Psychologie des Glücks.

Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit. Wie entsteht Glück? Wie kannst du dein Glück steigern? In diesem Beitrag findest du 11 Strategien für das persönliche Glücklichsein oder auch 11 Wege zum Glück.

Psychologie des Glücks.
© Ricardo Resente, unsplash.com

Glück ist (k)eine Glückssache.

Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheit.

Schon der römische Dichter und Staatsmann Seneca sagte im ersten Jahrhundert:

Wir alle streben nach Glück und einem erfüllten Leben.

Glück, was ist das jedoch? Macht, Liebe, Reichtum, beruflicher Erfolg? Gibt es so etwas wie eine Glücksformel nach der Art eines Rezepts: 3 Mal täglich einnehmen und man ist glücklich? Ja und nein. Übrigens: Eine sichere Formel fürs Unglücklichsein kann ich dir schon verraten: der Wunsch, ständig glücklich sein zu wollen.

4 wichtige Erkenntnisse der Glücksforschung

Die Frage, was Glück ist, hat die Psychologie in den letzten Jahren zum Gegenstand der Forschung gemacht. Schauen wir uns an, wie die Ergebnisse der Glücksforschung aussehen, welche Wege zum Glück führen und welche Saboteure des Glücks es gibt.

1. Erkenntnis der Glücksforschung: Glück und Glücklichsein bedeuten für jeden etwas anderes.

Das heißt: das Glück existiert wie die Schönheit nur in den Augen des Betrachters. Jeder von uns muss selbst entscheiden, was für ihn Glück bedeutet. Deshalb gibt es auch nicht den einen Weg, sondern viele Wege zum persönlichen Glück, die jeder selbst herausfinden muss.

Glücklichsein ist ein Maßanzug. Unglückliche Menschen sind jene, die den Maßanzug eines anderen tragen wollen.
Karl Böhm

2. Erkenntnis der Glücksforschung: Unsere Lebensbedingungen oder Faktoren wie Wohlstand, gesellschaftlicher Status, Geschlecht, Intelligenz oder Alter, entscheiden nicht maßgeblich über unser Glücklichsein. Eine gute Nachricht, wie ich meine.

3. Erkenntnis der Glücksforschung: Maßgeblich für unser Glücklichsein ist wie gut wir in der Lage sind, uns an sich ändernde Lebensbedingungen und Probleme anzupassen. Es sind nicht die objektiven Lebensbedingungen, unter denen Menschen leben, die über das Glücklichsein oder Unglücklichsein entscheiden. Ob Menschen glücklich oder unglücklich sind, darüber entscheidet, wie die Menschen auf das Leben reagieren und welche Bedeutung sie dem beimessen, was sie erleben. Ein unbeschwertes und leichtes Leben macht nicht glücklich! Viel wichtiger ist, dass wir mit unerfreulichen und schwierigen Ereignissen umgehen können.

Dale Carnegie drückte das vor über 50 Jahren so aus:

Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.

4. Erkenntnis der Glücksforschung: Unsere Einstellung zum Glück beeinflusst, wieviele glückliche Momente wir erleben.

Wenn wir uns für Glückspilze halten, nehmen wir mehr glückliche Zufälle war, als wenn wir uns für Pechvögel halten. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das in der Psychologie. Worauf wir uns gedanklich konzentrieren, das erleben und spüren wir. Menschen, die sich für Pechvögel halten, haben einen Tunnelblick. Sie sind so auf Negatives und Unerfreuliches fixiert, dass sie auch nur das Unerfreuliche wahrnehmen und das Erfreuliche ausblenden. Menschen, die sich für Glückspilze halten, sind darauf fixiert, das Positive zu sehen und nehmen deshalb die erfreulichen Dinge mehr wahr.

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.
Anthony de Mello

Weitere Glücksmacher

Förderlich für das Glücksempfinden sind:

  • regelmäßige sportliche Betätigung, vorzugsweise im Kreis anderer
  • enge und befriedigende Beziehungen (Familie, Freunde)
  • eine harmonische und stabile Partnerschaft
  • die Überzeugung, sein Leben und sein Glück selbst in der Hand zu haben und nicht Spielball des Schicksals zu sein
  • eine zuversichtliche und optimistische Einstellung gegenüber der Zukunft
  • berufliche Tätigkeit, die man als befriedigend und erfüllend ansieht
  • Dankbarkeit für Freunde, Gesundheit, Familie, Partner, usw.
  • neugierig, experimentierfreudig, entdeckungsfreudig und offen sein für Neues
  • sich selbst akzeptieren, an sich glauben
  • selbstbestimmt leben: tun, was man für wichtig und richtig hält
  • genießen können
  • anderen helfen und diesen etwas Gutes tun
  • Persönlichkeitsfaktoren wie Extrovertiertheit und ein positives Selbstwertgefühl

Zusammenhang zwischen Gehirnfunktionen und Glück

Erst seit ein paar Jahren weiß man: Unser Gehirn verändert sich ständig durch das, was wir tun. Wann immer wir etwas lernen, verändern sich die Schaltkreise in unserem Gehirn. Es bilden sich neue neuronale Verknüpfungen als Reaktion auf unsere Erfahrungen und Tätigkeiten. So wie Muskeln durch entsprechendes Training aufgebaut werden, so formen und trainieren wir unser Gehirn durch Tätigkeiten und Erfahrungen.

Die Aktivität bestimmter Gehirnareale beeinflusst unsere allgemeine Stimmungslage. Manche Menschen haben ein Übergewicht der linken Stirnhirnaktivität, manche der rechten. Menschen mit einer höheren Aktivität des linken Stirnlappens empfinden meist angenehme Gefühle, während Menschen mit einer höheren Aktivität des rechten Stirnlappens eher dazu neigen, negative Gefühle zu verspüren. Diese Aktivitätsmuster des Gehirns scheinen angeboren zu sein.

ABER: Wir können sie beeinflussen und durch Übung verändern. Und wie? Indem wir uns regelmäßig z. B. angenehme Erfahrungen ins Gedächtnis ruft oder sich lustige Filme anschaut. Auf diese Weise aktivieren wir die Aktivität des linken vorderen Stirnlappens. Deshalb auch mein Tipp mit dem Glückstagebuch weiter unten.

Denke jedoch daran: Für das Lernen wie auch das Glücksempfinden ist Wiederholung und Training wichtig.

Das Glück und den Sinn des Lebens in uns zu finden, ist schwer. Es ist jedoch unmöglich, sie woanders zu finden.

Je öfter die Neuronen unseres Gehirns nämlich aktiviert werden, um so sicherer entsteht eine dauerhafte neuronale Verbindung. Konkret heißt das: je mehr wir uns glückliche Gedanken machen, umso glücklicher fühlen wir uns. Das bedeutet: Glücksgefühle sind kein Zufall, sondern die Folge der richtigen Gedanken und Handlungen.

11 Glücksrezepte, die unser Glück steigern – 11 Wege zum Glücklichsein

 11 Glücksrezepte, die unser Glück steigern – 11 Wege zum Glücklichsein
© J. Lee, unsplash.com

Glücklichsein ist wirklich keine Glückssache. Natürlich können wir es dem Zufall überlassen, etwas zu erleben, das uns ein Glücksgefühl beschert. Wir können dem Glück jedoch auch auf die Sprünge helfen, indem wir uns bewusst auf die Suche nach unserem persönlichen Glück machen und so die Chancen auf vermehrte Glücksmomente steigern. Schauen wir uns einige Tipps an, die das Glücklichsein begünstigen. Hier 11 Tipps und Strategien für mehr Glücksmomente und Zufriedenheit.

GLÜCKS-TIPP 1: Sich an Schönes erinnern macht glücklich.

Suche in Gedanken ganz bewusst immer wieder Situationen auf, in denen du dich wohlgefühlt hast. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen, positive Gefühle ganz bewusst abzurufen und zwar allein schon dadurch, dass du an die Situationen denkst, mit denen du Positives verbindest.

GLÜCKS-TIPP 2: In Einklang mit sich leben macht glücklich.

Das bedeutet: keine Selbstverurteilung, keine Selbstablehnung, keine Selbstabwertung. Mit anderen Worten: Stärke dein Selbstwertgefühl und dein Selbstvertrauen. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Zufriedenheit.

Glücklichsein hat heilende Wirkung. Untersuchungen zeigen:

1. Glückliche Menschen erkranken seltener und weniger schwer. Sie sind gesünder.

2. Glückliche Menschen werden schneller wieder gesund.

3. Glückliche Menschen leben länger.

GLÜCKS-TIPP 3: Sich bewegen macht glücklich.

Bewegung lässt Glückshormone sprudeln. Beispielsweise passiert das, wenn wir Sport treiben oder wenn wir Sex haben. Bewegung und Sex sind wichtige Faktoren, die guten Gefühlen den Weg ebnen. Es genügt regelmäßiges Ausdauertraining von einer halben Stunde zwei bis drei Mal pro Woche. Auch Tanzen ist eine wunderbare Möglichkeit, sein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Durch körperliche Anstrengung werden Hormone (Serotonin, Endorphin) freigesetzt, die euphorisierend wirken.

GLÜCKS-TIPP 4: Aktiv sein macht glücklich.

Werde aktiv und suche gezielt nach einer Aufgabe und Beschäftigung. Aktives Tun und in dem aufgehen, was du tust, ist eine wichtige Voraussetzung für das Erleben glücklicher Momente. Bequemlichkeit bezahlen wir mit schlechten Gefühlen. Befriedigung bringt nur Aktivität und Aktivsein. Dabei ist nicht die Art der Tätigkeit entscheidend, sondern die Tätigkeit als solche.

Wichtig ist, dass du eine Beschäftigung findest, die dich geistig und/oder körperlich fordert.

Die Betonung liegt auf "fordern", d. h. Beschäftigungen, die du mit "links" erledigst und dir einfach so von der Hand gehen, schaffen dir kein Glücksgefühl. Nur wenn du deine bisherigen persönlichen Leistungsgrenzen überschreitest, schaffst du die Voraussetzung für dein Glücksgefühl.

GLÜCKS-TIPP 5: Vorfreude macht glücklich.

Es heißt "Vorfreude ist die schönste Freude" – und da liegt viel Wahres drin. In Erwartung von etwas Schönem produziert unser Gehirn Dopamin, eine Art Glückshormon. Vorfreude löst im Körper die gleichen positiven Reaktionen (Abbau von Stresshormen, Stärkung des Immunsystems) aus wie die Freude über bereits geschehenes Ereignis. Worauf kannst du dich also freuen?

GLÜCKS-TIPP 6: Freundschaften machen glücklich.

Pflege deinen Freundes- und Bekanntenkreis. Investiere viel Zeit in Freundschaften und soziale Kontakte. Die glücklichsten Menschen sind die mit erfüllten sozialen Beziehungen.

GLÜCKS-TIPP 7: Positive Ziele machen glücklich.

Suche dir positive (berufliche, persönliche) Ziele, die dich begeistern. In Erwartung dieser Ziele schüttet dein Gehirn Botenstoffe aus, die dich Lust und Vorfreude erleben lassen.

GLÜCKS-TIPP 8: Abwechslung macht glücklich.

Sorge für Abwechslung der Genüsse, d. h. suche bewusst nach Abwechslung für deine Sinne. Immer mal wieder etwas Neues ausprobieren – schmecken, riechen, sehen.

GLÜCKS-TIPP 9: Ein Sinn im Leben macht glücklich.

Das Empfinden von Glück ist eng verbunden mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Wenn wir es nicht verstehen, dem Leben und unserer Tätigkeit einen Sinn zu geben, dann entziehen wir dem Glück eine wichtige Grundlage. Den Sinn des Lebens gibt es jedoch nicht wie Kleider von der Stange. Und eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens kann auch nicht von anderen kommen. Die Antwort darauf findest du nur in dir selbst – wie auch das Glücklichsein.

GLÜCKS-TIPP 10: Ein Glückstagebuch macht glücklich.

Führe ein Glückstagebuch über Ihre Glücksmomente und lies die Eintragungen immer wieder durch. Dadurch lenkst du deine Aufmerksamkeit auf Glücksmomente und fühlst dich glücklich. Worauf du dich konzentrierst, bestimmt, wie du dich fühlst.

GLÜCKS-TIPP 11: Lachen macht glücklich.

Lachen ist ansteckend, Glück ebenso. Umgib dich in deiner Freizeit mit Menschen, die gerne und oft lachen, glücklich und zufrieden sind. So wie wir uns schwertun, uns vom Lachen anderer nicht anstecken zu lassen, so ist es auch schwierig, uns nicht von den Glücksgefühlen anderer anstecken zu lassen.

Fazit: Jeder muss an seinem eigenen Glücksmodell basteln.

Strategien, die das Glück gefährden – Spielverderber des Glücks

Die beste Strategie, um garantiert keine Glücksgefühle aufkommen zu lassen, ist, sich mit anderen zu vergleichen und neidisch sein. Das führt unweigerlich und zwangsläufig zu Unzufriedenheit. Das wusste schon der Philosoph Søren Kierkegaard im 19. Jahrhundert:

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

Schädlich für das Glücksempfinden ist auch, nie mit dem zufrieden zu sein, was wir haben und immer mehr haben zu wollen. Ebenso schädlich für das Glücksempfinden ist es, nie dankbar für das zu sein, was wir haben und besitzen. Das garantiert ständige Umzufriedenheit. Eine erfolgversprechende Strategie, um Zufriedenheit nicht aufkommen zu lassen, besteht auch darin, uns einzureden, etwas tun zu müssen. Wenn wir sagen "Ich muss dies und das tun" machen wir uns zum Opfer und fühlen uns genötigt. Keine gute Voraussetzung für gute Gefühle. Besser ist es, uns zu sagen "Ich möchte dies und das tun". Damit machen wir uns klar, dass wir die Entscheidung haben und es freiwillig tun.

Was unserem Glücklichsein auch im Weg steht, ist die Gewöhnung an das, was wir besitzen. Ein neues Auto, ein teures Parfüm, Designerklamotten - all das gibt uns nur kurze Zeit ein Glücksgefühl. Schnell werden diese Konsumgüter zur Gewohnheit und verlieren ihren Reiz. Dann brauchen wir, wie ein Drogensüchtiger, wieder eine neue - noch stärkere - Dosis Konsum, um uns erneut ein Hochgefühl zu verschaffen.

Und schließlich verhindert das rastlose Streben nach (immer mehr) Glück, dass wir es erleben. Das Leben besteht nicht nur aus Höhepunkten. Zum Leben gehören auch Traurigkeit, Anstrengung, Entbehrung, Tiefen und Frustration. Wer die Tiefen kennt, ist dankbar für die schönen Momente und kann so die glücklichen Momente mehr genießen und schätzen.

Das Glück lauert an jeder Ecke dieser Welt. Wenn wir es nicht sehen, dann vielleicht deshalb, weil wir nicht dafür offen und gedanklich mit anderen (negativen?) Dingen beschäftigt sind.

Geld, Konsum und Konsumgüter machen auf Dauer nicht glücklich

Viele von uns träumen von einem großen Lottogewinn, weil sie glauben, ein großer Batzen Geld mache sie glücklich. Dem ist auch so - jedoch nur für kurze Zeit. Untersuchungen an Lottomillionären zeigen, dass das Glücksgefühl maximal ein halbes Jahr anhält. Ja, bei vielen kommt es dann zu einem richtigen Glückskater, d. h. das Wohlbefinden sinkt unter den Pegel vor dem Lottogewinn. Würde Geld glücklich machen, dann müssten Menschen wie Robbie Williams überglücklich sein. Aber was lesen wir? Er ist immer mal wieder wegen einer Depression in einer Klinik und nimmt Medikamente. Geld und Ruhm machen also per se nicht glücklich.

Abgesehen davon: Glück kann man sich nicht durch Konsum erkaufen. Es ist ein Irrglaube, dass man nur über genügend finanzielle Mittel verfügen müsste, um sich alles kaufen zu können, was man möchte und dann wäre man für immer glücklich.

Wahres Glück hängt nicht von der Erfüllung unserer materiellen Wünsche ab.

Die Gleichung Konsum = Glück geht nicht auf, ganz abgesehen davon, dass wir durch diese Gleichung unser Glück von der Erfüllung unserer materiellen Wünsche abhängig machen, so vom Konsum abhängig werden und total unzufrieden und frustriert sind, wenn wir uns dieses oder jenes nicht leisten können. Und es gibt immer etwas, das man sich nicht leisten oder mit Geld kaufen kann – egal wie reich man ist. Statt immer mehr anzuhäufen, lautet die Devise eher: Simplify your life. Entrümple dein Leben vom Überfluss und Überflüssigem. Das kurzfristige Kaufglück bereichert das Leben auf Dauer nicht.

Ist es ein Unglück, nicht (immer) glücklich zu sein?

Viele Menschen setzen sich unter Druck, glücklich sein zu müssen und empfinden es als ein Unglück, nicht glücklich zu sein. Ja, manche fühlen sich sogar schuldig, wenn sie es trotz Befolgung aller Glücksratgeber-Rezepte nicht schaffen, dauerhaft glücklich zu sein. Es gibt niemanden, der immer glücklich und zufrieden ist, der immer gut drauf ist. Das wäre unnatürlich und auch nicht wünschenswert. Denn: Wunschlos glücklich sein, schadet.

Zum Glücklichsein gehört das Unglücklichsein. Zur Freude die Trauer. Zum Wohlbefinden gehören Zeiten mit Schmerzen.

Nur durch die Gegensätze schätzen wir das Positive! Das Leben hält Krisen und Schicksalsschläge für uns bereit. Diese können wir nicht verhindern. Wichtig ist, dass wir sie nutzen, um daraus zu lernen. Krisen haben ihr Gutes, auch wenn sie im ersten Moment lästig und schmerzhaft sind. Lernen wir aus ihnen, gehen wir gestärkt, mit mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aus ihnen hervor. Umgang mit Lebenskrisen.

Eine Frage zum Nachdenken:

Bist du glücklicher über das, was du geworden bist, oder darüber, was Sie nicht geworden bist? Nimm dir einen Moment Zeit, darüber nachzudenken. Deine Antwort könnte dir Glücksgefühle geben – oder auch nicht.

Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein!
Voltaire

 

 

 

Wie hilfreich war der Beitrag für Sie?

4.69 Sterne (4061 Leserurteile)

Ihr Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar und helfen anderen mit Ihrer Erfahrung.

Bitte die zwei gleichen Bilder auswählen:

Tobias Spranger schreibt am 06.11.2020

Ein bisschen Glück im Leben

Vielen Dank für den schönen Artikel. Ich konnte ein paar interessante Gedanken für mich selber darin finden. Es stimmt, man muss nicht ständig glücklich sein, um ein glückliches Leben zu führen. Selbst wenn es das Leben gut mit uns meint, es unserem Umfeld und auch uns selbst gut geht, freuen wir uns im Leben immer über eine extra Prise Glück. „Vivre la vie“ gehört in Frankreich zur Lebensmaxime, bei uns Deutschen bleibt davon ein trockenes „Lebe dein Leben“. Es fehlt das Triumphierende der Sprache, der Aufschrei des Lebens, des Glücks für möglichst lange Momente. Vor unserem geistigen Auge assoziieren wir damit häufig, wie die Jugend in ihrer Unbeschwertheit auf die Dinge zuzugeht, völlig unbekümmert in einem Bewusstsein, dass es das Leben nur gut mit einem meinen kann. Es ist nicht schwer, Dinge zu finden, die einen glücklich machen. Der warme Frühlingswind, die Brise am Meer, das fröhliche abendliche Zusammensein. Auf die innere Haltung kommt es an und im französichen Vivre la vie schwingt etwas wie „Umarme das Leben“, halte es fest, mit allen Sinnen, lebe glücklich. Mit zunehmenden Alter bleibt es die Kunst des Lebens, jene Dinge festzuhalten, die uns glücklich machen. Uns eine gute Portion Unbeschwertheit und Jugend zu bewahren, selbst wenn sich die ersten kleinen Fältchen ins Gesicht graben. Lachfalten machen nicht alt, sie halten jung.

Das Leben bleibt uns als Chance und Herausforderung auf der Suche nach Dingen, die uns glücklich machen, uns positiv einstimmen. Seien wir nicht allzu streng mit uns selbst. Halten wir das Glück fest, wenn es uns gefunden hat und lernen wir für unser Leben daraus. Glück schenkt uns Lebensfreude und Lebensmut, lässt uns auch manche schwierige Situation überstehen. Mit Optimismus und neuer Kraft sind wir fähig das Leben zu greifen und die Dinge hin zum Positive zu bewegen. Auf den Weg dorthin müssen wir die großen und kleinen Momente des Glücks pflegen wie eine zarte Pflanze im Garten. Den Boden bereiten, ihm die Nährstoffe zuführen und gelegentliches Gießen, vor allem wenn wir in der Hitze des Alltags zeitweise vergessen an uns zu denken, an unser ganz persönliches Glück.

Inhalt des Beitrags   
Inhalt des Beitrags 
 Glück ist (k)eine Glückssache.
  4 wichtige Erkenntnisse der Glücksforschung
 Weitere Glücksmacher
  Zusammenhang zwischen Gehirnfunktionen und Glück
  11 Glücksrezepte, die unser Glück steigern – 11 Wege zum Glücklichsein
  Strategien, die das Glück gefährden – Spielverderber des Glücks
  Geld, Konsum und Konsumgüter machen auf Dauer nicht glücklich
 Ist es ein Unglück, nicht (immer) glücklich zu sein?
Weitere Beiträge
 Anleitung zum (Un)Glück – 33 Strategien für ein (un)glückliches Leben
 Beitragsempfehlungen zum Thema Selbstachtung
  Bemühe dich, es allen Recht zu machen.