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Minderwertigkeitsgefühle & Selbstzweifel: Gift für Seele und Körper

© Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Du zweifelst an dir selbst. Wenn du dich mit anderen vergleichst, schneidest du in deinen Augen immer schlecht ab. Du hast das Gefühl, von guten Eigenschaften und Fähigkeiten zu wenig, von den schlechten zu viel zu besitzen.

Du wunderst dich manchmal, warum andere überhaupt mit dir zusammen sein wollen. Wenn dir etwas gelingt, dann erklärst du es dir mit Glück oder Zufall.

Wenn etwas schief läuft, dann siehst du dies als Bestätigung, dass mit dir etwas nicht stimmt oder du ein Versager und Pechvogel bist.

Du glaubst, dich erst mögen zu können, wenn du deine "Mängelliste" abgearbeitet hast und ohne Fehl und Tadel bist.

Vielleicht denkst du sogar, deine Schwächen niemals beheben zu können, sondern dein Leben lang minderwertig zu bleiben und einfach "nicht in Ordnung" zu sein.

Deine schlechte Meinung von dir führt dazu, dass du Angst hast vor Ablehnung, Angst, deine Meinung zu sagen, Angst, deine Bedürfnisse zu äußern, Forderungen abzulehnen, und, und ... Und für die Angst verurteilst du dich dann erneut.

Du forderst Perfektion von dir oder traust dich erst gar nicht an neue Vorhaben, weil du von vornherein glaubst, es nicht zu schaffen.

Vielleicht versuchst du auch deine Selbstzweifel hinter einer Maske von Unnahbarkeit, Kälte und Aggressivität zu verbergen, die bei anderen als Arroganz ankommt.

Begleiterscheinungen deiner Minderwertigkeitsgefühle

Dich als unattraktiv, dumm, zu dick, zu tollpatschig, unfähig sehen; dir nichts zutrauen; dich mit anderen vergleichen und abwerten; nicht Nein sagen können; Wünsche nicht äußern können; Gefühle nicht zeigen können; mit Lob nicht umgehen können; dich leicht gekränkt und deprimiert fühlen; nichts Neues riskieren; perfekt sein wollen; eifersüchtig sein; ängstlich sein; anderen gegenüber abwertend sein; arrogant sein.

Es gehen dir Gedanken durch den Kopf wie "Ich bin nicht liebenswert ...", "Ich bin nicht in Ordnung", "Ich bin minderwertig", "Ich bin ein Versager", "Immer mache ich alles falsch". "Ich werde es nie zu etwas bringen".

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Wie du deine Minderwertigkeitsgefühle überwinden kannst

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Suche nach deinen Stärken.
Erstelle eine Liste von deinen positiven Eigenschaften, Merkmalen und deinen bisherigen Erfolgen und Leistungen. Ganz sicher findest du welche, wenn du überlegst, was du als Erfolg ansehen könntest, bzw. was andere bei dir als positiv sehen.

Deine Eigenschaften müssen weder einzigartig, noch immer vorhanden sein. Ergänze: "Ich bin meist ...." "Mir ist gelungen ..." "Mir gefällt an mir, dass ich (meist) ..." "Ich bin stolz auf ..."."Ich freue mich darüber, dass ich ..." Lies dir diese Liste täglich durch und vergiss nicht, sie immer wieder zu ergänzen.

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Beginne eine Liebesbeziehung oder Freundschaft mit dir.
Stell dich vor einen Spiegel und schau dir in die Augen. Sprich mit liebevoller Stimme laut zu dir: ".... (Dein Vorname), ich mag dich so, wie du bist".

Sprich zu dir, als ob du zu einer guten Freundin oder einem guten Freund sprechen würdest. Wiederhole die Übung, auch wenn du anfänglich noch keine freundschaftlichen Gefühle dir gegenüber empfindest. Diese werden mit der Zeit kommen.

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Betrachte deinen Körper als Teamkollegen.
Streichle über deinen Körper und sprich zu ihm: "Es ist schön, dass du mich begleitest. Du gehörst zu mir. Wir sind ein Team".

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Lege dir einen Vorrat an Komplimenten an.
Notiere dir Komplimente und Lob von deinen Freunden, Eltern, Kollegen, deinen Kindern, deinem Partner und deinem Chef. Lies dir diese Liste dann, wenn du an dir zweifelst, durch.

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Behandle dich ebenso gut wie einen guten Freund.
Überlege dir, wie du dich deiner besten Freundin oder deinem besten Freund gegenüber verhalten würdest. Frage dich: Würde ich ihr/ihm dies auch vorwerfen? Würde ich ihm auch den Mut nehmen und sagen, dass er das nicht schafft? Würde ich ihm sagen, dass ich ihn nicht mag? Oder würde ich ihn bei Fehlern trösten, ihm Mut machen, ihn trotz seiner Schwächen mögen, ihn häufig loben ihm immer wieder sagen, dass es schön mit ihr/ihm ist, ....?

Selbsthilfe Strategie bei Minderwertigkeitsgefühlen Du bist und bleibst liebenswert, so wie du bist.
Erinnere dich daran: Es gibt keine minderwertigen oder wertlosen Menschen. Alle Menschen haben Stärken und Schwächen.

Es ist in Ordnung, wenn du dich bezüglich eines konkreten Verhaltens mit anderen vergleichst und feststellst, dass du das weniger gut kannst oder weniger davon besitzt.

Du solltest aber auf keinen Fall daraus folgern, weniger wert zu sein. Dein Verhalten und ein Mangel an gewissen Fähigkeiten ändern nichts an deinem Wert. Du bist und bleibst liebenswert, was auch immer du tust.

psychologische experimente

Wenn du an den Ursachen der Minderwertigkeitsgefühle ansetzen möchtest

Hinter deinen Minderwertigkeitsgefühlen und der daraus resultierenden Selbstunsicherheit verbergen sich negative Gedanken über dich selbst.

Du fühlst dich weniger wert, weil du glaubst, weniger wert oder nicht liebenswert zu sein!

Vermutlich hast du negative Erfahrungen in deiner Kindheit gemacht, die dich zu dieser Schlussfolgerung gebracht haben.

Doch nun bist du erwachsen und du solltest deine Gedanken über dich nochmals auf ihre Richtigkeit hin überprüfen. Bilde dir deine eigene Meinung über dich!

sich annehmen trotz andersartigkeitWelche Kriterien muss man deiner Meinung nach erfüllen, um liebenswert zu sein?

Wo sind die objektiven (!) Beweise dafür, dass du weniger wert bist, als andere, dass du nicht in Ordnung bist?

Klar, du kannst sicherlich ein paar oder sogar eine Menge Gründe anführen, die deiner Meinung nach ein Beweis dafür sind, dass du minderwertig bist.

Meinst du wirklich, das sind objektive Gründe? Und überhaupt: hältst du andere, die dieselben Fehler und Eigenschaften haben wie du, auch für minderwertig? Sehr wahrscheinlich Nein.

Warum misst du mit zweierlei Maß? Denke mal darüber nach: was würdest du von einem Richter denken, der einen Angeklagten wegen eines Vergehens verurteilt und den nächsten Angeklagten für dasselbe Vergehen freispricht?

Sei nicht dein eigener Gegner. Mache dich zu deinem Freund. Entwickle Selbstmitgefühl.

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