Wie wir einen positiven Umgang mit der Corona-Krise finden – Podcast #21

Folge 21 des inspirierenden Life-Coaching-Podcasts von und mit Maja Günther.

Wie wir einen positiven Umgang mit der Corona-Krise finden – Podcast #21
© PAL Verlag unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

Folge 21: Wie wir einen positiven Umgang mit der Corona-Krise finden

Denkanstöße um mit dem Sorgen besser umzugehen

In diesem Beitrag geht es darum, wie die Corona-Krise uns beeinflusst und wie wir einen guten Umgang mit unseren Sorgen finden können. Die meisten von uns haben in der gegenwärtigen Situation ein Gefühl der Angst. Dabei handelt es sich um eine konkrete Angst. Das bedeutet, wenn wir Angst haben in der jetzigen Situation, ist das völlig normal. Wichtig ist, dass wir einen positiven Umgang mit der Angst finden und damit leben lernen. Wenn das Leben mit der Bedrohung für uns normal wird, dann sinkt die Angst. 

Grundsätzlich ist Angst ein beklemmendes und banges Gefühl, bedroht zu sein. Gefühl haben zurzeit viele Menschen. Dahinter steckt ihre Unsicherheit darüber, wie sie die Situation einschätzen können, in der sie sich befinden. Welche Nachrichten stimmen und welche nicht? Wem kann man glauben kann und wem nicht? Infizieren wir uns mit dem Corona-Virus? Werden wir krank? Nimmt die Krankheit einen schlimmen Verlauf? Stecken wir andere an? Wir sprechen mit einer Person und sind beruhigt und dann sprechen wir mit einer anderen Person und sind beunruhigt. Die vielen Spekulationen führen zu einem Auf und Ab unserer Gefühle. Und dennoch müssen wir alle mit dieser Situation zurechtkommen, mit der Ungewissheit und der Bedrohung. Wir sind nicht alleine. Wir alle fühlen Angst, Sorge und Unsicherheit. 

Die Reaktion auf diese Situation ist bei jedem Menschen verschieden. Das merken wir am Verhalten der Menschen in unserem Umfeld. Manche wollen keine Informationen an sich heranlassen und tun so, als wäre nichts passiert. Andere haben riesige Ängste und Sorgen und fühlen sich wie gelähmt. Viele empfinden die Lage eher als unterschwellig bedrohlich und nicht richtig greifbar. Dementsprechend unterschiedlich ist auch das Verhalten der Menschen. Manche gehen ihrer Arbeit nach wie immer, andere bleiben ganz zu Hause lassen sich sogar den Einkauf liefern und manche treffen sich in Gruppen oder feiern sogar Corona-Parties. Jeder Mensch verhält sich nach dem Gedankenmuster, das er im Kopf hat. Das wiederum kann nur jeder für sich beeinflussen, indem er eine Haltung dazu findet. Es bringt wenig, sich über andere zu ärgern oder die Corona-Polizei zu spielen. Wirkungsvoller ist es, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Wir können etwas tun, um mit unserer eigenen Angst besser umzugehen. 

Was genau können wir tun, um unsere Ängste und Sorgen zu lindern?

Zunächst ist es wichtig, möglichst sachlich und ruhig zu bleiben. Wenngleich das schwer ist, so sind doch zwei Fakten gewiss: Bei den meisten Menschen hat die Erkrankung einen milden Verlauf. Und wir können uns vor einer Infektion schützen, indem wir uns an bestimmte Regeln halten: Hände waschen, sich nicht ins Gesicht fassen und wenig Kontakt zu anderen haben. Dennoch sollten wir uns nicht völlig zurückziehen, sondern die Kontakte mehr aufs Telefonieren verlagern über Mobilgeräte und den PC miteinander kommunizieren oder über SMS und Social-Media-Kanäle. Wir können auch einzelne Menschen treffen, wenn wir den Abstand einhalten. 

Dazu kann es helfen, sich über die aktuelle Lage zu informieren. In den letzten Tagen und Wochen ist eine Flut von Information auf uns eingeprasselt. Dem kommt man gar nicht aus. Doch die Berichterstattungen sind oftmals sehr widersprüchlich, weil sich auch die Erkenntnisse von Wissenschaftlern und öffentlichen Stellen ständig verändern. Sinnvoll ist es, sich auf die offiziellen Informationen zu konzentrieren, um ein Grundverständnis zu bekommen. Vorsichtig sollten wir dagegen mit Informationen aus dem Netz oder aus den Sozialen Medien sein. Es werden oft haltlose Vermutungen angestellt und Panik geschürt. 

Hier hilft es, auch mal Informations- und Nachrichtenpausen einzulegen. Wichtig ist es, sich vorher zu fragen, ob wir momentan Informationen vertragen, oder lieber abwarten wollen, um das zu verarbeiten, was wir schon wissen. 

Laut Forschung ist zu Beginn einer Pandemie die Unsicherheit und Angst am größten. An diesem Punkt befinden wir uns jetzt gerade. Sobald sich eine neue Normalität im Umgang mit der Situation einstellt, nimmt die Angst wieder ab. Auch hier können wir viel dazutun. Allein das Bewusstsein darüber ist beruhigend. Es hilft uns, wieder in eine Normalität zu finden und die können wir aktiv gestalten. Wir können Dinge tun, die uns guttun. Wir können lesen, uns um uns und unseren Körper kümmern. Briefe, oder Tagebuch schreiben, gut kochen, spazieren gehen, kreativ werden, wir können derzeit viele Dinge tun, für die wir sonst keine Zeit hätten. Und was immer Angst reduziert ist Entspannung. Denn Anspannung geht als körperliches Zeichen mit Angst und Sorgen einher. Sorgen wir für körperliche Entspannung und körperliches Wohlbefinden, hilft uns unser Körper die Angst in unserem Kopf und unserer Seele loszuwerden. Entspannen können wir auf unterschiedliche Arten: Es kann ein Bad sein, ein Spaziergang oder eine schöne Musik zu hören. Alle diese Aktivitäten und Projekte wirken unter anderem dem Gefühl der Isolation entgegen.

Ich stelle dir hier eine Entspannungstechnik vor, die du überall und zu jederzeit anwenden kannst: die progressive Muskelentspannung nach Jakobson.

Ich bin sicher, dass wir auch diese Krise überstehen werden. Und wir haben die Chance, dass sie uns persönlich und auf gesellschaftlicher Ebene weiterbringt. Wir werden rücksichtsvoller mit der älteren Generation umgehen und vielleicht auch anders mit chronisch kranken Menschen. 

Ich wünsche dir, dass du einen guten Umgang mit deinen Ängsten und Sorgen findest, und dass diese Situation dadurch für dich bald zur Normalität wird. So kannst du der Krise den Schrecken nehmen. Das Leben geht weiter und auch diese Krise geht vorbei.

Deine

Maja Günther

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Barbara schreibt am 14.12.2020

Es ist ein Segen, dass es dieses Internetportal gibt. Interessanter weise bewege ich mich dort "zufällig" immer dort, wenn's mir gerade nicht so dolle geht.
Danke allen Beteiligten, auch den unvergessenen Verstorbenen


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