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Autosuggestionen - was sie bewirken


Jeder Gedanke ist eine Kraft.
Wer sich positive und aufbauende Gedanken macht,
der fördert die positiven Kräfte in sich.

Erich Rauch

Im 19. Jahrhundert machte ein Apotheker mit Namen Emile Coué eine Entdeckung, die ihn über die Grenzen seines Landes hinaus berühmt machte und die auch heute noch Gültigkeit hat. Er stellte nämlich fest, dass es einen großen Unterschied macht, mit welchen Worten er seinen Patienten die vom Arzt verschriebenen Medikamente überreichte. Gab er seinen Patienten ein Medikament mit den Worten "Da hat Ihnen Ihr Arzt ein sehr gutes Mittel verschrieben. Sie werden sehen, dass es Ihnen bald besser geht", dann ging es vielen nach kurzer Zeit besser oder sie waren geheilt. Gab er den Patienten das Medikament jedoch ohne solche die Wirksamkeit des Medikaments lobenden Worte, dann berichteten die Patienten viel seltener über eine Besserung ihrer Beschwerden.

Aus diesen Beobachtungen entwickelte Coué die Lehre der Autosuggestion. Dieser Lehre zufolge können wir alle unser seelisches und körperliches Befinden dadurch erheblich steigern, dass wir uns selbst bestimmte gesundmachende Suggestionen (Autosuggestionen) vorsagen. In jedem von uns ist ein riesiges Reservoir an Selbstheilungskräften, die wir durch gezielte Suggestionen zu unserem Wohl freisetzen können. Die wohl berühmteste Autosuggestionsformel von Coué lautet: "Es geht mir in jeder Hinsicht von Tag zu Tag immer besser." Dr. Rauch, ein österreichischer Arzt, arbeitete bis vor kurzem in seiner Klinik u. a. mit den Erkenntnissen von Coué. "Mit Hilfe der Autosuggestion", so Dr. Rauch, "ist es möglich, sich von selbst hartnäckigsten Krankheiten zu befreien."

Bei folgendem Experiment können Sie am eigenen Leib verspüren, welche Macht Sie durch Ihre Gedanken und Vorstellungen über Ihren Körper haben.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten vor sich eine wunderschöne gelbe und saftige Zitrone liegen. Stellen Sie sich weiter vor, Sie nehmen diese in Ihre Hand und riechen daran. Sie können durch die Schale hindurch das Säuerliche der Zitrone wahrnehmen. Nun nehmen Sie ein Messer und schneiden die Zitrone in zwei Hälften. Der Zitronensaft quillt heraus und Sie nehmen die eine Hälfte in Ihre Hand und riechen wieder daran. Nun können Sie schon sehr viel deutlicher die Säure riechen. Nun stellen Sie sich vor, Sie beißen herzhaft in die Zitrone.

Haben Sie sich das vorgestellt? Dann haben Sie zweierlei bei sich festgestellt:

1. Ihr Mund hat vermehrt Speichel produziert und
2. Sie haben Ihr Gesicht verzogen.

Dieser kleine Selbstversuch zeigt Ihnen, dass Ihre Gedanken und Vorstellungen keine harmlosen Kumpanen sind. Sie sind Kräfte, die Ihren Körper veranlassen, zu reagieren. Ihr Körper hat so reagiert, als würde das tatsächlich geschehen, was Sie sich lediglich vorgestellt haben. Sie können daran aber auch erkennen, dass Ihr Gehirn nicht unterscheiden kann, ob Sie tatsächlich etwas erleben oder ob Sie sich nur einbilden, etwas sei so.

Welche Bedeutung hat dieses Experiment für unseren Alltag?

Durch Ihre Gedanken und Vorstellungen (Autosuggestionen) können Sie Ihren Körper zum Guten, aber auch zum Schlechten beeinflussen. Sie haben durch die Wahl Ihrer Gedanken die Macht, Ihre Gesundheit zu erhalten oder sich von Krankheiten zu befreien. Wie können Sie dabei vorgehen?

Wie Sie durch Autosuggestionen Ihre Gesundheit erhalten oder wieder gesunden

Wenn Sie Medikamente nehmen, dann sagen Sie sich immer wieder: "Dieses Medikament wird mir bestimmt helfen. Ich werde gesund."

Stellen Sie sich vor, wie Sie alles wieder tun, als wären Sie gesund. Wenn Sie sich beispielsweise einen komplizierten Beinbruch zugezogen haben, dann stellen Sie sich jeden Tag vor, wie Sie bald wieder genauso gehen können wie vor dem Bruch. Sehen Sie sich in Gedanken als genauso fit und gesund wie zuvor.

Sprechen Sie nie über oder denken an Krankheiten. Mit jedem Gedanken ans Kranksein vergiften Sie Ihren Körper und schwächen seine Abwehrkräfte. Wenn Sie gesund sind, dann erwarten Sie auch, gesund zu bleiben. Stellen Sie sich bei einem leichten Schnupfen oder kalten Füßen nie vor, dass Sie bestimmt in wenigen Tagen mit 40 Grad Fieber im Bett liegen. Sagen Sie sich vielmehr mehrere Male während des Tages: "Ich bin gesund und werde es auch bleiben."

Entwickeln Sie eine positive Grundeinstellung zu sich, den Menschen und dem Leben. Negative Gedanken vergiften Ihren Körper und machen ihn schwach. Positive Gedanken stärken die Abwehr Ihres Körpers und aktivieren die Selbstheilungskräfte.

Sagen Sie "Ja" zum Leben und seinen Herausforderungen. Sehen Sie sich in Ihrer Vorstellung immer als der triumphierende Sieger. Verbannen Sie die Worte "Ich kann nicht ..." aus Ihrem Wortschatz.
Bei der Verwendung von Autosuggestionen ist es besonders wichtig, dass wir diese positiv formulieren. Machen Sie hierzu dieses Selbsterkenntnis Experiment

© 2003-2009 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Autosuggestionen - ihr Einfluss auf die Gesundheit
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