Zu viele Nachrichten, zu viele Krisen, zu viele Gefühle. Oder gar keine mehr? In diesem Videoimpuls erfährst du, wie du deinen Nachrichtenkonsum steuerst, emotionale Überreizung vermeidest und trotzdem informiert bleibst.
PAL Mindsnacks ist die psychologische Video-Kolumne für Menschen in der Lebensmitte, die sich selbst besser verstehen wollen und Orientierung für ihr Fühlen und Handeln suchen. In kurzen und einleuchtenden Impulsen gibt die erfahrene Psychologin Heike Abt Antworten auf Fragen des Lebens – alltagsnah, stärkend und auf Augenhöhe.
Diese Folge erklärt, warum die heutige Nachrichtenflut unser Nervensystem stärker belastet als früher: Was hat sich in den Medien verändert und wie kann ich reagieren?
Schaut ihr eigentlich noch Nachrichten? Ich höre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer häufiger, dass viele Menschen das nicht mehr tun. Die Weltlage und die damit verbundene Nachrichtenflut empfinden viele als zu viel. Wir bewegen uns gefühlt von einer Krise in die nächste. Gleichzeitig hat sich die Art, wie wir Nachrichten konsumieren, im Vergleich zu früher deutlich verändert.
Zum einen stehen uns heute deutlich mehr Nachrichten auf sehr unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung. Nachrichten erreichen uns nicht mehr nur zu festen Zeiten, etwa abends in der Tagesschau oder den Heute-Nachrichten, sondern zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie tauchen auf dem Smartphone oder Bildschirm auf, oft ungefragt und mitten in andere Tätigkeiten hinein.
Hinzu kommt eine stärkere Emotionalisierung. Nachrichten konkurrieren miteinander um Aufmerksamkeit und sind häufig dramatischer aufbereitet, um geklickt und gesehen zu werden. Die Vielzahl an Bildern und Videos verstärkt diese Wirkung zusätzlich und kann zu einer intensiveren emotionalen Betroffenheit führen.
Das bleibt nicht ohne Folgen. Manche Menschen reagieren mit Übererregung, Stress oder innerer Unruhe, andere schalten emotional ab und spüren kaum noch etwas. Mit diesen Reaktionen seid ihr nicht allein – vielen geht es derzeit ähnlich. Umso wichtiger ist es, einen bewussten und gesunden Umgang mit Nachrichten und der aktuellen Weltlage zu finden.
Ein erster Schritt ist die sorgfältige Auswahl der Nachrichtenquellen – das ist allerdings ein eigenes Thema und nicht primär psychologisch. Entscheidend ist vor allem, dass ihr selbst bestimmt, wann ihr Nachrichten konsumiert. Es kann hilfreich sein, automatische Benachrichtigungen auszuschalten, um nicht überrascht oder unterbrochen zu werden. Entweder ihr widmet euch bewusst den Nachrichten oder ganz dem, was ihr gerade tut.
Ebenso wichtig ist die Frage nach der richtigen Dosis: Wie viel Information könnt ihr tatsächlich verarbeiten? Manche Menschen empfinden geschriebene Nachrichten als leichter verdaulich als Bild- oder Videomaterial. Ziel ist es, informiert zu bleiben und dabei noch etwas fühlen zu können – ohne sich zu überfordern oder nur noch mechanisch Informationen aufzunehmen.
Ein letzter, zentraler Punkt: Macht das nicht allein. Wir sind ko-regulative Wesen, unsere Nervensysteme beruhigen sich im Kontakt mit anderen. Der Austausch mit vertrauten Menschen hilft, Belastendes besser einzuordnen und Stress zu reduzieren. Sprecht über das, was euch bewegt, und teilt eure Gedanken mit Menschen, die euch wichtig sind und ähnlich betroffen sind.
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