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Optimismus Strategien

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Zu Beginn des praktischen Teils meines Optimismus Trainings möchte ich Ihnen drei Verhaltensweisen optimistischer Menschen vorstellen, die Sie - auch wenn Sie von deren Denkweise noch sehr weit entfernt sind - im Alltag mit Erfolg einsetzen können.

Machen Sie von ihnen jeden Tag Gebrauch - und das solange, bis sie Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen sind. Sie wissen ja: Übung macht den Meister.

3 Alltagsstrategien für mehr Optimismus

1. Optimisten suchen die Gesellschaft anderer Optimisten und meiden die Gesellschaft von Pessimisten

Diese Angewohnheit optimistischer Menschen ist für Sie, der Sie ein Anfänger im optimistischen Denken sind, ganz besonders wichtig, da Sie sich durch die negativen Äußerungen anderer sehr viel mehr anstecken und beeinflussen lassen, als ein im optimistischen Denken geübter Mensch.

Je mehr Sie pessimistisch eingestellten Menschen Gehör schenken, umso mehr geht Ihre Stimmung in den Keller und umso mehr stimmen Sie in das Klagelied der anderen ein.

Halten Sie sich deshalb von Menschen fern, die permanent nur klagen, sich darüber äußern, warum etwas nicht gutgehen kann oder sich über die Ungerechtigkeiten, die ihnen widerfahren, beschweren.

Wenn es sich nicht vermeiden läßt, mit solchen Menschen zusammen zu kommen, dann versuchen Sie, das Gespräch auf ein anderes Thema zu bringen oder, noch besser, nutzen Sie diese Chance, sich im optimistischen Denken zu üben, indem Sie die Strategien anwenden, die ich Ihnen vorstelle.

Wenn ich in einem Gespräch bin, in dem es nur um Probleme geht, dann werfe ich an einem bestimmten Punkt die Frage in den Raum."Und was gibt es an Erfreulichem und Positivem?”.

Natürlich sollten auch Sie aufhören, bei jeder Gelegenheit zu klagen oder sich über wenig Erfreuliches zu unterhalten. Gewöhnen Sie sich an, wenn Sie mit anderen zusammen sind, mehr positive und optimistische Äußerungen zu machen.

2. Reagieren Sie positiv auf die Frage "Wie geht´s"

Was sagen Sie, wenn sich jemand bei der Begrüßung nach Ihrem Befinden erkundigt? Reagieren Sie, wie die meisten Menschen, indem Sie antworten "Es geht” oder antworten Sie gar "Nicht so gut”? Gewöhnen Sie sich an, auf die Frage nach Ihrem Befinden zu antworten "Danke, sehr gut” oder "Bestens”.

"Auch dann, wenn es mir gar nicht gutgeht”?” Jawohl, auch wenn es Ihnen nicht gut geht - gerade dann. Sie werden nun einwenden, daß Sie sich und andere damit doch belügen oder sich etwas vormachen und damit haben Sie gar nicht so unrecht - aber es hilft Ihnen.

Je mehr Sie sich in Gedanken und in Gesprächen mit anderen mit Ihrem schlechten Befinden beschäftigen, umso schlechter geht es Ihnen.

Sie tun sich keinen Gefallen, wenn Sie über Schmerzen oder ein schlechtes Befinden klagen. Dadurch verschlimmern Sie Ihre Beschwerden nur noch, weil Sie sich auf diese konzentrieren. Und wenn der andere in Ihr Klagelied einstimmt, dann ziehen Sie sich beide noch tiefer hinunter.

Ich habe mir angewöhnt, immer mit "Sehr gut” zu antworten und eine optimistische und gutgelaunte Mine aufzusetzen, auch wenn es mir nicht so gut geht.

Je öfter ich mir "einrede", mir ginge es gut, je mehr ich so tue, als sei alles in Ordnung, umso besser geht es mir, zumindest geht es mir aber nicht schlechter.

Wenn ein Schauspieler eine lustige Rolle spielt, wenn er also so tut, als habe er sehr viel Spaß und er viel lacht, dann wird er sich auch gut gelaunt fühlen.

Wir können unser seelisches Befinden dadurch steigern, daß wir so tun, als seien wir guter Dinge. Probieren Sie es aus und erleben, wie es Ihnen dabei geht.

Ihr Gefühl, sich etwas vorzumachen oder sich zu belügen - da Sie es ja besser wissen - ignorieren Sie in diesem Moment. Schauen Sie sich die Selbsterkenntnis Experimente an.

3. Optimisten machen das Beste aus unangenehmen Situationen, die sie nicht vermeiden können

Wie reagieren Sie, wenn Sie in einen Stau geraten? Wie verhalten Sie sich, wenn der Zug 1 Stunde Verspätung hat? Wir alle kommen immer wieder in Situationen, gegen die wir uns nicht wehren und die wir nicht ändern können.

In solchen Situationen können wir nur bestimmen, wie wir mit ihnen umgehen wollen.

Wenn Optimisten in einen Stau geraten, dann nutzen sie die Zeit, um vielleicht ein Buch zu lesen, das sie schon immer lesen wollten - und das sie natürlich für solche Gelegenheiten immer bei sich führen.

Oder Sie hören eine Sprachkassette, die sie immer bei sich führen. Eines tun sie auf jeden Fall nicht: Sie regen sich nicht darüber auf, daß sie im Stau stecken. Sie nutzen die Zeit sinnvoll oder entspannen sich.

Ein sicherlich extremes Beispiel dafür, wie man aus einer Situation, aus der man sich nicht befreien kann, das Beste machen kann, ist der Arzt Paul Dieppe.

Er war in Kuweit in Gefangenschaft. Während seiner viermonatigen Gefangenschaft schrieb er ein Buch über rheumatische Erkrankungen.

Überlegen Sie einmal, ob Sie mehr oder weniger regelmäßig in Situationen kommen, die Sie nicht ändern oder vermeiden können, in denen Sie lediglich lernen können, anders zu reagieren.

Vielleicht sind Sie viel mit dem Wagen unterwegs, kommen öfters in Verkehrsstaus. Legen Sie sich einen Einsatzplan für den nächsten Stau zurecht. Was werden Sie tun? Womit werden Sie sich die Zeit vertreiben?

Dem Stau ist es egal, ob Sie sich aufregen oder ob Sie es sich gutgehen lassen. Er löst sich auf, wenn die Zeit dafür da ist.

Nun wollen wir uns anschauen, wie Sie dadurch optimistischer werden können, daß Sie lernen, Ihre negativen Gedanken durch eher positive zu ersetzen.

Seite 14/18 Übernehmen Sie die Regie über Ihr Denken und Ihre Gefühle


Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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