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Wenn wir die Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln übernehmen, dann hat das eine Reihe nicht zu unterschätzender Vorteile.
Vorteil Nr. 1 ist, dass mein Wohlbefinden nicht von anderen Menschen und deren Willkür abhängt. Wie ich mich fühle, hängt nicht davon ab, wie sich andere mir gegenüber verhalten. Da ich weiß, dass ich es bin, der durch seine Einstellungen darüber entscheidet, wie ich mich fühle, habe ich die Möglichkeit, meine Einstellung so zu wählen, dass es mir „trotzdem“ gut geht. Ich fühle mich dann als Kapitän meiner Gefühle und das verleiht mir ein wohltuendes Gefühl der Macht und Sicherheit. Ich weiß , es mag kommen, was wolle, ich bin gewappnet. Ich bin nicht der Spielball anderer Menschen und meine Gefühle können nicht mit mir machen, was sie wollen. Andere können nicht auf meinen Gefühlen herumtrampeln, da ich bestimme, wie ich mich fühle.
Vorteil Nr. 2 ist, dass ich in meinem Handeln nicht von anderen und deren Zustimmung abhängig bin. Ich kann mir mein Leben so einrichten, wie ich möchte. Ich bin dann kein Blatt, das vom Wind mal dahin, mal dorthin getrieben wird. Ich fühle mich als der Steuermann meines Lebens. Das heißt nicht, dass ich gegenüber meinen Mitmenschen rücksichtslos bin. Nein, es bedeutet lediglich, dass ich keine falschen Hemmungen habe, das zu tun, was ich für richtig halte, auch wenn andere mein Verhalten kritisieren. Ich mache mich dann nicht von anderen in meinen Entscheidungen abhängig und verlasse mich mehr auf mich.
Diese beiden Vorteile führen direkt zu Vorteil Nr. 3. Ich habe Alternativen. Ich bin nicht darauf angewiesen, dass sich etwas so entwickelt, wie ich mir das gedacht habe. Wenn ich feststelle, dass etwas nicht so läuft, wie ich mir das wünsche, dann kann ich mir neue Wege und Möglichkeiten überlegen, um an mein Ziel zu kommen. Ich fühle mich dann nämlich nicht als das Opfer anderer Menschen oder der Umstände. Ich habe das Vertrauen in mich, dass ich einen Weg finden werde, der an dem Hindernis vorbei an mein Ziel führt. Ich kann mich, falls notwendig, durchsetzen. Ich resigniere nicht gleich, nur weil etwas nicht auf Anhieb gelingt.
Denkanstöße für den Alltag
1. Wodurch fühlen Sie sich in Ihrem Leben behindert und eingeschränkt? Welche persönlichen Schwächen (mangelnde Intelligenz, schlechte körperliche Verfassung usw.) halten Sie für die Ursache Ihres Unglücklichseins? Welche äußeren Umstände machen Sie dafür verantwortlich, dass Sie nun mal so sind und sich nicht ändern können?
Glauben Sie, dass es Ihnen an Willenskraft, Intelligenz, Durchhaltevermögen und Kontaktfähigkeit mangelt und Sie deshalb dazu verdammt sind, so bleiben zu müssen, wie Sie sind?
Notieren Sie jetzt gleich, wem oder was Sie die Schuld für Ihr Unglücklichsein geben. Schreiben Sie diese vermeintlichen Übeltäter auf ein Blatt Papier.
Nun nehmen Sie sich jeden einzelnen dieser Übeltäter vor und fragen sich: „Hat er tatsächlich die Macht, mir mein Leben zu vermiesen?“
Wenn Sie diese Frage ehrlich und objektiv beantworten, dann werden Sie feststellen, dass die allermeisten Übeltäter keine Macht über Ihr Leben haben. Sie haben ihnen bisher lediglich die Macht gegeben, indem Sie für Ihr Leben nicht die Verantwortung übernommen haben.
2. Machen Sie die folgenden Gedanken zu Ihrem täglichen Leitspruch:
„Ab heute entscheide ich mich dafür, mich in meinem Leben nicht mehr von der Vergangenheit oder den Umständen dirigieren zu lassen. Ich habe die Kraft und die Fähigkeit, mein Leben heute und in Zukunft so zu gestalten, wie ich es möchte. Ich werde aus dem, was ich mitgekommen habe, das Beste machen.
Heute ist der erste Tag eines neuen Lebens. Ich werde diesen Tag so befriedigend und positiv für mich gestalten, wie nur möglich. Ich bin keine Marionette anderer Menschen oder meiner Vergangenheit. Ich kann mich ändern, well ich will. Ich kann meinem Leben die Richtung geben, die ich möchte. Ich bin der Steuermann meines Lebens. Ich bin selbst für meine Zufriedenheit verantwortlich. Ab heute stehe ich am Ruder meines Lebens.“
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Einstellungen - die Baumeister unseres Schicksals
© 2003-2010 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Selbstverantwortung Teil 4 - Vorteile der Selbstverantwortung
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