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Depressionen machen sich in unseren Gedanken, in unserem Körper, in unseren Gefühlen und unserem Verhalten bemerkbar.
Anzeichen für Depressionen in unseren Gedanken:
Anzeichen für Depressionen in unserem Körper:
Anzeichen für Depressionen in unseren Gefühlen:
Anzeichen für Depressionen in unserem Verhalten:
Es ist ganz normal, für eine gewisse Zeit auf Enttäuschungen, Verletzungen und Verluste (Partner, Arbeitsplatz, Gesundheit) deprimiert zu reagieren.
Alarmierend wird es dann,
Machen Sie den Psychotherapie Test, um festzustellen, ob für Sie eine Therapie sinnvoll wäre.
Nur ein sehr geringer Prozentsatz der Depressionen ist genetisch bedingt, wie etwa die manisch-depressive Störung.
Die meisten Depressionen sind auf mangelnde seelische Bewältigungsstrategien zurückzuführen. Zu den seelischen Bewältigungsstrategien zählt z.B. die Fähigkeit, mit Ablehnung und Kritik umzugehen, mit Verlusten fertig zu werden, Konflikte ertragen und austragen zu können, usw.
Verlieren wir z.B. unsere Stelle, glauben wir vielleicht, nie mehr eine Anstellung zu bekommen. Trennt sich unser Partner von uns, glauben wir, ohne seine Liebe nicht leben zu können oder nie mehr einen Partner zu finden. Unterläuft uns ein Fehler, halten wir dies für unverzeihlich und sehen uns als unfähigen Menschen und Versager.
Alle Menschen haben Probleme. Alle Menschen erleiden Verluste. Alle Menschen sind Kritik ausgesetzt, alle Menschen erleiden Fehlschläge und Niederlagen. Alle Menschen stoßen immer mal wieder auf Ablehnung. Warum sind dann nicht alle Menschen depressiv? Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort:
Es sind nicht die Bedingungen, unter denen wir leben, die über unsere Gefühle bestimmen, sondern die Art und Weise, wie wir mit den Bedingungen umgehen. Es ist unsere Art der seelischen Bewältigung, die darüber entscheidet, wie wir emotional reagieren, ob wir depressiv werden oder über das Problem hinwegkommen.
Die Tatsache, dass Menschen in ein und derselben Situation ganz unterschiedlich reagieren (manche reagieren ärgerlich, andere ruhig, wieder andere enttäuscht und manche reagieren verzweifelt), zeigt, dass nicht die Situation depressiv macht, sondern unsere Gedanken über die Situation.
Genetisch bedingte Depressionen sollten mit einer Kombination aus Medikamenten und einer Psychotherapie behandelt werden.
Bei leichten und mittelschweren Depressionen, die auf mangelnde Bewältigungsstrategien zurückzuführen sind, können Sie sich selbst helfen, etwa mit Hilfe eines Depressions- Ratgebers.
Wenn Sie jedoch keine Energie haben, Sie sich schlecht konzentrieren, sich nur schwer etwas merken können, Ihre Depressionen sehr stark sind, Sie chronisch depressiv sind und die Gefühle der Hoffnungslosigkeit überwiegen, dann sollten Sie sich psychotherapeutische Unterstützung holen.
Hier einige Selbsthilfe Strategien und Ratschläge:
1. Treiben Sie leichten Sport - unbedingt ausprobieren!
Regelmäßige körperliche Bewegung in Form von Walking oder leichtem Joggen verbessert Ihre Stimmung erheblich! Untersuchungsergebnisse zeigen, dass wir nur durch regelmäßige körperliche Bewegung Depressionen lindern oder gar überwinden können. Körperliche Bewegung verschafft Ihnen das Gefühl, etwas bewirken zu können. Gleichzeitig tanken Sie im Freien Licht, was Ihre Stimmung zusätzlich aufhellt. Besonders geeignet sind Gartenarbeiten, Spaziergänge, Walken und Jogging (mindestens zwei Stunden pro Woche, 30 Minuten pro Einsatz).
2. Nehmen Sie ein Johanniskrautpräparat - unbedingt ausprobieren!
Pflanzliche Präparate wie das Johanniskraut sind bei leichten bis mittelschweren Depressionen ebenso wirksam wie klassische Antidepressiva, haben aber so gut wie keine Nebenwirkungen. Bereits nach zwei bis drei Wochen ist eine Besserung zu verspüren. WICHTIG: Johanniskraut-Präparate sollten vom Hausarzt verordnet werden, da viele der in Supermärkten oder im Internet erhältlichen Johannisktaut-Präparate zu niedrig dosiert sind.
3. Neue Lebenseinstellungen und Konfliktlösungsstrategien
Hinter vielen Depressionen verbergen sich negative Bewertungen, die depressiv machen. Beispielsweise sehen wir etwas schlimmer, als es in Wirklichkeit ist, sehen uns als hilfloser, als wir es tatsächlich sind, sehen etwas als ausweglos an, wo es Hoffnung gibt.
Deshalb sollten Sie alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten oder einer Selbsthilfegruppe Ihre Bewertungen überprüfen: Ist es wirklich so, wie ich es sehe? Wo sind meine Beweise? Gibt es wirklich keine Hoffnung? Ist es wirklich so schlimm? Wird es wirklich für alle Zeiten so bleiben? Würden alle Menschen so reagieren wie ich?
Ihre Depressionen sind das Resultat Ihrer negativen Bewertung.
Reagieren Sie depressiv, weil Sie Angst haben, eigene Wünsche zu äußern, Ablehnung fürchten, dann sollten Sie lernen, Wünsche und Meinungen zu äußern. Sie fühlen sich dann weniger ausgenutzt und als Opfer und bekommen mehr von dem, was Sie sich wünschen.
Rührt Ihre Depression daher, dass Sie sich selbst abwerten und verurteilen, dann sollten Sie lernen, sich selbst mehr anzunehmen, Ihre Fehler zu akzeptieren und perfektionistische Anforderungen an sich abzulegen.
Depressive Gefühle sind kein Beweis dafür, dass alles ausweglos ist, sondern nur, dass Sie die Situation und sich negativ bewerten. Sie weisen uns darauf hin,
dass wir etwas verloren haben, wovon wir überzeugt sind, es zu brauchen.
dass wir im Augenblick keine Lösung und Hoffnung für unsere Lage sehen.
dass wir uns ablehnen und verurteilen.
dass wir von uns oder anderen etwas erwarten, was unrealistisch ist.
4. Lenken Sie Ihren Blick auf Positives oder Neutrales
Wenn Sie depressiv sind, kreisen Ihre Gedanken um die Situation, die Sie als hoffnungslos und unerträglich ansehen. Sie stellen vielleicht immer wieder Fragen wie etwa: Warum musste das mir passieren? Wie soll ich ohne ... weiterleben? Wie soll ich das aushalten?
Gute-Laune Fragen können Ihnen helfen, eine neue Blickrichtung und Lösungen für Ihre Situation zu finden: Was genau kann ich tun, um meine Situation zu meiner Zufriedenheit zu ändern? Wer kann mir dabei helfen? Wie haben andere diese Situation bewältigt? Wo habe ich früher schon einmal eine solche Situation gut bewältigt? Was hat mir damals geholfen?
5. Setzen Sie sich kleine und überschaubare Ziele für jeden Tag
In einer depressiven Krise brauchen Sie Geduld mit sich. Selbstvorwürfe und allzu große Erwartungen verstärken Ihre depressiven Gedanken und Gefühle. Geben Sie sich "mildernde Umstände" und treffen Sie keine großen Entscheidungen. Hilfreich ist es, sich kleine Tagesziele zu setzen, sich kleine Aktivitäten vorzunehmen und sich dafür zu loben und belohnen.
6. Antidepressiva
Es gibt eine Reihe verschiedener Antidepressiva, die in der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden. Die bekanntesten sind:
Wie diese wirken und welche Nebenwirkungen diese haben, darüber mehr in den Informationen über Antidepressiva. Beachten Sie bitte vor der Einnahme von Antidepressiva: für die Behandlung von leichten und mittelschweren Depressionen ist eine Therapie sinnvoller und wirksamer. Auf keinen Fall sollten Sie nur Antidepressiva nehmen, sondern begleitend dazu eine psychologische Behandlung machen.
Scheuen Sie sich nicht, sich psychotherapeutische Unterstützung zu holen. Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse können Sie mit Ihrer Versicherungskarte direkt einen von den Krankenkassen zugelassenen psychologischen Psychotherapeuten aufsuchen.
© 2003-2010 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Hilfe bei Depressionen - Ursachen und Behandlung von Depressionen - chronisch depressiv
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