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Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie treffen einen Bekannten oder Verwandten und fragen ihn, wie es ihm geht. Er beginnt, über irgendetwas zu klagen (seine Gesundheit, seinen Job, seine Kinder, die Nachbarn, die Politik, das Wetter, die Wirtschaftslage, ...) und sofort setzen Sie nach und beginnen, in dieses Klagelied einzustimmen. Ja, vielleicht bemühen Sie sich sogar noch, ihn in seinen Klagen zu übertreffen: „Das ist noch gar nichts. Weißt du, was mir passiert ist ....“
Gewöhnlich tut es uns zuerst einmal gut, zu jammern, zu klagen und uns zu beschweren. Wir fühlen uns quasi vereint im Leid. Und indem wir über unsere Unzufriedenheit, Enttäuschungen und Besorgtheit sprechen, wird es uns vielleicht auch ein bisschen leichter. Durch das Jammern bekommen wir von anderen in der Regel Aufmerksamkeit, Zuwendung und vielleicht auch Trost. Und so kann es passieren, dass
Doch langfristig kann uns die Angewohnheit, uns auf das Negative in unserem Leben zu konzentrieren und es beim Klagen zu belassen, schaden. Und ehrlich gesagt, sind Menschen, die nur jammern, auch keine Stimmungskanonen. Sie verderben einem eher die Laune und ziehen einen herunter.
Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass Ihnen diese Gewohnheit schadet. Sich ab und zu mal über Dinge zu beschweren und zu jammern, die Ihnen nicht gefallen, kann sehr entlastend sein. Wenn Sie sich jedoch dabei ertappen, dass Sie jedes Gespräch mit Klagen füllen oder sogar auch, wenn Sie alleine sind, mit dem Schicksal hadern, dann sollten Sie etwas dagegen unternehmen.
1. Entscheiden Sie sich bewusst dafür, zum Ausgleich nach den Dingen in Ihrem Leben zu suchen, die gut laufen
Womit sind Sie zufrieden? Was entspricht Ihren Vorstellungen? Wofür können Sie dankbar sein? Dann werden Sie auch die damit verknüpften positiven Gefühle wie z.B. Freude und Dankbarkeit verspüren.
2. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie im Leben möchten und wie Sie es erreichen können.
Jammern ist Energieverschwendung und ein Energieräuber. Nutzen Sie Ihre Energie lieber, aktiv nach Lösungswegen zu suchen. Dann verspüren Sie Hoffnung und bekommen wieder Kontrolle über Ihr Leben. Loben Sie sich für jeden kleinen Schritt, den Sie vorankommen.
3. Meiden Sie Menschen, die nur jammern bzw. lenken Sie im Beisein dieser Menschen das Gespräch bewusst auf andere Themen.
Jammern kann genauso ansteckend sein wie eine Grippe. Unterbrechen Sie Ihren Gesprächspartner und unterhalten sich mit ihm über etwas anderes.
© 2010 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Jammern - Stöhnen - Klagen
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