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Pessimismus - seine Nachteile

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Pessimisten haben viele Nachteile, die sie aufgrund ihrer pessimistischen Haltung in Kauf nehmen müssen. Dies belegen zahlreiche Untersuchungen. Schauen wir uns die wichtigsten an.

Seelisches Wohlbefinden
Das seelische Wohlbefinden von pessimistischen Menschen ist überwiegend schlecht. Da sie stets mit dem Schlimmsten rechnen, viel grübeln und immer ein Haar in der Suppe finden, sind ihre Gefühle meist im Keller.

Pessimsiten fühlen sich häufig niedergeschlagen bis hin zu depressiv und leiden unter Ängsten. Sie fühlen sich anderen Menschen und den Umständen hilflos ausgeliefert, weil sie glauben, keinen Einfluß auf ihre Gefühle und ihr Leben zu haben.

Körperliches Befinden
Da das seelische und körperliche Befinden eng miteinander verknüpft sind, ist die körperliche Verfassung von Pessimisten eher schlecht. Sie sind häufig krank und befinden sich insgesamt eher in schlechter körperlicher Verfassung, da sie durch ihre negative Denkweise ihre Abwehrkräfte schwächen und so für Krankheiten anfällig sind.

Untersuchungen zeigen, daß Hoffnungslosigkeit das Immunsystem schwächt und daß Pessimisten doppelt so häufig unter Infektionskrankheiten leiden wie Optimisten!

Berufliche und finanzielle Nachteile
Beruflich und finanziell sind Pessimisten in der Regel nicht sehr erfolgreich. Da sie überall Probleme wittern und selbst bei günstigen Bedingungen mit einem schlechten Ausgang rechnen, lassen sie nicht nur viele Chancen ungenutzt vorbeiziehen, sie ziehen das Unglück gleichsam an.

Sie haben und sehen viel weniger Chancen als Optimisten, wenn sie sich um eine Stelle bewerben. Als Mitarbeiter sind sie wenig beliebt, da sie sehr destruktiv sind und wenig Eigeninitiative entwickeln.

Da sie sich selbst wenig zutrauen und kein Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, drücken sie sich vor Verantwortung und bleiben eher passiv.

Auch wenn sie sehr begabt und fähig sind, können sie aufgrund ihrer pessimistischen Denkweise ihre Fähigkeiten nicht entfalten und scheitern deshalb häufig. Sie lassen sich von Fehlschlägen und Mißerfolgen sehr schnell entmutigen und werfen die Flinte ins Korn.

Wenn Pessimisten auf Probleme stoßen, dann stecken sie eher den Kopf in den Sand oder lenken sich ab, indem sie schlafen, Drogen nehmen oder zu Alkohol greifen.

Geistige Fähigkeiten
Pessimistische Menschen können sich schlecht auf eine Aufgabe konzentrieren, da sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, sich auszumalen, was alles schiefgehen kann. Sie haben Probleme, sich etwas zu merken, und sind wenig kreativ.

Zwischenmenschliche Beziehungen
Da sich pessimistische Menschen eher hilflos und anderen Menschen ausgeliefert fühlen, betrachten sie ihre Mitmenschen als Feinde.

Sie sind mißtrauisch und immer darauf gefaßt, daß andere sie hereinlegen oder hintergehen wollen.

Oder aber sie haben Angst vor anderen Menschen, weil sie sich nicht getrauen, sich durchzusetzen oder "Nein" zu sagen. In Gegenwart anderer malen sie den Teufel an die Wand oder sprechen über ihr eigenes Unglück oder das der anderen.

Sie beklagen sich bei anderen über die Ungerechtigkeit der Welt und sind verbittert, daß es das Schicksal so schlecht mit ihnen meint. Dadurch sind sie bei anderen wenig beliebt.

Angesichts dieser Nachteile kann man dem Philosophen Karl Popper nur zustimmen, wenn er sagt:

Nichts ist verantwortungsloser als Pessimismus.

Haben Sie sich bei der Beschreibung der Pessimisten wiedergefunden? Machen Sie ähnliche Erfahrungen? Wenn ja, würden Sie nicht lieber heute als morgen in das Lager der Optimisten überwechseln? Ich glaube schon.

Möglicherweise haben Sie jedoch noch einige ernsthafte Vorbehalte. Sie haben vielleicht, wie viele Menschen, handfeste Vorurteile gegenüber dieser Geisteshaltung, Vorurteile, die Sie daran hindern könnten, Ihre pessimistische Sichtweise zugunsten einer optimistischen aufzugeben.

Schauen wir uns deshalb häufig anzutreffende Vorurteile etwas genauer an und überlegen, ob sie eine Berechtigung haben.

Seite 4/20 Vorurteile gegenüber Optimisten


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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