Der Coaching-Podcast, Folge 79: Was brauchst du, um wirklich Freude zu empfinden?

Folge 79 des inspirierenden Coaching-Podcasts von und mit Maja Günther, in der es darum geht, das wichtige Grundgefühl der (Lebens-)Freude zu erfahren – jeden Tag aufs Neue!

Der Coaching-Podcast, Folge 79: Was brauchst du, um wirklich Freude zu empfinden?
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotos von unsplash.com

In dieser Folge geht es darum, wie du jeden Tag für dich ein bisschen besser machen kannst. Du kannst die Geschehnisse der Welt/von außen nicht immer beeinflussen, aber du kannst aus deinem Tag das Beste herausholen und so einen kleinen Beitrag zu deiner Zufriedenheit leisten.

Die Sehnsucht nach besseren Zeiten

Kennst du das Gefühl, dein Leben wäre eintönig? Jeder Tag läuft ähnlich ab und es passieren wenig aufregende Dinge. Du sehnst dich nach Zeiten zurück, in denen du spannende Dinge erlebt hast. Oder du hast den Eindruck, dass andere ein besseres Leben haben als du. Du lebst so vor dich hin und verlierst den Blick für das, was du im Leben hast. 

Wenn du dagegen das Gefühl hättest, dass dein heutiger Tag der Beste in deinem Leben wäre – warum auch immer –, dann würdest du dich vermutlich nicht nur besser fühlen, du würdest den Tag auch anders gestalten und vielleicht bewusster und intensiver erleben. Genau dieses kleine Gedankenexperiment und den damit verbundenen Perspektivwechsel möchte ich mit dir durchspielen. Du kannst es dann jeden Tag üben und ausprobieren, ob und was sich dadurch für dich ändert.

Ein Gedankenspiel: Was ist im Leben wirklich wichtig?

Überlege dir dazu zunächst, was du wirklich dringend zum Leben brauchst. Wenn du von einem Minimum ausgehst, also davon, was existentiell wichtig ist für dich – was wäre das? Ziemlich sicher brauchst du Essen und Trinken und ein Dach über dem Kopf. Du brauchst eine finanzielle Einnahmequelle, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Vermutlich wäre es auch schön, Beziehungen zu haben, eine Familie und Freunde. Das sind schon die grundsätzlichsten Dinge. Dann geht es weiter mit Besitztümern: Alles, was nun dazu kommt, dient dazu, dir das Leben angenehmer zu machen. Mache dir bewusst, was du alles hast, und überlege dir dann, was dir von dem, was du besitzt, wirklich wichtig ist. 

Vielleicht stellst du dabei fest, dass du mehr hast, als du brauchst. Du hast dir eine gute Grundlage geschaffen, die du vielleicht mit der Zeit für selbstverständlich gehalten hast. Das Gefühl für den Wert der Dinge geht in dem Moment verloren. 

Stelle dir jetzt vor, dass der heutige Tag der beste in deinem Leben wäre. Was wäre dann anders? Mache dir eine Liste von konkreten Dingen, die anders wären als sonst. Es können Gefühlszustände sein, Dinge, die du besitzt oder auch etwas, das du anders machen würdest: Zeit, die du anders organisieren würdest. Menschen, die du treffen oder nicht treffen würdest. Notiere in Stichpunkten untereinander alles, was dir spontan in den Sinn kommt. 
Gehe jeden einzelnen Stichpunkt erneut durch und frage dich bei jedem Punkt, woran du merken würdest, dass etwas anders ist, und ob genau das deinen Tag zum besten deines Lebens macht. Jetzt gehe die Stichpunkte ein weiteres Mal durch und frage dich: Angenommen, es wäre wirklich möglich, dass die Dinge, die ich notiert habe, genauso stattfinden und sich erfüllen würden, was wäre dadurch möglich? Was könnte ich tun? Welche Möglichkeiten hätte ich?

Beispielsweise kannst du dir wünschen, du hättest mehr Austausch mit anderen. Du könntest über Themen sprechen, die dich tief beschäftigen. Was wäre dann anders? Stelle dir vor, du würdest deinen Horizont erweitern, dich eingebunden und verstanden fühlen. Woran würdest du das merken? Wärst du zufriedener und hättest mehr Lebensfreude? Was wäre dadurch möglich? Hättest du das Gefühl, etwas bewirken oder erreichen zu können? Überlege dir, was du verändern willst. Dein Leben wäre mehr in Bewegung.

Die Fragen scheinen zunächst sehr ähnlich. Dennoch kommen wir mit jedem Schritt eine Schicht tiefer. Bei der Beantwortung der einzelnen Fragen wird immer klarer, welche Gefühle anders wären und was du damit machen würdest. Deshalb ist es hilfreich, sich für dafür wirklich Zeit zu nehmen. Mit der Zeit wird es immer leichter, die Fragen klar zu beantworten. 

Probiere das Gedankenspiel täglich eine Woche lang aus. Du kannst so trainieren, jeden Tag ein bisschen bewusster zu erleben. Das allein verbessert schon deinen Tag. Achte auf deine Bedürfnisse genauso, wie du auf andere Menschen achtest. 

Mit der neuen Haltung, den Ärger über die kleinen Dinge überwinden

Wenn du die Haltung einnehmen kannst, dass dieser Tag dein bester wäre, wenn du das wirklich denkst und daran glaubst, dann wirst du dich vermutlich schon ganz von allein weniger über Lappalien ärgern. Oft reicht schon ein kleiner Perspektivenwechsel und es kann sich etwas zum Positiven verändern.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren des Gedankenspiels und viele beste Tage in deinem Leben!

Deine

Maja Günther

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