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Das Leben aufschieben heißt, es zu verpassen

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Sein Leben so erfüllt und befriedigend wie möglich zu leben, bedeutet, jeden Tag so zu leben, als wäre er der letzte. Die Wahrheit ist nämlich: Wir alle haben nur diesen einen Tag.

Die Vergangenheit, das Gestern, ist für jeden von uns vorbei. Die Zukunft, das Morgen, ist für jeden von uns nur ein Versprechen. Alles, was wir haben, ist das Heute, dieser Augenblick.

Wenn wir diesen Tag verschenken, dann ist er verloren. Wir haben über den gestrigen Tag keine Macht mehr.

Wir können nur heute die Auswirkungen des gestrigen Tages ändern und heute beginnen, unserem Leben eine neue positive Richtung zu geben.

Diese Chance biete sich uns in jedem Augenblick unseres Lebens.

Wenn wir unser Leben aufschieben, dann vergessen wir dabei, dass es vielleicht eines Tages zu spät ist. Der Tod ist ein sehr demokratisches Wesen. Er kommt zu uns allen, früher oder später.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt: „Was ist, wenn mein ganzes bisheriges Leben falsch verlaufen ist? Was, wenn all die Dinge, die ich immer für so wichtig gehalten habe, sich als unwichtig herausstellen?“

Die meisten Menschen, die schon einmal durch einen Herzinfarkt oder einen Verkehrsunfall in Lebensgefahr schwebten, sagen: Diese Erfahrung hat mir die wertvollste Lektion meines Lebens erteilt. Was war ich doch nur für ein Narr. Wie konnte ich nur so sorglos mit meinem Leben umgehen? Ich werde jeden neuen Tag als ein Geschenk nehmen und ihn so bewusst, so schön, so aufregend und so befriedigend gestalten, wie nur möglich.

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen einen Infarkt brauchen, um den Wert des Lebens zu erkennen.

Das Traurige daran ist, dass es erst eines solchen Ereignisses bedarf, um so etwas natürliches und Selbstverständliches zu tun, wie das Leben so zu leben, wie man möchte, ohne anderen darüber Rechenschaft abzulegen.

Christine ist 45 Jahre alt. Sie hat „im Grunde genommen“ das, was sie wollte: einen liebevollen und zuverlässigen Partner, einen 19jährigen Sohn, der ihr keine Schwierigkeiten macht, und einen Beruf, der ihr Spaß macht. Und dennoch ist sie unzufrieden. Sie sagt:

Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben sinnlos vertan habe. Ich komme mir vor, als würde ich am Rande des Lebens stehen. Mein Leben ist so festgefahren, so eingleisig. Ich kann im Grunde schon im Voraus sagen, wie jeder Tag und jede Woche ablaufen. Immer wieder ein und dasselbe, jahraus, jahrein.

Das Leben ist doch eigentlich ein bisschen mehr. Wenn ich hundertprozentig wüsste, dass ich bald sterben würde, dann würde ich anders leben. Dann würde ich reisen, dann würde ich tanzen gehen und mich amüsieren. Dann würde ich nicht mehr so viel Rücksicht auf andere Menschen nehmen. Dann würde ich leben, wie es mir gefällt.

Ist das nicht traurig? Warum erst warten, bis man den Tod vor Augen hat. Warum nicht schon heute, hier und jetzt das Leben genießen und davon so viel mitnehmen, wie nur möglich.

Wir sind es doch, die wir uns in diesen Trott begeben. Wir sind es doch, die es zulassen, dass unser Leben eintönig und langweilig ist.

Wir haben Tag für Tag die Wahl, wie wir uns unser Leben einrichten. Wir haben die Entscheidung darüber, mehr aus unserem Leben zu machen.

Video - Das Leben genießen und feiern

Nehmen Sie sich eine Handvoll Leben, jeden Tag aufs Neue.

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Warum klammern sich so viele Menschen an das Leben und haben Angst, zu sterben? Elisabeth Kübler-Ross erklärte es damit, dass diese Menschen „unerledigte Geschäfte“ haben.

Damit meint sie, dass diese Menschen nicht wirklich gelebt haben. Sie haben ihr Leben stets aufgeschoben und haben nun im Angesicht ihres Todes das Gefühl, etwas versäumt zu haben.

Der Tod, die Endlichkeit unseres Lebens, kann für uns eine positive Kraft sein. Durch ihn werden wir aufgefordert, nicht so verschwenderisch und gedankenlos mit unserem Leben umzugehen.

Durch ihn sollen wir uns bewusst werden, dass die Zeit zum Leben jetzt ist. Morgen kann es dafür zu spät sein.

Vergeude nie die Zeit.
Der heutige Tag verbürgt nicht den morgigen.

Chinesische Weisheit


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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Seite 9/20 Im Hier und Heute leben - Teil 3

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