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Persönliche Veränderungen - was behindert sie?

© Autor: Dr. Rolf Merkle Psychotherapeut

Ist es Ihnen auch schon einmal so ergangen, dass Sie einen anderen Menschen um sein Erreichtes beneidet haben?

So gerne hätten Sie seine berufliche Position, seinen durchtrainierten Körper, seine Sprachkenntnisse, seine Auslandserfahrung, seine positive Lebenseinstellung, seinen Freundeskreis, und, ...

Irgendetwas scheint Sie jedoch immer wieder daran zu hindern, selbst solche Veränderungen in Ihrem Leben durchzuführen.

An diesem Punkt stellt sich die Frage, was Sie bisher daran gehindert hat, sich weiterzuentwickeln und wichtige persönliche Veränderungen einzuleiten.

Nicht immer sind uns die Gründe bewusst, weshalb unsere Veränderungsbereitschaft oder Motivation gering ist und wir uns nicht verändern.

Deshalb wollen wir uns einige der möglichen Ursachen anschauen.

Gründe, warum wir uns nicht ändern oder uns Veränderungen schwerfallen

Sie hören auf Ihr Bauchgefühl.

Sie sind, wie wir alle, ein Gewohnheitstier. In Ihrer Komfort-Zone, da wo Sie gerade stehen, geht es Ihnen relativ gut.

Um sich verändern zu können, müssen Sie jedoch vorübergehend Unsicherheit, die Angst enttäuscht zu werden oder die Angst, zu versagen, in Kauf nehmen.

Das ist Ihnen möglicherweise zu anstrengend und zu gefährlich.

Die Schlussfolgerung: Wenn Sie auf Ihr Bauchgefühl hören, wagen Sie nichts Neues.

Sie hören zu sehr auf andere Menschen.

Andere Menschen sehen Sie immer aus dem eigenen Blickwinkel. So wollen diese vielleicht nicht, dass Sie sich verändern, weil sie dadurch Nachteile hätten. Sie haben Angst, Sie zu verlieren.

Oder diese prophezeien Ihnen aus eigenen Ängsten heraus, dass Ihre Veränderung für Sie gefährlich wäre.

Die Schlussfolgerung: Wenn Sie sich von den Argumenten anderer leiten lassen, dann riskieren Sie, sich nur so weit entwickeln zu können, wie die anderen es zulassen.

Sie hören auf Ihren inneren Kritiker.

Im Laufe Ihres Lebens haben Sie sich aufgrund Ihrer Erfahrungen ganz bestimmte Grundeinstellungen zugelegt.

Wenn Sie oft die Erfahrung gemacht haben, dass Sie Ziele nicht erreichen konnten, haben Sie vielleicht die Einstellung entwickelt, dass Sie unfähig oder zu schwach sind, sich zu verändern.

Ihr innerer Kritiker sagt Ihnen dann „Du schaffst das nicht. Du bist zu schwach, dumm, inkonsequent, ...“

Die Schussfolgerung: Wenn Sie auf Ihren inneren Kritiker hören und ein Versagen als ein Risiko für Ihre Person ansehen, werden Sie eine persönliche Veränderung höchstwahrscheinlich erst gar nicht in Angriff nehmen.

Sie hören auf Ihren Stolz.

So fragen Sie vielleicht nicht nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, oder geben Fehler nicht zu.

Sie wagen nichts Neues, weil Sie Angst, haben, Ihr Gesicht zu verlieren und sich zu blamieren. Sie wollen nicht als „unwissender Neuling“ dastehen.

Vielleicht sind Sie aber auch so überzeugt von sich, dass Sie gar nicht genau nachfragen oder hinschauen, wie es z.B. um Ihre Partnerschaft oder Ihre Führungsqualitäten im Job steht.

Die Schlussfolgerung: Wenn Sie auf Ihren Stolz hören, können Sie nicht dazulernen und sich verändern.

Sie hören auf Ihre negativen Phantasien.

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, denen es sehr leicht fällt, sich Ereignisse übertrieben negativ auszumalen.

So könnte es sein, dass Sie sich bereits den Weg zum Ziel übertrieben mühsam ausmalen und sich vorstellen, wie Sie das nicht aushalten können.

Z.B. sehen Sie sich, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, unglücklich und einsam einen Kaffee trinken, während alle Raucher sich köstlich amüsieren.

Sie könnten sich aber auch Nachteile, die Sie mit dem Erreichen Ihres Zieles verknüpfen, ausmalen. Z.B. malen Sie sich aus, wie sich Ihre Kollegen von Ihnen zurückziehen, wenn Sie die Chefposition erhalten.

Die Schlussfolgerung: Wenn Sie negative Phantasien in Bezug auf das Erreichen Ihrer Ziele haben, dann werden Sie Angst vor einer Veränderung haben.

Sie sehen sich in der Opferrolle

Sie erkennen zwar, dass Sie ein Problem haben, geben aber anderen oder dem Schicksal die Schuld daran.

Beispielsweise denken Sie, dass Ihre Eltern Sie fasch erzogen haben oder Sie bisher einfach immer nur den falschen Partner gewählt haben und es deshalb mit der Partnerschaft nicht geklappt hat.

Dadurch, dass Sie sich als Opfer sehen, fühlen Sie sich hilflos und ohnmächtig. Sie warten darauf, dass sich die anderen Menschen ändern. Wie sich aus der Opferrolle befreien?

Sie haben eine geringe Frustrationstoleranz

Von niedriger Frustrationstoleranz sprechen wir z.B., wenn wir beim kleinsten Problem sofort alles hinwerfen oder sehr ärgerlich auf uns sind.

Wenn wir aus einer alten Gewohnheit ausbrechen wollen, wird unsere Frustrationstoleranz automatisch gefordert.

Zum einen müssen wir dabei auftretende negative Gefühle ertragen, zum anderen werden wir auch nicht immer erfolgreich sein.

So haben wir z.B., wenn wir uns den Zucker im Kaffee abgewöhnen wollen, mit dem Heißhunger auf Schokolade zu kämpfen und werden in manchen Situationen auch schwach werden und tatsächlich zum Schokoriegel greifen. Geringe Frustrationstoleranz - was dagegen tun?

Ihre Motivation ist zu gering

Manchmal möchten wir etwas ändern, nicht weil wir uns viel von der Änderung versprechen, sondern weil eine andere Person, etwa der Partner, uns darum bittet oder wir Streit vermeiden wollen.

Die Veränderung ist nicht unser Herzenswunsch und deshalb sind die Erfolgschancen von vornherein geringer.

Bei der geringsten Hürde oder wenn die Beziehung zu der Person, derentwegen wir uns ändern wollen, gestört ist, werfen wir die Flinte ins Korn.

Letztlich werden wir nur duch zwei psychologische Faktoren zum Handeln motiviert:

Zuckerbrot und Peitsche
sind starke Motivationshilfen,
wobei das Zuckerbrot
wirkungsvoller ist.

D.h. wir versprechen uns etwas Positives von unserem Handeln oder wir haben Angst, Nichthandeln könnte negative und unangenhme Konsequenzen für uns haben.

Wenn es Ihnen also an der nötigen Motivation mangelt, notwendige Veränderungen zu machen, dann können Sie sich motivieren, indem Sie sich die Vorteile (Belohnung) Ihres Handelns vor Augen halten oder sich klarmachen, welch negative Konsequenzen das Nichthandeln für Sie hat.

Sie haben keinen Leidensdruck

Manchmal sehen wir zwar vom Kopf her ein, dass wir uns ändern sollten, aber es fehlt uns der innere Druck: Der Kopf ist willig, das Fleisch ist schwach.

Die Vorteile, die wir haben, wenn wir alles beim Alten lassen, sind größer als die Nachteile.

Erst wenn der Leidensdruck - ausgelöst etwa durch körperliche Schmerzen - groß genug ist, ist auch die Motivation groß genug, uns zu ändern.

veraenderungen-im-leben.html

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Wie mit Veränderungen umgehen?

Um uns den Umgang mit Veränderungen zu erleichtern und uns die Angst vor Veränderungen zu nehmen, müssen wir die Ursachen für unsere mangelnde Motivation oder Veränderungsbereitschaft aus dem Weg räumen.

Deshalb nachfolgend einige Links, die Ihnen weitere Hilfestellungen für die Überwindung von Blockaden geben.

Selbstvertrauen stärken

Angst vor Kritik

Angst vor Ablehnung überwinden

Wie Ziele erreichen?

Positives Selbstmanagement

Denkanstoß: mehr aus dem Leben machen

Selbstverantwortung

Mentales Training


Dr. Rolf Merkle
Rolf Merkle (Autor)

Danke, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Ich arbeite seit 35 Jahren mit Begeisterung als Psychotherapeut. In meiner Freizeit koche ich leidenschaftlich gerne, spiele Squash und interessiere mich für Kunst.

Was ich für das Wichtigste im Leben halte? Sein Leben so erfüllt zu leben, wie nur möglich. Denn nur wer mit sich zufrieden ist, kann mit anderen Menschen positive Beziehungen haben.


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