Warum bist du oft so viel härter zu dir selbst als zu anderen? Ein kurzer Impuls darüber, woher deine inneren Antreiber kommen – und wie du lernst, sie realistischer und hilfreicher zu steuern.
PAL Mindsnacks ist die psychologische Video-Kolumne für Menschen in der Lebensmitte, die sich selbst besser verstehen wollen und Orientierung für ihr Fühlen und Handeln suchen. In kurzen und einleuchtenden Impulsen gibt die erfahrene Psychologin Heike Abt Antworten auf Fragen des Lebens – alltagsnah, stärkend und auf Augenhöhe.
In dieser Folge geht es um die kritischen Stimmen im eigenen Kopf und die Frage: Warum sind sie oft so hart, antreibend oder sogar feindlich? Und wie kann ich lernen, realistischer und mit mehr Selbstmitgefühl mit mir umzugehen?
Kennt ihr das auch, dass Stimmen in eurem Kopf mit euch sprechen – und nicht wie gute Freunde oder Freundinnen klingen, sondern eher wie harte Kritiker? Sie sagen: Sei schneller, mach’s besser, beeil dich, du musst perfekter sein, das reicht noch nicht! Dann seid ihr in guter Gesellschaft, denn solche Stimmen haben wir alle im Kopf.
Ich möchte das gern psychologisch einordnen: Wo kommt das eigentlich her? Wir sind keine Einzelwesen, sondern auf Gemeinschaft angewiesen – ohne andere geht es nicht. Deshalb wollen wir so funktionieren, dass wir ein wertvoller Teil der Gruppe sind, anerkannt werden und gemocht werden. Es entstehen innere Antreiber, die sagen: Mach es gut und richtig, damit du dich einfügen kannst, damit andere sich auf dich beziehen und mit dir interagieren wollen.
Diese Stimmen können jedoch dysfunktional werden. Beim Perfektionismus zum Beispiel geht es dann nicht mehr nur darum, etwas gut zu machen, sondern darum, keine Fehler zuzulassen. Ich glaube, ich müsse immer perfekt sein, habe Stress, Angst vor Fehlern und entwickle vielleicht sogar Burnout-Gefühle oder depressive Verstimmungen. Dann sind diese Stimmen nicht mehr hilfreich, um in der Gemeinschaft zu bestehen – sie machen mich dauerhaft klein und setzen mich unter Druck.
Was können wir also tun, wenn wir merken, dass es in diese Richtung geht? Zuerst müssen wir es überhaupt bemerken. Das heißt: dem eigenen Denken zuhören. Was passiert da in meinem Kopf, und ist das hilfreich für mich oder eher nicht? Wenn es nicht hilfreich ist: Stopp! Dann gilt es, diese Gedanken bewusst zu unterbrechen und sich im nächsten Schritt zu fragen: Was sind eigentlich realistische Ziele? Setze ich mich hier unter Druck, verlange ich null Fehler, 150 Prozent? Oder kann ich ein Ziel formulieren, das ich auch bei anderen als ausreichend ansehen würde?
Außerdem brauchen wir Mitgefühl – für uns selbst und auch für diese inneren Stimmen. Denn sie gehören dazu, wir alle haben sie und wir werden immer wieder mit ihnen konfrontiert sein. Aber wir können etwas tun: indem wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten und uns realistische Ziele setzen.
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