Folge 4: Pflichtbewusstsein – wie viel davon tut dir gut?

Folge 4 des inspirierenden Life-Coaching-Podcasts von und mit Maja Günther

Folge 4: Pflichtbewusstsein – wie viel davon tut dir gut?
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Folge 4: Pflichtbewusstsein - wieviel davon tut dir gut?

Wie du aus Aufgaben und Anforderungen Herausforderungen machst

Kennst du das auch? Du wirst morgens wach und hast so viel zu tun, dass du gar nicht weißt, womit du zuerst anfangen sollst. Oder es gibt Dinge, die dir unangenehm sind und du schiebst sie von Tag zu Tag vor dir her. Du fühlst dich unter Druck und hast Pflichten im Nacken sitzen, die darauf warten erledigt zu werden.

Ganz allgemein haben Pflichten mit einem „Muß“ zu tun. Es sind Aufgaben, Forderungen oder Anforderungen, die an uns gestellt werden und derer wir uns nicht entziehen können. Pflichten können einen persönlichen Hintergrund haben, sie können aus der Situation entstehen oder sie haben soziale Hintergründe.

So gibt es zum Beispiel Gesetze, die wir zu befolgen haben. Hier ist die Pflichterfüllung sehr eindeutig. Halten wir uns nicht an Gesetze, werden wir bestraft.

Aber schon bei Pflichten, die aus einer Situation heraus entstehen, gibt es einen Erfüllungsspielraum. Wenn wir zum Beispiel einen Menschen in unserer Verwandtschaft haben, der Pflege braucht, können wir uns entscheiden, ob wir selbst mehr für ihn da sind, oder ob wir jemanden organisieren, der hilft, oder ob wir uns gar nicht darum kümmern. Hier empfinden wir eine Pflicht. Der eine mehr, der andere weniger.

Ähnlich ist es auch mit persönlichen Pflichten. Wenn wir zum Beispiel eine Weiterbildung machen, haben wir bestimmte Aufgaben zu meistern. Wann und wie wir diese meistern, bleibt aber uns selbst überlassen.

Dieser Spielraum fühlt sich für jeden Menschen anders an und jeder geht auch unterschiedlich damit um. Es hat damit zu tun, wie ich mich gegenüber der Aufgabe oder Anforderung fühle, beziehungsweise welches Bewusstsein ich der Anforderung gegenüber entwickle. Wie wichtig ist mir die Aufgabe, wie streng bin ich mit mir und wie sind die Anforderungen, die ich an mich selbst stelle?

Ziel ist es aus den Aufgaben und Anforderungen, Herausforderungen zu machen. Dazu müssen wir aber die Aufgaben annehmen, den Spielraum bewusst gestalten nach unseren Werten und Bedürfnissen.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Du siehst, dass es an der Zeit ist zuhause aufzuräumen und zu putzen. Wie sehr dir diese Pflicht Druck macht und du sie als Belastung wahrnimmst, hängt davon ab, wie du zu der Aufgabe stehst. Angenommen du bist ein Mensch, der sich im Chaos wohl fühlt, aber nicht im Dreck leben will, dann wird sich das Aufräumen schwer anfühlen. Du musst dich aufraffen und dich dazu zwingen, weil du es sauber haben willst und du weißt, dass das Putzen leichter geht, wenn es aufgeräumt ist. Vielleicht hast du auch noch deine Mutter im Ohr, die immer gesagt hat, dass du aufräumen sollst und du bekommst dazu noch ein Gefühl des Genervt sein.

Bist du dagegen ein Mensch, der ein großes Bewusstsein für seinen Körper und seine Gesundheit hat, dann kannst du die Aufgabe aufzuräumen vielleicht besser annehmen, in dem Bewusstsein, dass du dich beim Aufräumen und Putzen bewegst und somit gleichzeitig eine Art Work-out machst und etwas für dein Wohlbefinden tust. Dazu kommt der Genuss, dass die Wohnung wieder sauber ist und das Gefühl etwas geschafft zu haben.

Es ist kein Hexenwerk. Du hast lediglich die Perspektive gewechselt und die Aufgabe, die Pflicht mit deinen persönlichen Werten verbunden. Dazu brauchst du lediglich das Bewusstsein, was dir wichtig ist. Verbindest du die Dinge mit der Pflicht, wird die Pflicht von der Anforderung zur Herausforderung und fühlt sich leichter an.

Für Aufgaben, um die du nicht herum kommst, möchte ich dir ein Werkzeug vorstellen. Es nennt sich Eisenhower Matrix, da der ehemalige US Präsident es angewendet hat, um Aufgaben zu priorisieren und so Druck abzubauen.

Nimm dir ein Papier und einen Stift und male ein großes Quadrat darauf. Das Quadrat teilst du in vier Teile auf, indem du einmal längs in der Mitte des Quadrates eine Linie ziehst und einmal quer. Jetzt hast du vier gleichgroße Quadrate. In das Quadrat oben links schreibst du: „wichtig, aber nicht dringend“, rechts oben schreibst du:“wichtig und dringend“, links unten schreibst du: „weder wichtig noch dringend“ und rechts unten schreibst du: „nicht wichtig, aber dringend“.

Eine Aufgabe gilt dann als wichtig, wenn Sie der Zielerreichung dient. Eine Aufgabe, die dich keinem deiner Ziele näher bringt, gilt als unwichtig.

Dringend ist eine Aufgabe, wenn Sie an einem bestimmten Termin in der nahen Zukunft ihren Sinn verliert. Wenn es (in der näheren Zukunft) egal ist, wann du die Aufgabe erledigst, ist die Aufgabe nicht dringend.

Diese Matrix hilft dir, eine Prioritätenliste deiner Aufgaben und Pflichten zu erstellen. So kannst du lernen, zu unterscheiden, welcher Pflicht du wirklich nachgehen musst und welcher Pflicht du dich nur verpflichtet fühlst.

Schreibe deine Aufgaben in die jeweiligen Quadrate oder daneben. Alles was oben links steht, kannst du zum Schluss exakt terminieren und selbst erledigen. Die Dinge, die oben rechst stehen, musst du sofort selbst erledigen.Die Aufgaben von unten links musst du nicht bearbeiten und die von unten rechts darfst du delegieren.

Ich wünsche dir viel Spaß mit der Matrix und hoffe, dass du ein paar deiner Pflichten auf die leichtere Schulter nehmen kannst. Jongliere mit der neuen Sichtweise und mache aus den Anforderungen Herausforderungen, die dir persönlich etwas bringen.

Deine Maja Günther!

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