Musizieren tut Körper und Geist gut. Es fördert unsere kognitiven Fähigkeiten, bringt uns in Harmonie mit uns selbst und anderen und schenkt uns Erfüllung. Und es ist nie zu spät (wieder) anzufangen.
"In deiner Seele lebt Musik, du kannst sie fühlen …" So beginnt ein Song des deutschen Liedermachers Tex, in dem er dazu auffordert, sich der Musik zu öffnen und zu musizieren. Und tatsächlich, wer schon einmal gesungen oder ein Instrument gespielt hat, allein oder in der Gruppe, in einer Band, einem Orchester, einem Chor oder gemeinsam am Lagerfeuer, der weiß: Musik zu machen vertreibt die Alltagssorgen, lässt die Seele schweben und bringt uns in Harmonie mit uns selbst und anderen.
Musizieren tut Körper und Geist gut, denn es fördert die Vernetzung der Synapsen in unserem Gehirn. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich bei Menschen, die selbst Musik machen, die Nervenzellen im Gehirn neu vernetzen und vor allem, dass diese Neuvernetzungen bleiben. Dieses lebenslange Lernen wirkt sich nicht nur anregend auf die Stimmung aus, es ist auch ein Gedächtnistraining und damit ein Schutz gegen Demenz.
Zudem fördert das Musizieren die psycho-motorischen Fähigkeiten und die Wahrnehmung, vor allem natürlich das Gehör. Wer Musik macht, lernt also, mehr Eindrücke zuzuordnen, aufzunehmen und zu verarbeiten. Und schließlich steigt beim gemeinsamen Musizieren auch die soziale Kompetenz, denn es geht ja um das Zusammenspiel, den gemeinsamen Klang.
Wenn Musik zu machen so gut für uns ist, warum tun wir es dann nicht jeden Tag? Zum einen hängt das oftmals mit unserer allzu sehr auf Leistung orientierten Erziehung zusammen. Viele Menschen verbinden Musizieren damit, ein Instrument fehlerfrei spielen oder perfekt singen zu können. Denn noch immer lautet das Credo vieler: "Dazu braucht man Talent und sehr viel Fleiß und Übung!" Und wer als Kind hören musste, kein Talent zu haben, ist oft bis ins Erwachsenenleben hinein zutiefst verunsichert.
Zum anderen ist Musizieren immer mit Aufwand verbunden. Wir müssen das Instrument vorbereiten und stimmen, vielleicht Noten besorgen und einen Platz haben oder finden, wo wir ungestört spielen können. All das kann uns im Alltag davon abhalten, Musik zu machen. Nicht selten erzählen Menschen mit Bedauern, dass sie aufgehört haben zu musizieren, als die Kinder kamen oder der verantwortungsvolle Job oder andere kleine und große Ereignisse des Lebens.
Doch um Musik zu machen, brauchst du allein deine Lust und deinen Willen, Musikalität und Rhythmusgefühl sind dir schon in die Wiege gelegt. Studien zeigen, dass nur wenige Monate alte Babys anfangen, sich zur Musik zu bewegen, zu klatschen und zu singen – ganz ohne Anleitung von Eltern oder anderen Personen.
Dazu kommt: Die eine, richtige Musik gibt es schon längst nicht mehr. Es gibt unzählige musikalische Ausprägungen und mittlerweile kommen auch immer mehr Einflüsse exotischer oder moderner Musik in unserer Gesellschaft an, oft auch durch Posts in den sozialen Medien.
Also: Auch wenn dir andere bislang gesagt haben, du hättest kein Talent oder deine Stimme wäre nicht gut genug, hör nicht darauf, sondern fang einfach an. Und denke immer daran:
Musik ist, was du daraus machst, und das, was du dabei fühlst. In deiner Seele lebt Musik.
Wegen der positiven Wirkungen von Musik und den vielen Angeboten an Musikgruppen oder Musikschulen beginnen heute immer mehr Erwachsene mit dem Musizieren, gehen in einen Chor oder lernen ein Instrument. So findest auch du den Einstieg:
Welches Instrument gut zu dir passt, findest du am leichtesten heraus, indem du es ausprobierst. In Musikschulen werden immer wieder Schnupperkurse mit mehreren Instrumenten angeboten. Scheue dich nicht, so viele anzuspielen wie möglich. Und wenn du dich mit einem Instrument wohlfühlst, dann lege los. Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch und alles kann, nichts muss.
Auch wenn es immer mehr gute Online-Kurse für Instrumentalunterricht und Anleitungsbücher gibt, wirst du schnell feststellen, dass es motivierender ist, wenn du dich von echter Begeisterung und Leidenschaft anstecken lässt.
Gerade beim Lernen eines Instruments gilt: Nichts klappt beim ersten Mal. Auch das vermeintlich leichteste Instrument hat es in sich, vor allem, je professioneller du es spielen möchtest. Lass dich dadurch nicht entmutigen, sondern übe einfach stoisch weiter, am besten in kleinen Einheiten.
In einer Gruppe Musik zu machen, motiviert dich nicht nur voranzukommen und dranzubleiben, das Miteinander trägt dich auch durch Phasen, in denen es dir aus irgendeinem Grund schwerfällt zu üben. Und der Zauber des gemeinsamen Klangs macht jede Anstrengung des Übens wett.
Auch wenn du schon viel Zeit und Aufwand in das Üben und Spielen eines Instruments gesteckt hast, kann es sein, dass es für dich nicht mehr weitergeht oder dir ein anderes mehr zusagt. Dann höre auf es zu spielen und schau dich nach einem neuen um. Wichtig ist allein, dass du musizierst und Freude dabei empfindest. Das schenkt dir Lebensqualität!
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