Mach das Beste aus dem Rest deines Lebens. Wie hört sich das an? Macht das Sinn für dich?
Vielleicht denkst du: "Leicht gesagt. Das Leben ist nicht gerecht zu mir und ich kann nichts dagegen tun. Ich habe keine Kontrolle, was mir widerfährt".
Meine Antwort ist: Du irrst dich gewaltig und dein Irrtum bereitet dir viele unnötige seelische und körperliche Schmerzen. Selbstverständlich kannst du in einem recht hohen Maße bestimmen, was dir widerfährt. Was wir erleben ist sehr oft eine Folge unseres Handeln oder auch Nichthandelns.
Du erntest, was du säst. Wenn du Sport treibst und dich körperlich betätigst, dann bleibst du wahrscheinlich körperlich fit. Wenn du nur vor dem Fernseher sitzt, dich von Fastfood ernährst und dich nicht bewegst, dann rostet dein Körper ein und du wirst fett.
Du entscheidest durch dein Handeln in großem Maße, was dir in deinem Leben widerfährt. Und durch die Art, wie du mit dem, was dir widerfährt, umgehst, entscheidest du, wie gut oder schlecht du das Erlebte verarbeitest, ob du daran zerbrichst oder daraus gestärkt hervorgehst.
Natürlich gibt es auch Ereignisse, die unerwartet eintreten und die wir nicht verhindern können. Sei es, dass wir eine Arbeitsstelle verlieren, sei es, dass unser Partner stirbt, sei es, dass wir unverschuldet in einen Unfall verwickelt werden und körperlich Schaden nehmen.
Doch auch in solchen Momenten haben wir eine Wahl: wir können handeln oder nicht handeln. Ob und wie wir auf solch unerwartete und vielleicht nicht kontrollierbare Ereignisse reagieren, entscheidet, ob der Rest unseres Lebens besser oder schlechter wird. Wir können uns bedauern und bemitleiden, das Schicksal anklagen, den Mitmenschen die Schuld geben oder etwas unternehmen, das unsere Lage verändert und bessert. Positives Selbstmanagement setzt voraus, die Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen.
Ob wir in solchen Momenten handeln oder passiv das Schicksal erdulden, hängt davon ab, welche Einstellung wir generell zum Leben haben. Wenn wir uns generell als hilflos ansehen, wenn wir überzeugt sind, über unsere Gefühle keine Kontrolle zu haben, wenn wir glauben, man könne sein Schicksal nicht bestimmen, dann werden wir bei Schicksalsschlägen die Hände in den Schoß legen, uns dem Schicksal fügen und/oder uns beklagen und bemitleiden.
Wenn wir jedoch der Überzeugung sind, dass wir einen großen Einfluss auf unsere Gefühle und unser Leben haben, dass wir der Kapitän unseres Lebens sind, dann werden wir bei solchen Schicksalsschlägen handeln und darauf achten, dass wir uns nicht noch mehr Leid dadurch zufügen, dass wir uns bedauern und bemitleiden. Wir werden stattdessen nach Wegen und Möglichkeiten suchen, unser Los erträglicher zu machen und uns auf die Möglichkeiten konzentrieren, die uns geblieben sind. Wir können uns nämlich darüber beklagen, dass wir etwas verloren haben, wir können uns aber auch vor Augen halten, was wir trotzdem noch alles besitzen. Und das ist in der Regel sehr viel, auch wenn wir diesen Besitz im ersten Moment vielleicht nicht sehen.
Wenn wir das Beste aus dem Rest unseres Lebens machen wollen, dann müssen wir lernen, uns auf das zu konzentrieren, was wir besitzen, uns darüber freuen und/oder nach den uns verbliebenen Möglichkeiten suchen.
Glücklich zu sein bedeutet nicht, keine Probleme zu haben, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen. Das bedeutet positives Selbstmanagement. Glücklichsein ist eine Geisteshaltung. Wenn du unglücklich bist, dann ändere deine Gedanken und Einstellungen, denn sie sind die Ursache deines Unglücklichseins und nicht die Umstände oder andere Menschen.
Schau dir die Erfahrungen behinderter Menschen an und du verstehst, was damit gemeint ist. Wenn du mehr über den Zusammenhang zwischen deinem Denken und Fühlen erfahren möchtest, dass schau dir die Selbsterkenntnis Experimente an.