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Über den Umgang mit Nörglern

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Wer von Nörglern und klagenden Menschen umgeben ist, ist gefährdet, sich "anstecken" zu lassen und ebenfalls in eine negative Stimmung zu verfallen.

Wut, Verletztsein, Depressionen können die Folge sein.

Außerdem kann uns die schlechte Stimmung der anderen auf den Körper schlagen. Wir bekommen Magen- oder Kopfschmerzen, sind gereizt und angespannt, unsere Konzentration lässt nach.

Da wir andere nicht ändern können und ihnen auch nicht immer aus dem Weg gehen können, ist es gut, wenn wir uns selbst zu helfen wissen.

Hier acht Strategien, wie Sie mit notorisch nörgelnden Menschen umgehen können.

Strategien für den Umgang mit Nörglern

Nehmen wir einmal an, der Partner kommt schlecht gelaunt von der Arbeit nach Hause und nörgelt herum, dass Sie seine Sportsachen noch nicht gewaschen haben.

Überhaupt würden Sie nur noch Ihr Vergnügen (Hobby) im Kopf haben und immer egoistischer werden. Welche Handlungsmöglichkeiten haben Sie in dieser Situation, um sich zu schützen?

1. Übergehen Sie die Bemerkung kommentarlos

Ihr Partner stellt Ihnen einen Schuh hin und Sie können entscheiden, ob Sie ihn anziehen oder nicht. Lassen Sie ihn mit seinem Ärger allein. Gehen Sie nicht in die Verteidigung oder zum Gegenangriff über.

Sprechen Sie ihn stattdessen später sachlich darauf an, ob und womit er genau in der Partnerschaft oder im Job unzufrieden ist.

2. Sehen Sie seinen Kommentar als seine persönliche Meinung

Ihr Partner hat das Recht auf seine eigene Meinung und Sichtweise. Diese ist abhängig von seinen Erwartungen und seiner momentanen Stimmung. Seine Nörgelei hat zunächst einmal also absolut nichts mit Ihrem tatsächlichen Verhalten zu tun.

Es mag sein, dass er mehr Zeit mit Ihnen zusammen verbringen möchte oder möchte, dass Sie mehr Pflichten übernehmen. Sie entscheiden jedoch, was Sie als Partnerin geben möchten. Sie sind nicht egoistisch, nur weil er es so sieht.

3. Stimmen Sie dem Nörgler zu und übertreiben Sie die Kritik noch zusätzlich

Um dem Nörgler zu signalisieren, dass man seine Kritik zwar gehört hat, aber nicht ernst nimmt, könnten Sie z.B. erwidern: "Ja, ich weiß, dass ich eine absolute Niete als Hausfrau und Partnerin bin. Mit einer Asiatin wärst du wahrscheinlich besser bedient."

4. Stimmen Sie dem Nörgler in Teilen seiner Kritik zu

Manchmal können wir in der Kritik Teile finden, denen wir bedingungslos zustimmen können. Durch eine solche Zustimmung können wir das Gespräch entspannen und fühlen uns gleichzeitig nicht so stark angegriffen. Z.B. "Ja, du hast Recht. Ich habe deine Sportsachen noch nicht gewaschen. Für morgen steht das auf dem Plan."

5. Identifizieren Sie die Gefühle des Nörglers und sprechen Sie ihn darauf an

Manchmal ist es hilfreich, den Nörgler zu enttarnen und seine Gefühle direkt anzusprechen: "Du bist ärgerlich auf mich und fühlst dich vernachlässigt."

6. Geben Sie ihm die Erlaubnis zu nörgeln

Wenn der Partner nörgelt, dann fühlen wir uns schnell angegriffen und uns als unvollkommene, schlechte Partnerin abgewertet oder als "Schuhabstreifer" benutzt. Wir denken: "Wie kann der nur ..., das darf er nicht ..."

Um uns nicht so zu ärgern, können wir ihm ganz bewusst die Erlaubnis geben: "Okay, wenn du nicht anders mit deinen Gefühlen umgehen kannst, dann drücke sie als Nörgeln aus. Ich lass mich davon nicht herunterziehen."

7. Senden Sie deutlich ein Stopp-Zeichen

Wenn Ihr Partner Ärger im Geschäft hatte, dann soll er seinen Ärger dort lassen und nicht an Sie weiterreichen. Wenn er enttäuscht von Ihnen ist, dann soll er dies direkt ausdrücken und seine Wünsche äußern.

Erwidern Sie ihm beispielsweise: "Lass uns bitte sachlich bleiben. Wenn du Ärger im Geschäft hattest, dann beschwere dich dort. Wenn du Wünsche an mich hast, dann formuliere sie als Wunsch."

8. Weisen Sie die Verantwortung für seine Gefühle von sich

Es ist schade, wenn er emotional schlecht drauf ist. Das hat jedoch nichts mit Ihnen zu tun. Er ist ärgerlich, weil seine Erwartungen nicht erfüllt sind, nicht weil Sie etwas falsch gemacht haben.


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten. Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu, in täglicher Meditation und der Kuchenbäckerei.


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