Sich selbst aktivieren

Wenn du negative Situationen positiv verändern willst, musst du als Erstes selbst aktiv werden. In diesem Beitrag erfährst du 3 Tipps wie das gelingt.

Sich selbst aktivieren

Immer wieder geraten wir in Situationen, in denen wir mit uns selbst nicht zufrieden sind und uns nicht wohlfühlen. Dann suchen wir schnell Gründe im Außen: Die miese Chefin oder der arrogante Kollege, der Partner, die Kinder, der Verkehr, die Politik oder gerne auch das Wetter sind Schuld an unserem Debakel. Doch wenn wir etwas ändern wollen, sind wir in der Regel die ersten, die mit einer Veränderung beginnen müssen. Und das funktioniert nur, in dem wir einfach loslegen.

Wie schaffen wir, auf eine gewohnte Situation anders zu reagieren und sie neu zu gestalten? Zunächst geht es darum, innerlich eine neue Einstellung zu entwickeln, und dann, unser Verhalten Schritt für Schritt an das Neue in uns anzupassen. Beides, die innere Einstellung und das äußere Verhalten verändern sich dabei im Wechselspiel. Dabei werden wir auch herausfinden, wo unsere Grenzen liegen, also was wir nicht wollen oder können. Aber um das herauszufinden, müssen wir es ausprobieren. Daran geht kein Weg vorbei.  

Nice try! – Werde aktiv und denke nicht nach über die Konsequenzen!

Darum geht es im letzten Schritt: Einfach machen, einfach ausprobieren. Nicht daran denken, ob man etwas kann oder darf. Das verlangt 

  • Mut, die eigene Unsicherheit abzuschütteln, 
  • Akzeptanz gegenüber den eigenen Fehlern 
  • Eine gesunde Ignoranz gegenüber dem, was andere dazu sagen könnten, 
  • und Lust, kreativ zu sein. 

Eine Methode, um die Kräfte in sich zu wecken heißt: Lustvoll Scheitern. Denn ohne Scheitern entsteht nicht Neues. Der Effekt: Wer scheitert, löst sich im selben Moment von der Fessel, alles richtig machen zu müssen. So schaffst du dir einen großen Raum, um ausprobieren zu können.

Mach es wie ein Kind, wenn es mit dem Laufen anfängt. Es macht einfach. Es probiert und probiert, fällt hin, steht auf und sitzt im nächsten Moment wieder auf dem Hosenboden. Und dennoch lässt es sich nicht entmutigen, sondern freut sich über jeden Versuch. Diese Unbeschwertheit, diese Lust am Scheitern geht den meisten von uns im Leben verloren. 

Als Erwachsene schalten wir vor dem Ausprobieren unseren Kopf ein und machen uns Gedanken über Bewertungen und Konsequenzen. Schon nach den ersten Schritten wissen wir, wie das Neue werden soll. Wir wissen, dass wir es irgendwann ausprobieren müssen und wir wissen, dass das wahrscheinlich nicht beim ersten Mal klappt. Doch schon bevor wir starten, werden wir ängstlich, und es bestätigt sich von vornherein unser Bild: Neues zu lernen ist schwer und mühsam. Wir folgen damit dem Irrglauben, dass wir Neues können müssen, bevor wir es ausprobiert haben. 

Warum ist das so? 

  • Weil wir uns in einer übertechnisierten Welt darauf verlassen, dass sich alles vorbereiten und jede Eventualität aus dem Weg räumen lässt. 
  • Und weil es immer einen gibt, der das, was wir wollen, schon kann. 

3 Tipps, wie du lernst, innere Hürden vor dem Aktivwerden zu überwinden

TIPP 1: Mach dir bewusst, dass das Meiste, was wir in unserem Leben machen, nur ein Versuch ist. Genau betrachtet kann niemand von uns etwas wirklich perfekt. Es bleibt beim Ausprobieren. 

TIPP 2: Werde zu deinem eigenen Motivator und lobe dich für jeden Versuch – egal, ob du erfolgreich bist oder nicht. »Nice try!« – »Guter Versuch!« – rufen sich US-amerikanische Sportler zu, wenn einer einen Aufschlag macht oder einen Ball übers Feld wirft – und zwar  unabhängig davon ob es geklappt hat oder nicht. Begegne dir selbst mit größtem Respekt und Anerkennung dafür, dass du versuchst, etwas zu verändern oder etwas Neues auszuprobieren.

TIPP 3: Erkenne und vertreibe deinen inneren Schweinehund namens „Passivität“: Anstatt sich wie ein Kind jeder neuen Aufgabe mit Neugier und Energie zu stellen, haben wir schnell viele Argumente zur Hand, nicht aktiv zu werden wie: „Warum soll ich das jetzt machen? Es gibt sicher einen anderen, der es besser kann.“ Diese Argumente halten uns in der Komfortzone unserer geregelten und automatisierten Welt, in der unsere Initiative immer weniger gefragt ist. Aber sie bringen uns nicht weiter und schaden uns auf Dauer. Achte darauf, wann dir das nächste Mal wieder diese Sätze einfallen und dann sag zu dir selbst ganz laut: „Ab nach draußen!“

Gib dir den Raum und die Freiheit, das Neue sooft zu probieren, wie es für dich notwendig und gut ist. Sei milde und gut zu dir selbst. So überwindest du die Hürden Perfektionsstreben und Passivität und gibst dir die Chance, dich weiter zu entwickeln und zu lernen. 

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