Sieh dich als Opfer. 

Gib anderen oder den Umständen die Schuld für deine Probleme und du machst dich dadurch zum Opfer, das leidet und dauerhaft unglücklich ist.

Sieh dich als Opfer. 

Lies zum Verständnis dieser Seite zunächst den Beitrag Glück – so zerstörst du es garantiert

So gehst du vor, wenn du dich als Opfer fühlen willst

Mach all die Enttäuschungen, deine seelischen Wunden und Schmerzen kurzum, deine negativen Erfahrungen der Vergangenheit dafür verantwortlich, dass du heute unglücklich bist und keine Chance hast, je glücklich zu sein.
Bedaure dich für das, was andere dir angetan haben und rechtfertige damit, dass du nun mal so bist, wie du bist.
Du hast Beziehungsprobleme? Dann mache deine Eltern, die sich vielleicht getrennt oder häufig gestritten haben, dafür verantwortlich.
Du hast Alkohol-, Drogen oder andere Abhängigkeitsprobleme? Dann mach deine schwere oder unglückliche Kindheit dafür verantwortlich. Du hast wenig Ausdauer? Dann schieb das auf deine geringe Willensstärke.
Du bist leicht verletzt und gekränkt? Dann weil du nie geliebt worden bist.
Du hast Probleme mit dem Partner, den Kindern, den Kollegen oder dem Chef? Klarer Fall: das liegt an denen. Die andern sind das Problem.

Mit anderen Worten: Sieh dich als Opfer vergangener Erfahrungen oder anderer Menschen. Als Entschuldigung für all dein Leiden sag dir immer wieder: "Ich bin nun mal so. Dafür kann ich nichts. Wenn die anderen anders wären, dann …"

Welchen Schaden du bei dir anrichtest, wenn du immer anderen die Schuld gibst

Wenn du deine Vergangenheit, deine vielleicht schwere und unglückliche Kindheit für deine heutigen Probleme verantwortlich machst, dann hast du immer eine Entschuldigung zur Hand, warum es dir schlecht gehen muss. Du kannst deine Hände in den Schoß legen, kannst andere für dein Unglück verantwortlich machen und dich bedauern. Dafür, dass du die Verantwortung von dir schiebst und dich als Opfer siehst, zahlst du einen schmerzhaften und hohen Preis: Gefühle der Hilflosigkeit, der Ohnmacht und der Angst sind dir sicher.

Da du deine Vergangenheit nicht rückgängig machen kannst, wirst du dich zwangsläufig als Opfer fühlen und du siehst keine Chance auf Verbesserung deiner persönlichen, emotionalen oder finanziellen Umstände. Du wirst deine Vergangenheit beklagen und anklagen, dich ärgern und bedauern, wütend und/oder neidisch auf andere schauen, die bessere Startbedingungen hatten, du wirst vielleicht sogar depressiv und denkst daran, dir das Leben zu nehmen. Du bist Gefangener deiner Die-anderen-sind-schuld-Mentalität und versaust dir damit dein Leben.

Das Dümmste, was du tun kannst, wenn du weiterhin unglücklich sein möchtest, wäre, wenn du dir sagen würdest:

"Die Vergangenheit ist aus und vorbei. Ich gestalte mein Leben und meine Zukunft. Ich kann alte Wunden heilen lassen, mich verändern. Ich entscheide, wer oder was ich bin und werde. Ich nehme mein Leben in die Hand, statt mich als Opfer zu sehen und zu leiden.

Ich kann entscheiden, was ich mit den Fähigkeiten und Talenten anfange, die ich mitbekommen habe. Ich gestalte meine Zukunft, indem ich heute Entscheidungen treffe, die meinen weiteren Lebensweg positiv beeinflussen.

Ich kann mich ändern, wenn notwendig, ich kann nachholen, was ich früher nicht gelernt habe. Ich bin der Kapitän meines Lebens und bestimme den Kurs."

Eine solch gesunde und vernünftige Einstellung würde dein Leben radikal zum Positiven wenden und ist deshalb auch nicht zu empfehlen, wenn du weiterhin unglücklich sein und dich als Opfer fühlen willst.

Wichtig zu wissen: Dich als unschuldiges Opfer deiner Vergangenheit oder anderer Menschen anzusehen ist die perfekte Strategie für lebenslanges Leiden und Unglücklichsein.

Dich als Kapitän deines Lebens anzusehen gibt dir die Kraft, Energie und den Willen, zu ändern, was dich stört und behindert und dein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten. Erst wenn du dich aus der Opferrrolle befreist, wenn du mit deinen Schuldzuweisungen aufhörst, kannst du dein Leben in die Hand nehmen und dich fragen: Was will ich? Wie will ich leben? Was brauche ich, um zufrieden zu sein? Was kann ich tun, um mein Leben so zu gestalten, dass es mir gut geht?

Du hast jeden Tag die Chance, dein Leben neu zu gestalten. Nutze sie.

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