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Selbstvertrauen aufbauen und stärken

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Selbstvertrauen ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Die Ursachen eines geringen Selbstvertrauens

Ein geringes Selbstvertrauen ist erworben, d.h. gelernt. Niemand kommt mit einem geringen Selbstvertrauen auf die Welt. Wenn wir uns nichts zutrauen und schüchtern und gehemmt sind, dann deshalb, weil wir von klein auf Erfahrungen gemacht haben, die in uns das Gefühl hinterlassen haben, dass mit uns etwas nicht stimmt und dass wir nicht in Ordnung sind.

Diese Erfahrungen sind dafür verantwortlich, dass wir heute eine Stimme in uns tragen, die nie ein gutes oder freundliches Wort für uns übrig hat und die wir deshalb den Kritiker nennen. Er versucht ständig, unser Selbstwertgefühl anzugreifen, und er ist darin sehr erfolgreich und geschickt.

Der Kritiker wirft uns unschöne und hässliche Worte an den Kopf wie Dummkopf, Idiot, Versager, Feigling und Schlappschwanz oder bezeichnet uns als dumm, hässlich, unfähig und schwach. Er lässt uns in dem Glauben, dass wir minderwertig und schlecht sind, und unternimmt absolut nichts, um unser Selbstvertrauen zu stärken. Im Gegenteil: Er hat immer nur eines im Sinn: uns "klein" zu machen. Er erledigt seine Aufgabe so raffiniert und geschickt, dass seine Kritik uns immer als berechtigt und gerechtfertigt erscheint.

Die Geburtsstunde des Kritikers

Der Kritiker in uns entstand in unseren ersten Lebensjahren, in denen uns Erwachsene, aber auch Gleichaltrige, bewusst und unbewusst ständig auf unsere Fehler und Schwächen aufmerksam gemacht und uns mit Worten und abweisendem Verhalten bestraft haben, wenn wir nicht so waren, wie sie es von uns verlangten.

Kommen Ihnen die folgenden Sätze bekannt vor: "Du taugst nichts", "Aus dir wird nie etwas werden", "Mit dir muss man sich nur ärgern", "Du dumme Gans", "Du hast zwei linke Hände", "Du bist stinkfaul", "Mit dir hat man nur Scherereien", "Dickerchen"?

An manchen Tagen prasselten solche verletzenden Worte wie ein Hagelgewitter auf uns ein. Mit der Zeit lernten wir, uns mit den Augen unserer Eltern zu sehen und so zu uns zu sprechen wie einst unsere Eltern. Vielleicht wurden wir in der Schule auch gemobbt und aufgrund unseres Aussehens gehänselt und konnten so kein Selbstvertrauen entwickeln.

Wenn wir unser Selbstvertrauen steigern möchten, müssen wir aufhören, die Worte unserer Eltern zu wiederholen. Wir müssen lernen, uns selbst aufzubauen und uns den Rücken zu stärken. Wir müssen den Kritiker in uns aus unserem Kopf verbannen und an dessen Stelle eine aufmunternde und aufbauende Stimme setzen. Wir müssen also aufhören, uns selbst klein zu machen und uns einzureden, dass wir nichts taugen oder minderwertig sind.

Selbstvertrauen durch ein positives Selbstbild

Im Grunde geht es darum, dass wir das kleine verängstigte Kind in uns in den Arm nehmen und ihm klar machen, dass das, was es früher gehört hat, nicht stimmt und ihm sagen, dass es in Wirklichkeit liebenswert, groß und stark ist.

Momentan ist es ja so, dass Ihr Selbstwert eigentlich ein Fremdwert ist.

Sie haben Ihren Selbstwert von Ihren Eltern und Erziehern, die Ihnen vielleicht oft zu verstehen gaben, dass Sie nicht liebenswert sind. Sie haben sich deren Meinung zu eigen gemacht, ohne je zu fragen, ob diese denn richtig oder falsch ist, ob die anderen sich nicht vielleicht geirrt haben.

Wären Sie in einem anderen Umfeld aufgewachsen, in einem Umfeld das Ihnen das Gefühl vermittelt hätte, liebenswert und wertvoll zu sein, dann hätten Sie heute ein positives Selbstbild und damit auch ein gesundes Selbstvertrauen.

Strategien für mehr Selbstvertrauen

Rolf Merkle

Sich selbst annehmen lernen
und sein Selbstwertgefühl
stärken

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185.000 Exemplare

Ratgeber Selbstvertrauen


1. Die wirkungsvollste, aber auch schwierigste Übung besteht darin, dass Sie sich sagen: "Vera, (setzen Sie Ihren Vornamen ein) ich mag dich". Sagen Sie sich diesen Satz 100 (!) Mal am Tag. Dabei werden Sie eine verwirrende Erfahrung machen. Alles wird sich in Ihnen sträuben, so etwas zu sagen, und wenn Sie sich dazu durchringen, werden Sie das Gefühl nicht los, sich etwas einzureden, was nicht stimmt. Sie haben das Gefühl, Sie belügen sich. Dieses Gefühl ist völlig normal. Es muss aufkommen, weil Sie im Moment noch nicht davon überzeugt sind, dass Sie liebenswert sind. Erst, wenn Sie sich diese Worte ein paar hundert Mal gesagt haben, klingen sie glaubwürdiger und das ungute Gefühl, sich zu belügen, verstummt. Wenn Sie Ihr Selbstvertrauen steigern möchten, dann müssen Sie bereit sein, Ihre negative Meinung von sich durch eine positive Meinung zu ersetzen. Vielleicht gibt Ihnen auch das Video sich selbst annehmen einige Anregungen.

2. Erstellen Sie eine Liste mit Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Sie an sich mögen, mit solchen, mit denen Sie leben können, und mit solchen, die Sie an sich ablehnen. Nehmen Sie sich nacheinander die Eigenschaften vor, die Sie an sich ablehnen. Sagen Sie sich bei jeder Eigenschaft - am besten laut: "Ich bin bereit, mich so anzunehmen, wie ich bin - auch wenn ich ... (z.B. eifersüchtig) bin . Ich habe Fehler und Stärken wie jeder Mensch." Machen Sie den Zufriedenheits Test und finden heraus, wie Sie Ihre Zufriedenheit mit sich noch steigern können.

3. Lassen Sie am Abend im Bett Ihren Tag Revue passieren und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Ihnen gelungen ist, was für Sie positiv war. Es gibt jeden Tag etwas, wofür Sie sich loben können. Es muss nichts Außergewöhnliches sein, was bisher kein Mensch vor Ihnen vollbracht hat. Auch was anderen schon immer gelingt und Ihnen das erste Mal, ist für Sie ein Erfolg.

© 2003-2010 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Selbstvertrauen aufbauen und stärken
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