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Genusstraining - genussvoll leben

Frau hat Spaß am Genuss

Training der Genussfähigkeit - Anleitungen und Übungen für mehr Genuss im Alltag. Bild © olly2 - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Wir alle haben täglich viele Pflichten und Termine und kämpfen damit, unsere gesetzten Ziele zu erreichen.

Vielleicht glauben wir, wir könnten unsere Zufriedenheit durch Geld oder materielle Güter auf Dauer erkaufen.

Materieller Besitz und Geld können uns jedoch, wenn überhaupt, nur kurze Zeit Befriedigung verschaffen.

Zudem beraubt uns unser Druck, schnellstmöglich unsere Ziele verwirklichen zu müssen, der guten Gefühle, die wir auf dem Weg zum Ziel verspüren könnten.

Je weniger bewusst wir nämlich bestimmte Tätigkeiten ausüben, umso weniger befriedigen sie uns.

Essen und dabei fernsehen oder essen und dabei Zeitunglesen sind beispielsweise Kombinationen, die uns den Genuss und die Befriedigung am Essen rauben.

Fastfood kann unseren Hunger stillen, aber kein befriedigendes Gefühl geben.

Um zu genießen, müssen wir uns bewusst auf den Genuss konzentrieren und auf Abwechslung achten.

Unsere Sinne können sich nämlich an Reize gewöhnen. Wir können eine Musik mit der Zeit überhören, uns an den Geruch eines Parfums oder den Geschmack eines bestimmten Gerichts gewöhnen.

Wir können uns aber auch ganz bewusst für den entgegengesetzten Weg entscheiden und unsere Sinne schulen.

Genuss und Spaß können wir uns zwar nicht verordnen, doch wir können unsere Umgebung so gestalten, unseren Geist so einstellen, dass sich das Genießen fast zwangsläufig einstellt.

Ganz bewusst können wir einen der 5 wichtigsten Sinne auswählen, dem wir unsere besondere Aufmerksamkeit widmen wollen:

1. unsere Fähigkeit zu hören

2. unsere Fähigkeit zu sehen

3. unsere Fähigkeit zu fühlen

4. unsere Fähigkeit zu schmecken

5. unsere Fähigkeit zu riechen.

Was gewinnen wir, wenn wir unsere Genussfähigkeit trainieren?

Genussregeln - was beachten, damit das Genießen gelingt?

1. Geben Sie sich die Erlaubnis zu genießen. Genießen können Sie sich nicht verordnen. Sie können sich nur für die Genüsse öffnen.

2. Verschieben Sie alle Pflichten und Aufgaben auf die Zeit nach dem Genießen. Das, was lebensnotwendig (im wörtlichen Sinne) ist, erledigen Sie vorher. Unterbrechen Sie jeden Gedanken, der mit „Ich muss jetzt er noch ... tun“ beginnt. Ersetzen Sie ihn durch „Ich darf mich entspannen. Ich darf genießen. Ich habe es verdient“.

3. Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit bei Ihren Sinnen. Fragen Sie sich während dem Genießen: Was fühle, rieche, spüre, schmecke und rieche ich?

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Genusstraining - Anleitung Übungen

Nehmen Sie sich für die nächsten Tage vor, jeden Tag ganz besonders auf einen Ihrer Sinne zu achten.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Berührungssinn

Stellen Sie sich immer wieder unter Tag die Frage: Was fühle ich gerade?

Hören Sie in sich hinein, wie kuschelig warm und weich Ihre Bettdecke Sie beschützt.

Nehmen Sie den Duschkopf in die Hand und lenken Sie den Strahl auf jeden Körperteil und beobachten, wie jede Zelle Ihres Körpers sich darüber freut.

Cremen Sie Ihr Gesicht und Ihre Hände zärtlich und behutsam ein.

Probieren Sie bewusst aus, wie unterschiedlich es sich anfühlt, wenn Sie einen Stein, eine Holzkugel oder einen Wattebausch in Ihrer Handfläche hin- und her bewegen.

Probieren Sie aus, wie sich Ihre Füße in unterschiedlichen Schuhen oder barfuß anfühlen. 

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Hörsinn

Stellen Sie sich immer wieder unter Tag die Frage: Was höre ich gerade?

Machen Sie einen kleinen Spaziergang im Park und konzentrieren sich auf die Geräusche.

Wenn es warm genug ist, können Sie sich auch auf eine Parkbank setzen und die Augen schließen, um sich noch weniger von den Augen ablenken zu lassen.

Sie werden erstaunt sein, welche Geräuschkulisse es gibt: Vogelgezwitscher, lärmende Kinder, vielleicht aber auch das Getöse eines Laubsaugers oder das Gehupe von Autos.

In der Stadt werden Sie sich vielleicht erschlagen fühlen von dem Lärm. Hören Sie im Radio Lieder unterschiedlicher Musikrichtungen und beobachten Sie, wie diese Ihre Stimmung beeinflussen.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Geruchssinn

Stellen Sie sich immer wieder unter Tag die Frage: Was rieche ich gerade?

Schon morgens können Sie den Rasierschaum oder den Parfumduft ganz bewusst wahrnehmen. Die Zubereitung des Essens und das dampfende Essen auf dem Tisch gibt Ihnen genügend Gelegenheit zu schnuppern.

Wenn Sie mit Ihrem Geruchssinn weiter experimentierten möchten, zerreiben Sie Kräuter zwischen ihren Fingern oder lassen verschiedene Aromaöle in einem kleinen Schälchen mit Wasser verdampfen.

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Geschmackssinn

Stellen Sie sich immer wieder unter Tag die Frage: Was schmecke ich gerade?

Bevor Sie Ihr Mittagessen in der normalen Geschwindigkeit und Gewohnheit essen, nehmen Sie ein klein wenig davon auf den Löffel oder die Gabel.

Schauen Sie es an, riechen Sie daran und nehmen Sie es auf die Zunge. Spüren Sie nach, wo Sie etwas schmecken und ob sich der Geschmack mit der Zeit verändert.

Schmeckt die Speise am hinteren Ende der Zunge noch genauso wie vorne? Süßes schmecken wir z.B. an der Zungenspitze, Saures am Zungenrand, Salziges auf der ganzen Oberfläche und Bitteres ganz hinten. Können Sie dies entdecken?

Genießen verursacht keine Kosten und keinen besonderen Zeiteinsatz. Genießen kann zur Gewohnheit werden.

genusstraining.html

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Übrigens ...

Bewusst genießen ist ein Training der Achtsamkeit.

Achtsamkeitsübungen verringern Stress und können Schmerzen lindern.

Das Geheimnis des Genießens heißt, seine Aufmerksamkeit auf seine Sinne zu lenken.

Wann beginnen Sie mit Ihrem Genusstraining?


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu, in täglicher Meditation und der Kuchenbäckerei.


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