In dieser Podcastfolge sprechen Maja Günther und Claudia Morgenstern darüber, warum Essen und Emotionen zusammenhängen und wie es dir gelingt, dein Essverhalten positiv zu beeinflussen.
In der heutigen Podcastfolge sprechen die Psychotherapeutin Claudia Morgenstern und die Coach Maja Günther über den Zusammenhang von Essen und Emotionen. Was spüren wir, wenn wir essen? Was geschieht in unserem Körper, wenn wir essen? Warum neigen wir dazu, mit Essen negative Gefühle und Erlebnisse ausgleichen zu wollen? Und wie können wir unser emotionales Essverhalten in den Griff bekommen und anfangen, das Essen zu genießen. Sie klären diese Fragen anhand von Erkenntnissen aus der aktuellen Neuropsychologie und ihren Erfahrungen aus der therapeutischen Arbeit und zeigen dir Methoden und Übungen für ein positives und achtsames Essverhalten.
Um diese Frage zu klären, sammeln Maja und Claudia zunächst Informationen über das Essen aus unterschiedlichen Perspektiven: Das fängt damit an, dass zu essen ein menschliches Grundbedürfnis ist und auf körperlicher Ebene für uns sogar (über-)lebensnotwendig.
Essen hat darüber hinaus aber auch eine soziale Funktion: Wir teilen unser Essen und essen gerne in Gesellschaft. Mehr noch: Über das Kochen, also die Essenszubereitung für andere zeigen wir ihnen unsere Zuneigung und Liebe (Liebe geht durch den Magen!).
Und der Vorgang Essen ist eine der frühesten Verbindungen zwischen einem Baby und seinen Angehörigen bzw. den Personen, die sich um es kümmern – allen voran die Mutter. Beim Stillen und Füttern bekommt das Baby aber auch viele positive Gefühle wie Nähe, Geborgenheit, Sicherheit.
Und schließlich wird auf körperlicher Ebene durch das Essen auch unser inneres Belohnungssystem aktiviert. Nicht von ungefähr fühlt sich Essen daher mitunter auch an wie Verliebtsein (das gilt besonders fürs Essen von Schokolade, dessen Inhaltsstoff Phenylethylamin die biochemische Reaktion der Hormonausschüttung fördert).
Und: Essen ist in unserer westlichen Welt immer verfügbar. Das bedeutet, wir können aufs Essen zurückgreifen, wann immer wir wollen. Vielleicht muss das Essen, oft auch übermäßiges Essen, deshalb immer wieder zur Befriedigung unserer emotionalen Bedürfnisse und Überwindung unserer inneren Defizite herhalten.
Gefühle können auf den Magen schlagen – und umgekehrt. Denn unsere Darmbakterien haben einen Einfluss auf unsere Gefühle. Aktuelle Forschungen bestätigen eine Verbindung zwischen Bauch und Kopf: die Darm-Hirn-Achse. Sie geht in beide Richtung. Wahrscheinlich kennen es die meisten Menschen: das Frustessen. Wir essen, um negative Gefühle wie Frust, Langeweile, Stress, Einsamkeit, Trauer o. ä. zu ertragen oder besser gesagt, um uns von ihnen abzulenken.
Das Problem ist: Wenn wir das tun, essen wir, ohne Hunger zu haben. Das Ergebnis ist, dass wir uns zwar kurzfristig besser fühlen, aber wir dieses kurzfristige Wohlgefühl auf längere Sicht immer wieder brauchen, weil wir das dahinterliegende Problem ja nicht lösen. So können sich Essstörungen entwickeln, sowohl in die eine Richtung: Esssucht und Bulimie, als auch in die andere: Magersucht, Anorexie.
Im Folgenden geben dir Maja und Claudia konkrete Tipps, wie du dein Essverhalten in den Griff bekommst:
Aus dem Zen-Buddhismus kommen viele gute Anregungen für ein ausgewogenes Ess- und Ernährungsverhalten. Das reicht von der Auswahl und Zubereitung von Speisen bis zu einem bewussten Essverhalten. Macht dir dieses Wissen zunutze und vollziehe dein Essen beim nächsten Mal mit großer Aufmerksamkeit in jedem Schritt und bei jedem Bissen. Lass dir Zeit dazu, um immer auch nachzuspüren, was gerade beim Essen geschieht. Wenn du dir regelmäßig Zeit für ein achtsames Essen nimmst, wirst du schnell bemerken, wie sich dein gesamtes Essverhalten positiv verändert.
Wenn du mehr zum Thema Essen und Emotionen wissen willst, um ohne Diäten dein Wunschgewicht zu erreichen und zu halten, dann empfehlen wir dir den Ratgeberklassiker von der Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Doris Wolf "Abnehmen und dabei genießen". Darin zeigt sie dir, dass Abnehmen Kopfsache ist und leicht gelingen kann: Mit dem von ihr entwickelten und vielfach erfolgreich angewandten Natural Weight-Programm lernst du Schritt für Schritt deinen Körper neu wahrzunehmen und wertzuschätzen – dann ändern sich schädliche Essgewohnheiten wie von selbst. Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeiten findest du im PAL Onlineshop.
Du findest alle Folgen des Podcasts hier zum Nachhören. Mehr zum Podcast selbst und über Maja und Claudia erfährst du hier.
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