Warum Danke sagen wichtig ist

Danke sagen ist mehr als eine Höflichkeitsfloskel. Wir tun damit uns und anderen einen Gefallen. Warum manche Menschen sich schwertun danke zu sagen.

Warum Danke sagen wichtig ist
© Lina Trochez, unsplash.com

Danke sagen ist nicht nur eine Frage des Anstandes. Sich zu bedanken heißt auch, anzuerkennen und Wert zu schätzen, was ein anderer für uns tut.

Die meisten von uns wurden von ihren Eltern dazu erzogen, "bitte" und "danke" zu sagen. Hundert Male haben wir von der Mutter gehört: "Wie sagt man, wenn man etwas bekommt?". Teils mit Widerwillen, teils freiwillig kam dann das Wort "danke" über unsere Lippen. Als Kind konnten wir das Bedanken richtig gut üben, denn wir waren weitgehend darauf angewiesen, dass wir unsere Wünsche von anderen erfüllt bekamen.

Jetzt, da wir erwachsen sind, ist das ein wenig anders. Die meisten Wünsche können wir uns selbst erfüllen. Dennoch sind wir manchmal auf die Mithilfe unseres Partners, von Freunden, Kollegen, Nachbarn, usw. angewiesen. Nicht nur tätige Hilfe sondern auch Zuneigung, einen Ratschlag oder finanzielle Unterstützung wünschen und bekommen wir manchmal von anderen.

Durch ein Dankeschön in Form von Worten oder eines kleinen Geschenks können wir den Einsatz der anderen für uns anerkennen.

Warum es manchen Menschen schwerfällt, danke zu sagen

Wahrscheinlich haben Sie auch schon einmal die Bekanntschaft mit Menschen gemacht, denen das Wörtchen "Danke" nicht über die Lippen kam, obwohl Sie sehr viel für diese getan haben. Für dieses Verhalten gibt es unterschiedliche Gründe. Beispielsweise:

  • Die Betroffenen haben nicht gelernt, dass man die Bemühungen anderer honoriert.
  • Sie betrachten die Unterstützung anderer als selbstverständlich.
  • Sie fühlen sich gegenüber anderen benachteiligt und betrachten deren Einsatz lediglich als gerechten Ausgleich.
  • Sie glauben, ein Anrecht darauf zu haben, dass andere etwas für sie tun.
  • Sie sind gedankenlos oder auf etwas anderes konzentriert.
  • Sie denken nicht darüber nach, wie andere sich fühlen und was sie brauchen.
  • Sie haben Angst, damit auszudrücken, dass sie die Hilfe der anderen benötigen.

Warum manche Menschen sich überschwänglich bedanken

Im Gegensatz zu den Menschen, die sich nie bedanken, gibt es andere, die dies im Übermaße tun. Auch hier stecken verschiedene Motive dahinter. Beispielsweise:

  • Die Betroffenen sehen sich in der Schuld. Sie sehen das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen gestört, und wollen es wieder ausgleichen.
  • Sie glauben, die Unterstützung und den Dank nicht verdient zu haben.
  • Sie versetzen sich zu stark in andere hinein und malen sich aus, was diese ihretwegen geopfert haben.
  • Sie vergessen, dass sie anderen in der Not auch helfen.
  • Sie wollen durch die große Dankbarkeit andere ermutigen, ihnen in der Zukunft auch wieder zu helfen.

Die positiven Botschaften des Wortes

Das Wort Danke ist ein sozialer Schmierstoff. Es kostet uns nichts und kann sehr viel Positives für das Zusammenleben mit anderen bewirken. Indem wir uns bedanken, erkennen wir die Leistung des anderen an. Wir vermitteln ihm, dass wir seinen Einsatz nicht für selbstverständlich halten. Danke drückt also Respekt dem anderen gegenüber aus. Gerade in einer Partnerschaft und in der Liebe ist das Bedanken besonders wichtig.

Bei dem Empfänger bewirkt das Wörtchen Danke, dass er sich ernst genommen fühlt. Er erfährt, dass wir sein Bemühen honorieren. Das Gleichgewicht von Geben und Nehmen bleibt gewahrt.

Es gibt jedoch auch Menschen, die ein Dankeschön oder ein Kompliment nicht annehmen können. Für sie ist die Aufmerksamkeit eher unangenehm.

Für uns selbst hat das Bedanken ebenfalls positive Auswirkungen. Wir machen uns z.B. dadurch bewusst, dass es andere Menschen gibt, die uns unterstützen. Wir empfinden Freude und Glück, dass andere uns gut behandeln. Andere Menschen halten sich gerne in unserem Umfeld auf, denn sie fühlen sich von uns geschätzt. Natürlich sollte das Danke keine Höflichkeitsfloskel sein oder ein Mittel, um andere zu manipulieren.

Wenn wir zu den Menschen gehören, die anderen gegenüber bisher eher unachtsam waren und sich nur wenig bedankt haben, dann sollten wir uns einmal vornehmen, uns 1 Woche lang bewusst zu bedanken, wenn andere uns etwas Gutes tun. Wahrscheinlich werden wir dann auch die Erfahrung machen, dass "Danke" zu den Zauberwörtern gehört.

Wie hilfreich war der Beitrag für Sie?

4.44 Sterne (409 Leserurteile)

Empfehlungen der Redaktion

Du willst wissen wie du dein Glück zerstören kannst? Mit den Saboteuren des Glücks kannst du dein Glück schmieden oder zerstören – es liegt bei dir.

Interessieren Sie sich für die Themen Selbstachtung und Selbstliebe, Umgang mit Selbstablehnung, Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle? In diesen Beiträgen werden Sie fündig.

mehr laden

Ihr Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar und helfen anderen mit Ihrer Erfahrung.

Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

Inhalt des Beitrags   
Inhalt des Beitrags 
 Warum es manchen Menschen schwerfällt, danke zu sagen
 Warum manche Menschen sich überschwänglich bedanken
 Die positiven Botschaften des Wortes
 Weitere Beiträge