Kraftquellen für den Alltag 1: Sich im Jetzt annehmen

Um gesund zu bleiben, kommt es nicht nur darauf an, sich gesund zu ernähren. Ebenso wichtig ist es, die geistige Nahrung in Form positiver und lebensbejahender Gedanken. In dieser Beitragsserie erhältst du Inspirationen für deiin heute und deine Zukunft.

Kraftquellen für den Alltag 1: Sich im Jetzt annehmen
© PAL Verlag

In diesem Beitrag stellen wir dir positive Gedanken vor, die für uns von großer Bedeutung sind. Auch wir lassen uns manchmal von negativen Erfahrungen beeinflussen; auch wir sind mit uns manchmal unzufrieden und fühlen uns ärgerlich, enttäuscht oder unwohl. In solchen Augenblicken greifen wir ganz bewusst zu den nachfolgenden Gedankenschätzen, mit denen wir uns auf andere Gedanken und damit in eine andere innere Gestimmtheit bringen, wenn es uns nicht gut geht.

In dieser ersten Folge geht es darum zu lernen, wie du mit Selbstannahme, Wertschätzung, Dankbarkeit und weiteren positiven und stärkenden Geisteshaltungen deinen Ist-Zustand im Hier und Jetzt verbessern kannst. In den zweiten Folge geht es um einen positiven Blick in die Zukunft – egal, welche Herausforderungen das Leben für dich bereithält.

Wir wünschen dir, dass die Kraftquellen eine große Hilfe in deinem Alltag sind. Lass dich inspirieren, dir Mut machen und dich in eine gute Stimmung versetzen.

Positives Echo

Eines Tages verbot eine Mutter ihrem Jungen etwas, was er sich sehr wünschte. Der Junge rannte wütend aus dem Haus und rief: "Ich hasse dich, ich hasse dich." Aus dem nahe gelegenen Wald kam zurück: "Ich hasse dich, ich hasse dich."

Da rannte der Junge verängstigt zu seiner Mutter zurück und rief aufgeregt: "Mama, da ist ein Junge, der sagt, dass er mich hasst!" 

Die Mutter nahm ihren Sohn bei der Hand, ging mit ihm wieder vor das Haus und sagte ihm liebevoll: "Sag ihm laut: Ich liebe dich, ich liebe dich." 

Ihr Sohn folgte ihrem Rat und rief es in den Wald hinein. Und zurück kam: "Ich liebe dich, ich liebe dich."

Senden wir Argwohn und Misstrauen aus, dann werden uns andere Menschen ebenso begegnen. Senden wir dagegen ein Lächeln oder ein freundliches Wort, so werden wir dies sehr oft auch zurückbekommen. Ein freundliches Wort, ein Kompliment oder ein Lächeln gehen nicht verloren. Sie kehren immer wieder zu uns zurück.

Manchmal müssen wir etwas verlieren, um seinen Wert erst richtig zu entdecken.

Wertschätzung

Wenn alles gut läuft, wir weder seelische noch körperliche Schmerzen haben, dann gehen wir meist sehr gedankenlos und achtlos mit diesem Besitz um. Wir tun dann so, als habe uns jemand ewige Gesundheit und all die anderen Annehmlichkeiten garantiert, mit denen wir uns im Alltag umgeben. Schon so kleine Dinge wie eine verstauchte Hand oder ein heftiger Schnupfen machen uns jedoch schmerzlich bewusst, wie wertvoll der Besitz einer gesunden Hand und Nase doch war.

Warum also nicht immer mal wieder innehalten und sich bewusst machen, wofür wir dankbar sein könnten. Das steigert nicht nur unser Wohlbefinden, indem uns klar wird, wie "reich" wir eigentlich sind. Wir schätzen diesen Reichtum dann auch mehr und gehen sorgsamer mit ihm um.

Achtsamkeit

Wenn wir unzufrieden sind, dann geht es uns wie jenem Mann, der sich darüber beklagt, dass er keine Schuhe hat, bis er jemanden trifft, der keine Beine hat.

Wir alle besitzen so viel, über das wir uns freuen und für das wir unendlich dankbar sein könnten. Wir halten es jedoch für selbstverständlich, dass wir etwas zwei Arme und Beine haben, dass wir sehen, hören, riechen und schmecken können. Wenn wir unsere Zufriedenheit steigern oder erhalten wollen, dann sollten wir uns von Zeit zu Zeit in Erinnerung rufen, wie "reich" wir sind.

Unzufriedenheit ist die Strafe dafür, dass wir nicht mit dem zufrieden sind, was wir besitzen.

Glücklich ist, wer im Alltäglichen das Wunderbare sieht.

 

Dankbarkeit

In der Regel betrachten wir alles, was uns umgibt, als selbstverständlich und schätzen es deshalb nicht besonders. Wer von uns erfreut sich noch an einem Sonnenaufgang? Wer hört noch bewusst zu, wenn die Vögel zwitschern? Wer von uns nimmt noch den kleinen Käfer am Wegrand wahr oder bewundert die Kraft, die in einem winzigen Samen steckt?

 

Alles im Leben ist ein Wunder. Wenn wir uns dafür öffnen, dann bereichern wir unser Leben, und wir empfinden eine tiefe Befriedigung und ein Glücksgefühl, wie es ein Pelzmantel oder ein neues Auto uns niemals geben können. Wenn wir im Alltäglichen die kleinen und großen Wunder sehen, brauchen wir keine Sensationen, um unser Leben zu bereichern oder aufregend zu machen. Das Leben selbst ist aufregend und spannend, wenn wir dafür offen sind.

Unser inneres Kind

Unsere Eltern haben uns mit Erfolg beigebracht, dass das Leben eine (tod-)ernste Sache ist, in der kein Platz für Späße und Spontaneität ist. "Sei nicht so kindisch, sonst wirst du nie erwachsen!", mussten sich viele von uns anhören. Aber haben wir gut daran getan, erwachsen zu werden und das kleine Mädchen oder den kleinen Jungen in uns verkümmern zu lassen? Haben wir gut daran getan, die Spontaneität, Neugierde und Abenteuerlust aus unserem Leben zu verbannen?

Nein. Leben heißt Spaß haben und Spaß haben kann nur, wer nicht alles so furchtbar ernst nimmt und sich über Zwänge und Normen hinwegsetzt. Gehen wir das Risiko ein, von anderen belächelt zu werden, und haben wir dabei unseren Spaß. Sollen die anderen sich ruhig wie Erwachsene benehmen – und sich langweilen.

Das Kind in uns kann unser Leben bereichern.

Wenn wir nicht an uns selbst glauben, können wir nicht erwarten, dass es andere tun.

Selbstvertrauen

Wenn wir an uns und unseren Fähigkeiten zweifeln, wenn wir uns für unbegabt, dumm oder hilflos halten, dann strahlen wir eine Unsicherheit aus, die andere spüren. Die Folge: Andere trauen uns auch nichts zu und wir werden oft übergangen, ausgenutzt oder benachteiligt. Deshalb sollten wir uns nicht über das fehlende Vertrauen der anderen beklagen, sondern bei uns selbst beginnen, indem wir unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl stärken. Je mehr wir von uns und unseren Fähigkeiten überzeugt sind, umso mehr glauben wir an uns, umso mehr Selbstsicherheit strahlen wir aus und umso mehr glauben auch andere an uns.

Wenn wir von anderen anerkannt und gemocht werden möchten, dann müssen wir zuerst uns selbst annehmen und uns mögen. Wenn wir uns ändern, dann ändern sich auch unsere Mitmenschen und unsere Lebensbedingungen.

Selbstverwirklichung

Von klein auf versuchen andere, uns vorzuschreiben, wie wir zu leben haben. Da wir alle gemocht und anerkannt werden wollen, gewöhnen wir uns an, es anderen Recht zu machen. Wir wagen es kaum noch, so zu leben, wie wir es uns wünschen und vorstellen, und richten uns viel zu sehr nach den anderen. Dabei vergessen wir jedoch: Wenn wir so leben, wie andere es für richtig halten, dann leben wir nach einem Fahrplan, der auf die Wünsche und Bedürfnisse der anderen zugeschnitten ist, und der deshalb vielleicht an unseren Lebenszielen und Träumen vorbeigeht.

Deshalb muss jeder von uns selbst entscheiden, wie er leben will, was für ihr wichtig ist und welche Ziele er hat. Hilfreich ist es, mit folgender Frage zu beginnen: Was würde ich bereuen, in meinem Leben nicht getan oder gesagt zu haben, wenn ich am Ende meines Lebens zurückblicke? Die Antwort auf diese Frage ist ein guter Anfang für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben.

Das Leben ist ein verlorenes Gut, wenn wir unsere Träume nicht leben. 

Verschiebe dein Leben nicht auf morgen. Lebe heute!

Bewusst leben

Wenn wir sechzig Jahre alt sind, dann haben wir 21.915 Tage gelebt. Bei durchschnittlich acht Stunden Schlaf pro Tag haben wir davon ganze 7305 Tage verschlafen. Es bleiben also nur noch 14.610 Tage, die wir bewusst erleben und an denen wir uns erfreuen können. Das ist nicht viel, oder? Und wie viele Tage davon lassen wir achtlos verstreichen, indem wir uns über die Zukunft sorgen oder das Leben und unsere Träume auf einen fernen Tag in der Zukunft aufschieben.

Sein Leben so erfüllt und befriedigend wie nur möglich zu leben, bedeutet, jeden Tag so leben, als wäre er der letzte. Die Wahrheit ist nämlich: Wir alle haben nur diesen einen Tag. Die Vergangenheit, das Gestern, ist für jeden von uns vorbei. Die Zukunft, das Morgen, ist für jeden von uns nur ein Versprechen. Alles, was wir haben, ist das Heute, diesen Augeblick. Leben und schätzen wir ihn, damit wir nicht sterben, ohne je gelebt zu haben. Wir alle sterben zwar, nur wenige Menschen aber haben auch wirklich gelebt.

Positives Selbstbild

Das Bild, das wir von uns haben, bestimmt unsere Persönlichkeit. Das bedeutet: Solange wir uns als schüchterne und gehemmte Menschen sehen, solange bleiben wir auch schüchtern und sind gehemmt. Wenn wir uns aber sehen, wie wir selbstsicher auftreten, uns vorstellen, wie wir selbstbewusst denken, fühlen und handeln, dann entwickeln wir auch eine selbstbewusste Persönlichkeit.

Je mehr wir also uns ausmalen, wie wir denken, fühlen und handeln möchten, je mehr wir uns vorstellen, der zu sein, der wir sein möchten, um so mehr werden wir zu dieser Person. Was wir uns vorstellen, wird Wirklichkeit – im Positiven wie im Negativen.

Sieh dich nicht, wie du bist, sondern wie du in Zukunft sein möchtest.

Sei dir selbst dein bester Freund und nicht dein schlimmster Feind.

Selbstliebe

Wie oft stehen wir uns selbst im Weg, wenn es um unser Glück und unseren Erfolg geht? Wie viele Chancen und Möglichkeiten lassen wir ungenutzt vorbeiziehen, nur weil wir dem anderen misstrauen? Das meiste Leid, das wir erfahren, haben wir uns selbst zugefügt, weil wir uns selbst mehr ein Feind als ein Freund sind. Wären wir uns selbst ein Freund, würden wir uns gut zureden, wenn uns der Mut verlässt, würden uns trösten, wenn wir verzweifelt sind, würden uns den Rücken stärken, wenn wir an uns zweifeln.

Wer sich selbst zum Freund hat, der kann nicht verloren gehen.

Wann schließt du Freundschaft mit dir?

Selbstsicherheit

Ich kann.

Diese beiden Worte entscheiden sehr oft über Erfolg oder Misserfolg. Wenn wir uns nämlich einreden, etwas nicht zu können, dann gehen wir an diese Sache entweder halbherzig heran oder versuchen es erst gar nicht. Beim ersten Hindernis oder Misserfolg geben wir auf und sagen: "Ich wusste ja, dass ich es nicht kann."

Die meisten erfolgreichen Menschen sind "Ich-kann-Denker". Sie gehen davon aus, dass sie alles, was andere vor ihnen erreicht haben, auch erreichen können. Und wenn noch nie jemand zuvor das erreicht hat, was sie sich vornehmen. Dann suchen sie nach einem Weg, das „Unmögliche“ möglich zu machen. Haben sie keinen Erfolg oder stellen nach vielen, vielen Anläufen fest, dass sie nicht ans Ziel gelangen, dann ist das in Ordnung. Sie wenden sich einem anderen Ziel zu und versuchen erneut ihr Glück.

Wenn wir an den Erfolg glauben, dann finden wir auch einen Weg zu ihm und haben die Kraft, die Steine auf der Straße zu unserem Ziel aus dem Weg zu räumen.

Ob du glaubst, dass du etwas kannst, oder glaubst, etwas nicht zu können, du hast immer Recht.

Erfolg

Unsere Einstellungen entscheiden zu einem Großteil über Erfolg oder Misserfolg. Halten wir uns für unbegabt, dumm oder unfähig, glauben wir, etwas nicht lernen oder beherrschen zu können, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir Recht behalten. Durch unsere negative Erwartungshaltung versuchen wir entweder erst gar nicht, eine Aufgabe zu meistern, oder wir geben zu früh auf, weil wir auftretende Probleme als einen Beweis dafür ansehen, dass wir mit unserer negativen Meinung Recht hatten.

War wir befürchten oder erwarten, bewahrheitet sich, da unsere Einstellungen gleichsam wie Magneten wirken, die das anziehen, was wir denken. Klagen wir deshalb nicht andere Menschen oder das Schicksal an, wenn wir nicht das bekommen, was wir uns wünschen, sondern schauen wir auf unsere Einstellungen.

Ein Fehler kann nicht alle guten Taten zunichte machen, die wir in unserem Leben gemacht haben.

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