Der Coaching-Podcast, Folge 62: Auf dich und deinen Weg!

Folge 62 des inspirierenden Coaching-Podcasts von und mit Maja Günther, in der es darum geht, wie du auf deine innere Stimme hörst und eigene Wege findest, die Herausforderungen im Leben zu meistern.

Der Coaching-Podcast, Folge 62: Auf dich und deinen Weg!
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotos von unsplash.com

In dieser Podcastfolge geht es um das, was du für dich tun kannst. Es geht darum, in den Momenten, in denen du etwas brauchst, das dir guttut, nicht auf andere zu setzen und Erwartungen zu stellen, sondern dich auf dich selbst zu besinnen, deine Ressourcen zu mobilisieren und dich selbst weiterzubringen.

Befreie dich aus der Abhängigkeit von anderen!

Kennst du Situationen, in denen du das Gefühl hast, von anderen abhängig zu sein? Du arbeitest und wartest auf Informationen von anderen, um dein Projekt abschließen zu können. Du bist mit deinen Liebsten im Urlaub, und jeder braucht etwas anderes. Du stehst im Stau und wünschst dir nichts sehnlicher, als dass sich der Stau löst und du wieder freie Fahrt hast. Du willst schon lange eine Weiterbildung machen und schiebst immer andere Dinge vor. Oder du beschreitest Wege anderen zuliebe, die sich für dich persönlich nicht stimmig anfühlen.

Auf die Einstellung kommt es an

Wir kommen häufig in Situationen, die wir nicht direkt beeinflussen können. Wir können jedoch unser Gefühl innerhalb der Situation ändern. Es kommt darauf an, welche Einstellung wir haben. Wenn wir, um bei den Beispielen zu bleiben, auf den stockenden Verkehr schauen, die fehlenden Informationen oder die Bedürfnisse der anderen, die Ablenkung von unseren eigenen Wünschen und Bedürfnissen, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir keine gute Zeit verbringen. Wir fühlen uns schlecht und ärgern uns.

Wenn du dir in solchen Momenten bewusst machst, dass es jetzt ganz auf dich, auf deine Einstellung und dein Verhalten ankommt, kannst du zumindest das Gefühl in der unguten Situation zum Positiven verändern. Du hast dann im Rahmen deiner Möglichkeiten die Zügel wieder in die Hand genommen und kümmerst dich darum, dass es dir gut geht. Hierbei kann dir eine Gedankenreise helfen.

Eine Gedankenreise

Stell dir bildlich vor, du stehst an einer Kreuzung zwischen ganz vielen Wegen und stehst vor der Entscheidung, einen zu wählen, in eine Richtung zu gehen. Denke nun an alle Einflüsse von außen, die dich in eine Richtung lenken wollen, in der du dich nicht richtig wohlfühlst: Einflüsse von anderen Menschen, von Lebensumständen, von bestimmten Ereignissen. Du kannst jedem dieser Einflüsse einen Weg zuweisen und bleibst trotzdem immer noch an der Kreuzung stehen. Denn es stehen dir weitere, neue Wege offen. Wege die du noch nicht kennst.

Im nächsten Schritt stellst du dir vor, was dich als Person ausmacht. Was zeichnet dich aus? Wo liegen deine Stärken? Frage dich im Stillen, was die dir wichtigen Menschen über dich sagen würden, was dich besonders macht. So tankst du Kraft, bevor du einen neuen Weg beschreitest. Überlege auch, ob und wann du dich schon einmal getraut hast, einen Weg nur aus eigenem Antrieb und für dich zu gehen, ohne auf andere zu hören, ohne dich beeinflussen zu lassen. Bist du schon einmal einen Weg gegangen, bei dem du dir selbst, ganz tief in dir, sicher warst, dass er der richtige ist?

Überlege dir schließlich, was du schon immer tun wolltest und bisher nicht getan hast. Oder was dir jetzt in genau dieser Situation helfen kann. Was brauchst du, um ein gutes Gefühl zu haben? Was sind deine Bedürfnisse? Schaue dir die neuen Wege an. Sie führen dich zu deinen Bedürfnissen, zu dem, was du jetzt wirklich brauchst. Angenommen du könntest ohne Probleme und ohne, dass jemand etwas dagegen hätte, deinen neuen Weg gehen, wie würde es dir gehen, wenn du diesen Weg jetzt einschlagen könntest? Wer wärst du dann? Was würde dich am Ende des Weges erwarten? Wo führt er dich hin? Welchen Gewinn hast du davon, den neuen Weg zu gehen?

Entscheide dich für einen der neuen Wege und gehe ihn jetzt gedanklich entlang. Was siehst du am Wegesrand? Durch welche Landschaft gehst du? Ist er schön oder unheimlich, leicht oder schwer, lang oder kurz? Wie fühlt es sich an, den neuen Weg zu gehen? Was fühlst du gerade körperlich?

Mit dieser Körperwahrnehmung ist deine Gedankenübung zu Ende. Solltest du jetzt schon entschieden sein, im realen Leben tatsächlich neue Wege zu gehen, dann kannst du jetzt die Übung konkretisieren, um sie in den Alltag zu bringen.

Kleine Schritte

Frage dich, welche ersten konkreten kleinen Schritte du tun kannst, um deinen neuen Weg zu beschreiten. Es kommt allein auf dich an. Nimm dir die Freiheit und entscheide dich für deinen Weg. Das kann im Stau der Weg sein, dir die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Das kann im Projekt der Weg sein, mit den anderen über deine Situation zu sprechen und Arbeitsabläufe zu justieren. Oder auch, andere Aufgaben vorzuschieben, die du gleich erledigen kannst. Das kann im Urlaub der Weg sein, einen Platz zu finden, an dem jeder zu seinem Bedürfnis kommt und darauf zu verzichten, jeden Tag mit allen zusammen Programm zu machen.

 

Oder vielleicht ist es an der Zeit, einen Weg einzuschlagen, den du schon lange gehen wolltest. Für die Situation sind wir selten allein verantwortlich, aber an deinem Gefühl, kannst du etwas ändern. Solltest du jetzt neue Wege einschlagen, dann gehe sie mit Genuss. Es ist dein ganz persönlicher Weg. Du hast ihn dir geebnet, du hast ihn entdeckt und du darfst ihn beschreiten.

Der richtige Weg

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Wege, die ich mir ausgesucht habe und die emotional hundertprozentig zu mir passen, mich nie in die Irre geführt haben. Es scheint gerade so, als würden wir unbewusst diese Wege schon lange ebnen, um sie dann zu beschreiten. Hier ist die Gefahr, sich zu verirren oder verloren zu gehen, vergleichsweise gering.

Ich wünsche dir eine spannende und schöne Reise und dass dich deine Wege zu dir selbst führen.

Deine

Maja Günther

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susanne anderson schreibt am 31.10.2021

Alles sehr gut, aber wenn man einen Pflegefall hat ist das Leben zu Ende.
Keine Hilfe von irgendeiner Seite, nur dumme Sprüche.
Ich habe keine Chance mein Leben noch zu verändern und etwas Glück zu finden.
So ist die Realität.
Ich stand mal auf der Sonnenseite, jetzt bin ich am Ende. Mein Körper streigt.


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