ratgeber selbstwertgefühl stärken

Selbstgespräche - ihr Einfluss auf unser Befinden

Autor: Dr. Rolf Merkle, Diplom-Psychologe

Wir alle reden in Gedanken mit uns. Wir führen (innere) Selbstgespräche.

Was wir zu uns sagen, bestimmt, ob wir zufrieden oder unzufrieden, glücklich oder unglücklich, angespannt oder entspannt sind.

Wenn wir uns ängstliche Gedanken machen, dann verspüren wir Angst. Wenn wir uns ärgerliche Gedanken machen, dann verspüren wir Ärger.

Wenn wir uns liebevolle Gedanken machen, dann verspüren wir ein liebevolles und gutes Gefühl.

Wenn wir uns hoffnungsvolle und zuversichtliche Gedanken machen, dann sind wir zuversichtlich gestimmt.

Wenn Sie mehr über den Zusammenhang zwischen unseren Selbstgesprächen und unseren Gefühlen (Emotionen) erfahren möchten, dann werfen Sie einen Blick in den Ratgeber Gefühle verstehen, Probleme bewältigen.

Unsere Selbstgespräche bestimmen, welche Entscheidungen wir treffen, ob wir erfolgreich oder erfolglos sind. Sie bestimmen, ob die Erfahrungen mit anderen Menschen eher positiv oder negativ sind.

Und unsere Selbstgespräche bestimmen, ob wir unser Leben meistern oder an ihm zerbrechen.

Sie kennen vielleicht das alte Sprichwort: „Stock und Stein bricht mir das Bein, doch Worte bringen niemals Pein.“ Die Worte anderer können uns nicht verletzen.

Wenn wir verletzt oder gekränkt sind, dann weil wir in unserem Innern verwundbar sind. Der Grund für unser Verletztsein liegt in uns und nicht beim anderen.

Wir können nur geben und sein, was in uns steckt

Wenn Sie eine Zitrone auspressen, was kommt heraus? Nun, Sie erhalten Zitronensaft. Warum? Weil eine Zitrone Zitronensaft enthält.

Es spielt keine Rolle, wer eine Zitrone auspresst, wann er es tut oder wie er es tut. Immer ist das Ergebnis dasselbe: Zitronensaft.

Es kann nichts anderes aus einer Zitrone herauskommen, als sie enthält.

Auch aus einem Menschen kann nur das herauskommen, was in ihm steckt.

Ist ein Mensch voller Ärger und Unzufriedenheit, dann können auch nur diese negativen Gefühle herauskommen, wenn man ihn „presst“.

Ist ein Mensch voller Liebe und Harmonie, dann reagiert er auch mit Liebe, gleichgültig wie sich seine Mitmenschen ihm gegenüber verhalten.

So wie aus einer Zitrone kein Traubensaft herauskommen kann, so kann aus einem Menschen, der über sich und sein Leben negativ denkt, kein positives Verhalten entspringen.

Wenn wir erkennen und akzeptieren, dass es unsere Selbstgespräche sind, die über unser seelisches Wohlbefinden entscheiden, dann haben wir den ersten Schritt getan, um mehr Lebensfreude und Zufriedenheit in unser Leben zu bringen.

Es sind unsere negativen Selbstgespräche, die uns lähmen und daran hindern, das Leben zu führen, das wir führen wollen.

Es sind nicht die andern oder die Umstände, die für unser (Un)Glücklichsein verantwortlich sind.

Machen Sie von den Fähigkeiten Gebrauch, die in Ihnen stecken. Nutzen Sie die Kraft Ihrer Selbstgespräche.

Der besondere Tipp zum Thema Selbstgespräche: 5 Selbstgespräche, die Sie nicht führen sollten.

Das vielleicht Wichtigste, was ich Ihnen vermitteln kann, ist dies:

Wir können nicht bestimmen, was andere tun oder sagen. Wir können nicht verhindern, dass andere schlecht von uns denken.

Wir können nicht vermeiden, dass andere Menschen versuchen, mit uns ein böses Spiel zu spielen.

Aber wir können darüber entscheiden, wie wir auf das, was andere tun oder sagen, emotional reagieren. Das ist unsere Entscheidung.

Es sind stets unsere Erwartungen und Selbstgespräche, mit denen wir uns glücklich oder unglücklich, zufrieden oder unzufrieden machen.

Der Analytiker Viktor Frankl sagte: „Wir, die wir in Konzentrationslagern waren, erinnern uns an Menschen, die ihr letzte Stück Brot mit anderen teilten. Es waren vielleicht wenige, die das taten, aber sie waren der Beweis dafür, dass man dem Menschen alles wegnehmen kann, bis auf das eine: die letzte aller menschlichen Freiheiten, die Freiheit, in jeder Situation seine Einstellung zu wählen.“

Das Leben hat seine Schattenseiten. Wir entscheiden jedoch, wie wir mit ihnen umgehen.

Wir können uns darüber deprimierende Gedanken machen oder sie annehmen und das Beste daraus machen.

Der Schlüssel hierzu sind unsere Selbstgespräche.

Es liegt an unserer Einstellung zu den Schattenseiten, ob wir unter ihnen leiden.

Seite 7/20 Im Hier und Heute leben - Teil 1


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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