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Übertriebene Verallgemeinerung

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Einmal Pech und Sie werden immer Pech haben, einmal versagen und Sie werden immer versagen. Diese Strategie unseres Kritikers (mehr zum Kritiker in uns) ist sehr wirksam, um uns daran zu hindern, einen zweiten oder dritten Versuch zu unternehmen.

Er nimmt ein Ereignis oder ein Verhalten von Ihnen zum Anlaß, um daraus quasi eine allgemeingültige Regel abzuleiten, die für alle Zukunft Gültigkeit haben soll.

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Wenn Sie von einer Frau einen Korb bekommen haben, dann will er Ihnen einreden, daß Ihnen das bei allen Frauen auch passieren wird, und daß es deshalb überhaupt keinen Sinn hat, auf andere Frauen zuzugehen.

Wenn Sie sich um eine Stelle beworben haben und nicht genommen wurden, dann versucht er Ihnen einzureden, daß Sie nie eine Stelle bekommen werden.

Wenn Sie etwas vergessen, dann will er Ihnen weismachen, daß Sie immer alles vergessen.

Wenn Ihnen jemand sagt, daß er Ihr Verhalten seltsam oder merkwürdig findet, dann behauptet Ihr Kritiker, daß dies kein Einzelfall sei und jeder so über Sie denken würde.

Wenn Sie wegen zu hoher Geschwindigkeit einen Strafzettel bekommen, dann sagt Ihr Kritiker, daß nur Ihnen so etwas passiert und nur Sie wieder mal der Dumme sind. Alle anderen, will er Ihnen weismachen, kommen ungeschoren davon.

Wenn Sie in Ihrem Gesicht einen Pickel entdecken, dann gibt er Ihnen das Gefühl, häßlich und unattraktiv zu sein.

Ihr Kritiker liebt es auch, über Sie, Ihr Äußeres, Ihre Beziehungen, Ihr Verhalten und andere Aspekte Ihres Lebens pauschale Urteile abzugeben. "Dein Leben ist ein einziges Desaster”, "Du machst nur Mist”, "Dein Haushalt ist ein einziges Chaos”.

Was gegen die übertriebene Verallgemeinerung unternehmen?

Auch hier können Sie sich wieder die Frage stellen: "Stimmt das?”.

Wenn Sie sich dabei ertappen, daß Sie sich einreden, Sie würden nun immer versagen, weil Sie einmal versagt haben, kein Kunde werde bei Ihnen kaufen, weil einer oder auch mehrere nicht gekauft haben, dann fragen Sie sich: "Stimmt das?”.

Auch hier müssen Sie sich, wenn Sie ehrlich zu sich sind, antworten: "Ich kann nicht in die Zukunft schauen und vorhersagen, was passieren wird. Deshalb kann ich auch nicht wissen, ob ich das nächste Mal auch wieder versagen werde. Das ist reine Spekulation”.

Weitere Formen des negativen Denkens

Alles-oder-Nichts-Denken

Eingeengte Wahrnehmung

Leugnung des Positiven

Übertreibung von Fehlern

Mit zweierlei Maß messen


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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