In dieser Podcastfolge "Wecke deine Lebensfreude" geht es um einen wirksamen Gegenspieler von Stress: die Fähigkeit zur Resilienz. Maja Günther und Claudia Morgenstern stellen die 7 Säulen der Resilienz vor.
Wer das Immunsystem seiner Seele stärkt und resilienter macht, kann besser mit Konflikten, Druck und Anspannung umgehen, kurzum mit all dem, was Stress verursacht. Die Psychologin Claudia Morgenstern und die Coach Maja Günther erklären, was Resilienz in der Psychologie bedeutet, sprechen darüber, warum es uns oft so schwerfällt, sie in uns hervorzurufen, und stellen dir die "7 Säulen der Resilienz" nach Emmy Werner vor und zeigen, wie du sie aufbauen kannst. Am Ende geben sie dir eine einfache Gedankenübung mit auf den Weg: "Ich packe meinen Resilienzkoffer."
Der Begriff Resilienz kommt eigentlich aus der Materialwissenschaft und beschreibt die Fähigkeit von bestimmten Materialien und Stoffen, nach Belastung oder Verformung wieder in die ursprüngliche Form zurückzugehen. Ein anschauliches Beispiel ist ein Schwamm, der wieder in seine ursprüngliche Form geht, auch wenn man ihn komplett zusammendrückt.
Resiliente Menschen haben die Fähigkeit, nach einer Belastung oder Krise wieder in einen normalen Zustand zurückzufinden. Resilienz kann also als unsere innere Widerstandsfähigkeit oder auch als das Immunsystem unserer Seele bezeichnet werden.
Die gute Nachricht ist: Resilienz ist nicht angeboren, wir können sie uns in jeder Phase unseres Lebens aneignen und wachsen.
Um diesen Prozess zu verdeutlichen, können wir uns an die Krisen unserer Jugend erinnern, etwa den ersten Liebeskummer. Dachten wir damals, unsere Welt ginge unter, können wir heute, mit einigen Jahren Abstand, meist darüber lachen. Der Grund: Wir haben gelernt, mit solchen Krisen umzugehen.
Die Fähigkeit von Resilienz wirkt gegen Belastungen, Druck, Konflikte – kurzum, gegen alles, was uns stresst. Doch um Resilienz zu entwickeln müssen wir im ersten Schritt herausfinden, was uns genau stresst. Viele Menschen fällt diese Wahrnehmung nicht leicht und sie treffen falsche Schlussfolgerungen. Etwa dass sie ihren Stress auf das Arbeitspensum schieben, obwohl sie eigentlich unzufrieden mit ihrer Arbeit sind oder sich gegen Kollegen oder die Chefin nicht abgrenzen können. Reduzieren sie dann ihre Arbeit, werden sie den Stress nicht los und es gelingt ihnen auch nicht, innere Widerstandsfähigkeit aufzubauen.
Der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Resilienz ist herauszufinden, was dir wirklich Stress verursacht. Maja und Claudia verdeutlichen diesen Schritt anhand von Fallbeispielen aus ihrer therapeutischen Praxisarbeit.
Gründe für innere Unruhe und Anspannung gibt es viele. Hier einige Beispiele:
Dieses Modell geht zurück auf eine Studie der US-amerikanischen Psychologin Emmy Werner, die sie 1955 mit hawaiianischen Kindern durchgeführt hat, die unterschiedlichen Risikofaktoren ausgesetzt waren. Die Mehrzahl von ihnen entwickelten sich nicht so gut wie Kinder, die in einem risikoarmen Umfeld aufwuchsen. Aber etwa ein Drittel von ihnen schienen die Risikofaktoren nichts anzuhaben. Sie zeigten sich resilient. Emmy Werner forschte nach den Gründen dafür und entwickelte daraus die 7 Säulen der Resilienz. Wir stellen sie dir vor und geben konkrete Vorschläge, wie du sie aufbauen kannst.
annehmen, was ist und sich fragen, was veränderbar ist und was nicht. Ein Beispiel ist, eine Einschränkung zu akzeptieren. Nicht jede Idee kann umgesetzt werden, auch erleben wir immer wieder soziale und körperliche Einschränkungen. Was kannst du trotzdem noch erreichen? Wie kannst du deine Situation anpassen?
der Blick aufs Positive. Das Glas kann immer auch als halbvoll angesehen werden. Ein Perspektivenwechsel kann helfen, die Situation in einem besseren Licht zu sehen und so Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen.
Lösungswege finden für Herausforderungen und Probleme, die beeinflussbar sind. Wenn du zum Beispiel unzufrieden im Job bist, frage dich, wie du einen Ausweg aus dieser Situation finden kannst. Was kann dein Beitrag sein?
Schritt für Schritt vorangehen. Setze dir Ziele und frage dich, was du jetzt verändern kannst, um eine bessere Zukunft zu gestalten.
das Bewusstsein, die Zügel in der Hand zu haben. Gehe raus aus der Opferrolle und vertraue deinen eigenen Stärken. Und dann leg los.
Wer kann helfen? Du darfst Hilfe von anderen annehmen. Frage dich, wer dich bei was unterstützen kann.
die eigenen Gefühle regulieren und sich reflektieren. Nimm dich selbst ernst, mit allen deinen Gefühlen und Bedürfnissen, und schaff dir deshalb einen Raum für dich im Sinne der Selbstfürsorge.
Sicher kennst du das Kinderspiel "Ich packe meinen Koffer". So ähnlich funktioniert auch diese Übung. Packe deinen Koffer mit all dem, was dir innere Widerstandskraft gibt. Und merke dir, was darin ist.
Frage dich dazu:
• Wer ist in meinem Netzwerk?
• Welche Ressourcen bringe ich mit?
• Welche positiven Gedanken können mir helfen?
• Was sind meine Ziele?
Du findest alle Folgen des Podcasts hier zum Nachhören. Mehr zum Podcast selbst und über Maja und Claudia erfährst du hier.
Wohin führt mich mein Lebensweg? Wie gehe ich mit Veränderungen um? In dieser Folge des Podcasts "Wecke deine Lebensfreude" zeigt dir Maja Günther eine hilfreiche Vorstellungsübung, um deinen Weg zu visualisieren.
Vitamine für deine Seele. Darum geht es im inspirierenden Podcast von und mit Maja Günther zu den großen und kleinen Fragen des Lebens und zur Verbesserung der psychischen Gesundheit.
Willkommen zur Folge 1 des inspirierenden Podcasts von und mit Maja Günther.
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