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Nicht jammern und klagen - handeln!

Pflanze schafft Durchbruch

Klagen und jammern ändert nichts. Nur Handeln und der Wille zur Veränderung bewirken etwas zum Besseren. Bild © Roman Sakhno - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf Psychotherapeutin

Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie treffen einen Bekannten oder Verwandten und fragen ihn, wie es ihm geht.

Er beginnt, über irgendetwas zu klagen (seine Gesundheit, seinen Job, seine Kinder, die Nachbarn, die Politik, das Wetter, die Wirtschaftslage, ...) und sofort setzen Sie nach und beginnen, in dieses Klagelied einzustimmen.

Ja, vielleicht bemühen Sie sich sogar noch, ihn in seinen Klagen zu übertreffen: „Das ist noch gar nichts. Weißt du, was mir passiert ist ....“

Gewöhnlich tut es uns zuerst einmal gut, zu jammern, zu klagen und uns zu beschweren. Wir fühlen uns quasi vereint im Leid.

Und indem wir über unsere Unzufriedenheit, Enttäuschungen und Besorgtheit sprechen, wird es uns vielleicht auch ein bisschen leichter.

Durch das Jammern bekommen wir von anderen in der Regel Aufmerksamkeit, Zuwendung und vielleicht auch Trost.

Die Zuwendung, die wir durch das Jammern bekommen, ist nur ein Trostpreis. Langfristig schadet uns das Klagen und Jammern.

Durch das Klagen und Jammern begeben uns in eine Opferrolle und natürlich ändert sich nichts durch unser Klagen.

Klagen und Jammern ist wie in einem Schaukelstuhl zu sitzen. Man verbraucht Energie, um den Schaukelstuhl in Bewegung zu halten, kommt aber trotzdem nicht vom Fleck.

Jammern und Klagen sind Energieverschwendung.

Und ehrlich gesagt, sind Menschen, die ständig jammern und klagen, auch keine Stimmungskanonen.

Sie verderben anderen eher die gute Laune und ziehen einen runter.

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Warum jammern Menschen?

Wir Menschen unterscheiden uns darin, wie mir mit einer misslichen oder unfairen Lage bzw. mit Kummer umgehen.

Manche Menschen betrachten ihre Probleme und Sorgen als eine rein private Angelegenheit, die nur sie selbst etwas angehen und mit denen sie ganz alleine klarkommen wollen.

Andere wiederum lassen ihr Umfeld an ihrem Unglück teilhaben - sie jammern über ihre Situation. Wie werden wir zu Jammerern?

Viele Ursachen können dazu führen, dass wir über unsere Situation jammern. Beispielsweise:

Nachteile der Angewohnheit, zu klagen und jammern

Jammern und Klagen aufgeben - wie lernt man das?

Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass Ihnen das Jammern und Klagen schadet. Sich ab und zu mal über Dinge zu beschweren und zu jammern, die Ihnen nicht gefallen, kann entlastend sein.

Wenn Sie sich jedoch dabei ertappen, dass Sie jedes Gespräch mit Klagen füllen oder sogar auch, wenn Sie alleine sind, mit dem Schicksal hadern, dann sollten Sie das Jammern aufgeben.

1. Entscheiden Sie sich bewusst dafür, nach den Dingen in Ihrem Leben zu suchen, die gut laufen.

Womit sind Sie zufrieden? Was entspricht Ihren Vorstellungen? Wofür können Sie dankbar sein? Dann werden Sie auch die damit verknüpften positiven Gefühle wie z.B. Freude und Dankbarkeit verspüren.

2. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie im Leben möchten und wie Sie es erreichen können.

Jammern ist Energieverschwendung und ein Energieräuber. Nutzen Sie Ihre Energie lieber, aktiv nach Lösungswegen zu suchen. Dann verspüren Sie Hoffnung und bekommen wieder Kontrolle über Ihr Leben. Loben Sie sich für jeden kleinen Schritt, den Sie vorankommen.

3. Meiden Sie Menschen, die nur jammern oder lenken Sie im Beisein dieser Menschen das Gespräch bewusst auf andere Themen.

Jammern und Klagen kann genauso ansteckend sein wie eine Grippe. Unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner und unterhalten sich mit ihm über etwas Positives.

4. Wenn Sie mit etwas in Ihrem Leben unzufrieden sind, dann ändern Sie es. Wenn das nicht geht, dann ändern Sie Ihre Einstellung dazu.

Statt Ihre Aufmerksamkeit auf Probleme zu lenken und sich dadurch zu lähmen, halten Sie Ausschau nach Lösungen. Suchen Sie gezielt nach Lösungsmöglichkeiten für Ihr Problem.

Fallen Ihnen keine Lösungen ein, dann ändern Sie Ihre Einstellung zu diesem Problem. Mehr dazu in Probleme - wie damit umgehen?


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu, in täglicher Meditation und der Kuchenbäckerei.


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