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Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Wir verhalten uns nie entsprechend unserer Fähigkeiten, sondern immer danach, welche Fähigkeiten wir zu haben glauben.

Unsere Erfolge und Leistungen sind nie die direkte Folge unserer Fähigkeiten und Talente, sondern immer die Folge unseres Selbstvertrauens.

Wenn wir glauben, zu dumm oder zu unbegabt zu sein, dann verhalten wir uns entsprechend dieser Überzeugung, gleichgültig wie fähig wir auch sein mögen.

Unsere Einstellungen zu unseren Fähigkeiten entscheiden darüber, was wir uns zutrauen und was wir im Leben erreichen.

Es gibt keine Grenzen außer denen, die wir uns setzen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie als Pessimist lernen, von sich und Ihren Fähigkeiten überzeugt zu sein.

Wenn es Ihnen wirklich ernst ist, in den Club der Optimisten eintreten zu wollen, dann ist es nun an der Zeit, sich von Ihrer Angewohnheit zu verabschieden, gering von sich und Ihren Fähigkeiten zu denken.

Es ist an der Zeit, dass Sie Ihr Selbstvertrauen stärken und sich selbst davon überzeugen: "Ich bin fähig. Was ich mir vornehme, erreiche ich auch."

Wenn wir an den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit angekommen zu sein glauben, dann sind wir in Wahrheit oft nur an unseren geistigen Grenzen angelangt.

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Wie Sie Ihr Selbstvertrauen stärken

Wenn Sie ein eingefleischter Pessimist sind, dann müssen Sie am Punkt Null beginnen, d.h. Ihr Selbstvertrauen ist sehr gering und Sie sind noch meilenweit davon entfernt, sich für einen fähigen Menschen zu halten.

Es liegt also ein weiter Weg vor Ihnen. Machen wir uns an die Arbeit.

TIPP 1: Werden Sie ein Ich-kann-Denker

Wann immer Sie sich dabei ertappen, dass Sie sich angesichts einer Sache, aus welch einleuchtend erscheinenden Gründen auch immer, einreden "Das kann ich nicht", sagen Sie sich sofort:
"Halt, Moment mal. Ich probiere es und gebe mir die Chance, meine pessimistische Meinung zu widerlegen. Bevor ich es nicht versucht habe, weiß ich nicht, ob ich es kann oder nicht. Wenn ich es ein Mal nicht konnte, heißt das nicht, dass ich es überhaupt nicht kann. Was zählt ist, dass ich es in Angriff nehme, nicht wie gut ich es mache. Wenn mir die Sache auf Anhieb nicht gelingt, dann muss ich eben einen weiteren Anlauf nehmen - und wenn nötig, einen dritten oder vierten. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn ich etwas nicht kann, dann kann ich es lernen und kann zumindest besser darin werden."

Geben Sie sich dann einen Ruck und nehmen die Sache in Angriff, auch wenn Sie sich nur halbherzig und voller Zweifel daran machen.

Bis Sie das Gefühl haben, fähig zu sein, müssen Sie sich viele, viele Male sagen, dass Sie fähig sind und sich durch Ihr Verhalten beweisen, dass Sie es tatsächlich sind.

Was Sie beachten sollten: Pessimistische Menschen neigen in großem Maße dazu, sich ihre Vorurteile (Ich bin unfähig) immer wieder zu bestätigen.

Sie halten stets nach Situationen Ausschau, in denen ihre negative Meinung, die sie von sich haben, bestätigt wird.

Ja, Pessimisten sträuben sich mit aller Macht dagegen, sich selbst und ihre Fähigkeiten positiv zu sehen. Auf diesem Ohr sind sie taub.

Auch Sie werden so reagieren. Auch Sie werden sich dabei ertappen, dass Sie alles tun, um Ihr Vorurteil von sich zu bestätigen. Seien Sie sich dieser Gefahr bewusst.

Sie müssen sich zuerst überzeugen, dass Sie die Fähigkeit haben, erfolgreich zu sein. Dann wird diese Überzeugung Ihr Selbstvertrauen stärken.

TIPP 2: Machen Sie sich Ihre Stärken bewusst

Wenn ich meine Patienten frage, welche positiven Seiten und Stärken sie haben, entsteht in der Regel erst einmal eine lange Pause, und sie werden verlegen.

Es fällt ihnen absolut nichts ein, auch wenn ich mehrmals nachhake und darauf bestehe.

Sicherlich geht es Ihnen ähnlich. Auch Sie tun sich wahrscheinlich sehr schwer, positive Seiten von sich zu nennen.

Machen Sie mir und sich bitte nicht weiß, dass Sie keine Stärken haben. Sie haben wie jeder andere Mensch auch Ihre Stärken und positiven Eigenschaften.

Dass Ihnen Ihre positiven Seiten und Stärken nicht bewusst sind bzw. Sie diese nicht nennen können, liegt einzig und allein daran, dass Sie diese für selbstverständlich oder nicht der Rede wert halten.

Sie glauben, nur solche positiven Seiten zu haben, die andere auch haben und die deshalb nicht erwähnenswert sind.

Sie meinen, Sie müssten etwas finden, das Sie mit keinem andere teilen können und das nur Sie besitzen. Richtig?

Das Problem ist Ihr Anspruchsniveau. Sie meinen, eine Eigenschaft, die manch ein anderer auch besitzt, sei nichts Besonderes. Das ist ein großer Denkfehler.

Sie sind zwar einzigartig in dem Sinne, dass es Sie nur ein einziges Mal auf der Welt gibt und je geben wird, aber dennoch teilen Sie mit anderen Menschen gewisse Eigenschaften und Fähigkeiten.

Dies ist jedoch kein Grund, von sich zu behaupten, man habe nichts zu bieten, nur weil andere auch die eine oder andere Fähigkeit von einem haben.

Was Sie beachten sollten: möglicherweise denken Sie "Eigenlob stinkt" oder "Es zeugt von einem schlechten Charakter, von sich überzeugt zu sein".

Möglicherweise denken Sie auch, dass Sie sich erst dann akzeptieren können, wenn alles an Ihnen stimmt, wenn Sie sozusagen perfekt sind.

Streichen Sie solche Gedanken schnellstens aus Ihrem Denken. Sie sind genauso überholt und falsch wie die weit verbreitete Meinung der Menschen vor 500 Jahren, dass die Erde eine Scheibe sei.

Sich selbst anzunehmen, auch wenn man nicht perfekt ist, sich seiner Stärken bewusst zu sein, ist die Voraussetzung für ein erfülltes Leben.

Nehmen Sie sich nun so lange Zeit, bis Sie wenigstens 10 Stärken gefunden haben und notieren Sie sich diese - auch wenn es Tage dauern sollte. Ergänzen Sie diese Liste ständig, wann immer Ihnen eine neue Stärke von sich einfällt.

Lesen Sie diese Liste täglich durch, ganz bewusst, also nicht einfach nur überfliegen oder runterleiern.

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TIPP 3: Loben Sie sich für Fortschritte - auch wenn diese klein sind

Wir erreichen unser Ziel umso leichter und schneller, je mehr wir zwischendurch kleine Verstärker oder Belohnungen erhalten.

Diese kleinen Belohnungen geben uns neuen Mut und neue Energie, stärken unser Selbstvertrauen und motivieren uns.

Eine solche Belohnung können Worte sein wie: "Das hast du prima gemacht. Du hast den ersten Schritt getan. Du bist deinem Ziel ein kleines Stück näher."

Jeder gute Lehrer weiß, dass es einem Schüler umso leichter fällt, ein komplexes Problem zu lösen, je mehr er das Problem in kleine Teilprobleme oder Zwischenziele aufteilt, und je mehr er den Schüler für das Erreichen jedes Teilzieles in Form lobender Worte belohnt.

Das Ziel, sich als fähiger und optimistischer Mensch zu fühlen, liegt für Sie vielleicht in sehr, sehr weiter Ferne.

Und wie immer, wenn etwas in weiter Ferne liegt, braucht man sehr viel Ausdauer, um nicht aufzugeben.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie sich für Fortschritte, mögen sie auch klein sein, loben. Sagen Sie sich: "Das hast du gut gemacht."

Je mehr und je häufiger Sie sich auf diese Weise auf die Schulter klopfen, umso motivierter sind Sie, Ihr Ziel zu erreichen.

Loben Sie sich auch jedes Mal, wenn Ihnen auffällt, dass Sie pessimistisch denken, und Sie sich darum bemühen, Ihre pessimistischen Selbstgespräche durch eher realistische zu ersetzen. Auch das ist ein Fortschritt!

Seite 17/18 Ein optimistisches Schlusswort


Dr. Rolf Merkle
Dr. Rolf Merkle

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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