheit mit sich und Ihrem Leben noch mehr steigern können.

TIPP 3. Lassen Sie am Abend im Bett Ihren Tag Revue passieren und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Ihnen gelungen ist, was für Sie positiv war.

Es gibt jeden Tag etwas, wofür Sie sich loben können. Es muss nichts Außergewöhnliches sein, was bisher kein Mensch vor Ihnen vollbracht hat.

Auch was anderen schon immer gelingt und Ihnen das erste Mal, ist für Sie ein Erfolg.

Lassen Sie sich überraschen, welche Last von Ihren Schultern fällt und wie sich Ihr Leben zum Positiven wendet, wenn Sie Ihre Selbstachtung stärken.


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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