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Gehe allen Problemen aus dem Weg.

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So gehst du vor: Steck bei beruflichen und privaten Problemen den Kopf in den Sand und hoffe, dass sie sich von alleine erledigen. Drücke dich vor Konflikten und Auseinandersetzungen, gib einfach nach und geh den Weg des geringsten Widerstandes. Gehe klärenden Gesprächen in der Partnerschaft oder im Beruf aus dem Weg. Meide Aufgaben, die dir unangenehm sind, auch wenn sie dich voranbringen könnten. Rede dir ein, dass du zu schwach bist und sie zu schwierig sind. Mehr Bewegung täte dir gut? Morgen vielleicht, heute hast du Wichtigeres zu tun. Lass mühselige oder unangenehme Arbeiten liegen und hoffe, eines Tages werden die Heinzelmännchen sie für dich erledigen. Dich nervt ein Verhalten deines Partners? Bloß nichts sagen. Runterschlucken. Dir schuldet noch jemand Geld? Erinnere ihn bloß nicht daran. Irgendwann wird er es dir schon von sich aus geben. Du hast eine schlechte Angewohnheit, durch die du dir immer wieder Probleme einhandelst? Kapituliere und gib ihr nach.

Was du mit dieser Strategie bei dir anrichtest: Die meisten Probleme lösen sich nicht von selbst - im Gegenteil, sie werden größer, unangenehmer und bedrohlicher. Je mehr du den Kopf in den Sand steckst, umso mehr werden aus anfänglich kleinen Unannehmlichkeiten Monster, die ständig an dir nagen und dich aufzufressen drohen. Du hast ständig ein schlechtes Gewissen, verspürst ständig einen inneren Druck, der dich nicht zur Ruhe kommen und immer an das Problem denken lässt. Und dann ist da noch die Angst, dein Vermeidungsverhalten könnte unangenehme Folgen für dich haben - was sich ja immer wieder mal bewahrheitet.

Das Dümmste, was du tun kannst, wäre, diese Probleme unmittelbar anzupacken und nach einer Lösung zu suchen. Dann hättest du nämlich wieder den Kopf frei für die schönen und erfreulichen Dinge in deinem Leben.

Merke dir: Richtig unter Druck, hilflos und als Opfer kannst du dich nur fühlen, wenn du deine Problem lediglich anstarrst, darüber grübelst, aber nichts unternimmst. Nur wenn du dich damit begnügst darüber zu klagen, anstatt sie in Angriff zu nehmen, geht es dir schlecht und hast Schuldgefühle, weil du nichts unternimmst. Wenn du dagegen beginnst, dich zu fragen: Wie kann ich das Problem lösen? Wer kann mir helfen? Gibt es etwas Positives an dem Problem?, dann wirst du voller Tatendrang aktiv werden und das Problem aus der Welt schaffen.

© 2003-2010 Dr. Doris Wolf & Dr. Rolf Merkle - Umgang mit Problemen
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