Optimismus Training - Das ABC der Gefühle |
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Wie unser Denken unsere Gefühle beeinflusstSie erinnern sich an die eine der beiden grundlegenden Eigenschaften optimistischer Menschen, nämlich, dass optimistische Menschen überzeugt sind, die Kontrolle über sich und ihr Leben zu haben. Optimisten fühlen sich als Herr ihres Schicksals. Sie glauben, das Ruder ihres Lebens in der Hand zu haben und einen großen Einfluß auf ihr Schicksal zu haben.Wenn Sie lernen wollen, Herr Ihres Lebens zu sein, dann müssen Sie bei sich selbst beginnen. Sie müssen lernen, über sich selbst und insbesondere über Ihre Gefühle mehr Kontrolle zu haben. Wenn Sie in der Lage sind, Herr und nicht mehr Spielball Ihrer Gefühle zu sein, dann werden Sie sich nicht mehr so hilflos oder als Opfer fühlen. Wenn Sie wissen, daß Sie in der Lage sind, darüber zu entscheiden, wie Sie sich fühlen, dann haben Sie bereits einen großen Schritt in Richtung Optimismus getan. Das ABC der Gefühle kann Ihnen helfen, Ihre Gefühle zu verstehen und zu beeinflussen. Das ABC der Gefühle - Sie fühlen, wie Sie denkenGlauben Sie, andere könnten Ihnen Angst einjagen, Sie deprimieren oder ärgerlich machen? Glauben Sie, daß ein finanzieller Verlust oder das schlechte Wetter Sie depressiv machen können? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen. Sie sitzen in der Falle. Wenn Sie glauben, andere oder die Umstände könnten bestimmen, wie Sie sich fühlen, dnn fühlen Sie sich anderen Menschen und den Umständen ausgeliefert und geben denen die Macht, über Ihr seelisches Befinden zu entscheiden. Durch die Denkweise, andere oder die Umstände könnten Sie glücklich oder unglücklich machen, geben Sie Ihr Leben und Ihr Glück aus der Hand, machen Sie sich zum Opfer und haben keinen Einfluß darauf, etwas daran zu ändern. Sie sind vollkommen von anderen oder den Umständen abhängig, sind denen ausgeliefert. Dieses Gefühl des Ausgeliefertseins und Hilflosseins werden Sie als pessimistisch eingestellter Mensch nur zu gut kennen. Eine gute Nachricht: Sie können all dem ein Ende bereiten. Sie können das Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins gegen den Gedanken "Ich bin der Steuermann meiner Gefühle und "Ich führe in meinem Leben selbst Regie eintauschen. Sie können lernen, sich so zu fühlen und so zu verhalten, wie Sie möchten, unabhängig davon, was andere sagen oder tun, oder wie die Umstände sind. Wohlgemerkt, ich sagte <lernen>. Das bedeutet, daß Sie etwas dafür tun müssen. Es wird Ihnen nicht in den Schoß fallen. Sie werden Geduld mit sich haben müssen. Sie müssen bereit sein, zu akzeptieren, daß Sie nicht auf Anhieb und beim ersten Anlauf Erfolg haben werden. Aber Sie können es schaffen, wie dies Tausende vor Ihnen auch geschafft haben. Das ABC der GefühleDas ABC der Gefühle ist der Schlüssel, mit dem Sie sich aus der Rolle des Opfers befreien und mit dem Sie zum Steuermann Ihrer Gefühle werden können. Nichts und niemand kann Ihre Gefühle verletzen, Sie deprimieren oder Ihnen sonstwie schlechte Gefühle machen. Dies kann nur ein einziger Mensch: Sie. Ich weiß, auf den ersten Blick klingt das wenig aufmunternd. Nun sollen Sie bei all Ihrem Unglück auch noch daran Schuld haben, wie Sie sich fühlen. Doch was für ein Glück, daß dem so ist. Denn nur, wenn Sie sich selbst Ihre negativen Gefühle machen, nur dann können Sie auch etwas daran ändern. Richtig? Wenn es andererseits so wäre, daß die anderen oder die Umstände Ihnen schlechte Gefühle machen könnten, dann bliebe Ihnen doch nichts anderes übrig, als wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen und zu hoffen, daß die anderen Sie nicht "beißen. Aber das ist ja genau die Lage, in der Sie sich zur Zeit befinden, und aus der Sie sich befreien wollen, richtig? Daß Sie sich selbst all Ihre schlechten, wie guten Gefühle machen ist also Ihre große Chance, Ihr Lebensretter. So gesehen ist die Tatsache, daß Sie für Ihre Gefühle selbst verantwortlich sind, doch etwas sehr Positives, über das Sie sich freuen können. Endlich können Sie aufatmen und Hoffnung schöpfen. Den Zusammenhang zwischen unserem Denken und Fühlen bezeichnen wir als das ABC der Gefühle. A steht für die Situation, in der Sie optimistischer sein möchten. Nehmen wir an, Ihr Chef kommt zu Ihnen und sagt: "Frau Müller. Sie haben die vergangenen Jahre so gute Arbeit geleistet, daß wir Sie zur Abteilungsleiterin befördern möchten. Wie würden Sie reagieren? Wären Sie verängstigt oder würden Sie sich freuen? Wie Sie auf die bevorstehende Beförderung reagieren, hängt davon ab, wie Sie die Worte Ihres Chefs bewerten und welche Schlußfolgerungen Sie daraus ziehen. Wenn Sie ein Pessimist sind, dann reagieren Sie so: B: "Das kann nicht gutgehen. Bestimmt blamiere ich mich fürchterlich. Ich schaff´ das bestimmt nicht und werde meinen Chef enttäuschen. Das könnte ich nicht ertragen. Dann kann ich mich in der Firma nicht mehr blicken lassen. (negative Bewertung) Indem wir diese beiden Regeln in Fragen umformulieren, können wir sie verwenden, um unser Denken daraufhin zu überprüfen, ob es ein eher pessimistisches oder realistisches Denken ist. Entsprechen diese Gedanken den Tatsachen? Helfen Ihnen diese Gedanken, sich vertrauensvoll an Ihre neue Aufgabe zu machen? Die Überprüfung dieser Gedanken ergab also, daß es sich um pessimistische Gedanken handelt, da sie weder den Tatsachen entsprechen, noch sie Ihnen helfen, sich gut zu fühlen. Der nächste Schritt besteht nun darin, daß Sie überlegen, welche anderen, eher realistischen Gedanken Sie an die Stelle der pessimistischen setzen können. Ein Realist würde so denken: Wenn Sie wie ein Realist denken würden, dann hätten Sie also immer noch Ihre Zweifel und wären sich Ihrer Sache nicht sicher. Sie würden sich aber eine Chance geben und würden zuversichtlicher an Ihre neue Aufgabe herangehen. Sie würden sich auch Lösungen für die vermeintliche Katastrophe überlegen. Damit hätten Sie schon viel gewonnen. Schauen wir uns noch an, wie ein Optimist in einer solchen Situation reagieren würde. Ein Optimist würde so reagieren: Deshalb empfehle ich Ihnen, wenn Sie in bestimmten Situationen optimistischer werden möchten, sich nicht gleich um 180 Grad drehen zu wollen. Versuchen Sie erst einmal, Ihre negativen und pessimistischen Selbstgespräche durch die zwei Fragen für realistisches Denken zu überprüfen und sie dann etwas realistischer zu formulieren. Wenn Ihnen das gelingt, dann sind Sie ein großes Stück weiter und Sie haben bereits viel gewonnen - Sie fühlen sich der Situation nicht mehr so hilflos ausgeliefert, da Sie einen Einfluß darauf haben, wie Sie sich fühlen. Woran Sie immer denken sollten: es ist ganz normal, daß man - auch nach Wochen des Trainings - immer wieder in das alte Programm zurückfällt bzw. das alte Programm in einer bestimmten Situation die Oberhand hat. Es ist schon ein Fortschritt, wenn es Ihnen öfter als früher gelingt, Ihre pessimistische Sichtweise durch eine eher realistische zu ersetzen. Und es ist bereits ein Fortschritt, wenn Sie sich weniger ängstlich und weniger hilflos fühlen, als früher. Schauen wir uns ein weiteres Beispiel für die Anwendung des ABC der Gefühle an und wie Sie Ihre neue optimistische Denkweise trainieren können. Seite 15/18 |