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Mit Komplimenten richtig umgehen

Freunde machen komplimente

Tun Sie sich schwer, Komplimente anzunehmen? Hier erfahren Sie, woran das liegen kann und wie Sie lernen können, sich über Komplimente zu freuen und diese anzunehmen. Bild © styleuneed - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

"Das hast du gut gemacht.", "Es ist schön mit dir zusammen zu sein." oder "Du bist mein bester Freund." Nach solchen Komplimenten sehnen sich viele Menschen.

Bei diesen Komplimenten geht uns das Herz auf, wenn wir sie annehmen.

Wir empfinden Freude, Glück und unser Selbstvertrauen steigt.

Die Freude ist umso größer, je wichtiger der andere Mensch für uns ist und vielleicht auch, je seltener er ein solches Kompliment äußert.

Bei kleinen Kindern können wir beobachten, wie sie nach einem Lob sichtlich größer werden und stolz auf sich sind.

Es gibt aber auch Menschen, die sich schwertun, ein Kompliment oder Lob anzunehmen.

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Warum Menschen Probleme haben, ein Lob oder Kompliment anzunehmen

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Beispielsweise:

Die Folge davon ist, dass sie das Kompliment nicht genießen können und es abwehren.

Weil ihnen das Lob unangenehm ist und nicht berechtigt scheint, lassen sie sich einiges einfallen, wie sie darauf reagieren. Beispielsweise:

Und dann gibt es Menschen, die äußerlich ein Kompliment abtun, aber innerlich stolz darauf sind.

Dies kann damit zusammenhängen, dass sie oft die Botschaft gehört haben. "Bilde dir ja nichts ein." oder "Sei nicht so überheblich."

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Wie mit Lob und Komplimenten umgehen?

TIPP: Bevor wir ein Kompliment annehmen können, müssen wir davon überzeugt sein, dass wir Merkmale und Verhaltensweisen haben, die man positiv sehen kann.

Und wir müssen anderen zugestehen, dass diese etwas positiv sehen können, das wir für selbstverständlich und nicht erwähnenswert ansehen.

TIPP: Ein Lob oder Kompliment dürfen wir auf alle Fälle annehmen. Gewöhnlich gibt es der andere freiwillig und fordert von uns nichts dafür.

Wir dürfen uns freuen, dass dem anderen etwas an uns gefällt. Deshalb sind wir nicht überheblich.

Ein Kompliment abzuwehren oder klein zu machen, heißt, den anderen als Lügner und Heuchler hinzustellen!

Wollen Sie das?

Das sollte Sie nachdenklich machen!

Wenn jemand Sie kritisiert, wehren Sie dann seine Kritik ab und bezeichnen den anderen als Lügner?

Vermutlich nein. Sie schlucken die Kritik bereitwilig und nehmen sie an.

Warum tun Sie das nicht bei Komplimenten?

TIPP: Auch wenn wir das Kompliment vielleicht für übertrieben halten, sollten wir es als die persönliche Sichtweise des anderen annehmen. Unser Gegenüber hat das Recht, uns so positiv zu sehen.

TIPP: Eine angemessene Reaktion auf ein Lob oder Kompliment ist z.B., sich dafür zu bedanken: "Danke für dein Kompliment." oder "Danke, das freut mich, (tut mir gut, ist nett von dir). Danke, es freut mich, dass es dir gefällt."

Weitere Erklärungen oder gar Entwertungen des Kompliments ("Das ist nichts Besonderes", usw.) bedarf es nicht.

TIPP: Wir sollten das Kompliment nicht sofort zurückgeben, indem wir dem anderen auch ein Kompliment machen.

Das klingt nicht nur unehrlich, wir entwerten dadurch auch das Kompliment des anderen.

Zu einem späteren Zeitpunkt und wenn es passt, können wir ihm ebenfalls ein Kompliment machen.

TIPP: Wenn wir uns schwertun, Komplimente anzunehmen, weil wir denken, das Kompliment nicht zu verdienen, dann müssen wir an der Einstellung zu uns arbeiten, wenn wir lernen möchten, Komplimente anzunehmen.

Wir müssen an unserem Selbstwertgefühl arbeiten. Wenn wir an uns selbst kein gutes Haar lassen und denken, dass wir nicht in Ordnung sind, dann können wir anderen nicht glauben, dass ihr Kompliment ehrlich gemeint ist.

TIPP: Generell sollten wir uns in Erinnerung rufen: Unser Gegenüber hat sich die Mühe gemacht, uns etwas Nettes zu sagen. Er möchte uns mit seinem Kompliment eine Freude machen.

Warum sollten wir ihm den Wunsch nicht erfüllen und uns über sein Kompliment freuen?

Komplimente sind Geschenke, die man nicht zurückweist, sondern sich dafür bedankt.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu, in täglicher Meditation und der Kuchenbäckerei.


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