Erkenne das Motiv für deine Motivation – Podcast #182

In dieser Folge des Podcasts „Wecke deine Lebensfreude“ sprechen Maja Günther und Claudia Morgenstern über die Kraft unserer inneren Beweggründe und wie wir mit ihrer Hilfe ans Ziel kommen.

Erkenne das Motiv für deine Motivation – Podcast #182
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

Oft sind wir allein auf die Ergebnisse unserer Aufgaben fokussiert und verlieren aus dem Blick, warum wir etwas tun und was uns dazu antreibt. In dieser Podcastfolge sprechen die Psychologin Claudia Morgemstern und die Coach Maja Günther über das, was uns wirklich antreibt. Wenn wir uns aktiv auf die Suche danach machen und ein Gefühl dafür bekommen, bleiben wir motiviert und erreichen leichter unsere Ziele. Wie dir das gelingt und warum es wichtig ist, dich selbst zu loben und zu belohnen, zeigen sie an Fallbeispielen und in Übungen.

Warum haben wir sooft Probleme mit der Selbstmotivation?

Häufig schauen wir auf Ergebnisse und Ziele unserer Aufgaben und unserer Arbeit und achten zu wenig auf den Weg, den wir dorthin gehen. Mit dem Blick auf das Große (erst dann sind wir zufrieden) fällt es uns jedoch schwer, unsere Fortschritte im Kleinen anzuerkennen. So laufen wir Gefahr, Teilziele zu übersehen und die Motivation zu verlieren. 

Welche Arten von Motivation gibt es? Erkenntnisse aus der Motivationspsychologie

Umso wichtiger ist die Suche nach den Motiven, die zu unserer Motivation führen. Dazu ist es hilfreich, mithilfe von Erkenntnissen aus der Motivationspsychologie etwas genauer anzusehen, was uns antreibt, wie sich die Arten der Motivation unterscheiden und wie sie aufeinander einwirken.

Was sind unsere inneren Motive? Wenn wir von inneren Motiven sprechen, dann meinen wir unsere inneren Anliegen und Beweggründe, die uns zum Planen, Entscheiden und Handeln motivieren.

Der US-Psychologe McClelland hat in diesem Zusammenhang drei Grundmotive identifiziert:

  1. Das Leistungsmotiv: "Ich will meine Kompetenzen erweitern und strebe nach Erfolg."
  2. Das Anschlussmotiv: "Ich will dazugehören."
  3. Das Machtmotiv: "Ich will Einfluss haben, mitreden, bestimmen."

Zudem werden auf einer weiteren Ebene die Motive nach bewussten, also expliziten, und unbewussten, also impliziten Motiven unterschieden. Letztere beeinflussen uns auf emotionaler Ebene. Wer in einem Unternehmen beispielsweise die höchste Position erreichen will, tut das möglicherweise explizit, weil er oder sie immer besser werden will (Leistungsmotiv), implizit jedoch, weil er oder sie zum Kreis der Unternehmensführung dazugehören will (Anschlussmotiv). Das bedeutet, wenn bewusste und unbewusste Motive nicht übereinstimmen, werde ich unzufrieden und erkenne meinen Weg nicht an.

Wie kannst du dir deine persönlichen Motive bewusst machen?

  • Nimm deine wirklich Bedürfnisse wahr und ernst.
  • Find den zu dir passenden Motivationsspruch, z. B.: "Der Weg ist das Ziel." Oder: "Ich bin der Prozess." Hierzu erzählt Claudia ein Beispiel aus ihrer neuropsychologischen Arbeit mit Rehapatient:innen.
  • Mach dir bewusst, dass du im Rahmen deiner Möglichkeiten zu jeder Zeit dein Bestes gibst. Frage dich, wo dein Rahmen liegt und wie groß er ist.
     

Wie gelingt es, dich auf deinem Weg immer wieder selbst zu loben und zu belohnen?

  • Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern bleib bei dir. Schaue stattdessen, wo du nach ein paar Wochen im Vergleich zu heute stehst.
  • Konzentriere dich auf Fortschritte anstatt auf Fehler oder Rückschläge.
  • Belohne dich: Mach eine Pause nach einer Etappe. Gönne dir etwas, das dein positives Erlebnis verstärkt. Feiere dich für jeden Schritt.
  • Notiere dir deine Erfolge beispielsweise in deinen Kalender oder in ein Tagebuch.
  • Klopfe dir selbst auf die Schulter: Lobe dich, indem du dir immer wieder bewusst machst, was du gut gemacht hast, und das auch aussprichst.

Impuls: Wofür möchte ich mich heute loben?

Zum Abschluss geben dir Maja und Claudia eine Impulsfrage mit auf dem Weg, die dir hilft, dir deine inneren Bedürfnisse, Motive und Beweggründe vor Augen zu führen. Frage dich jeden Abend zu einer festgelegten Zeit: Wofür möchte ich mich heute loben? Was war heute ein Schritt in die richtige Richtung?

Wecke deine Lebensfreude – der psychologische Podcast für mehr Zufriedenheit und innere Stabilität

Du findest alle Folgen des Podcasts hier zum Nachhören. Mehr zum Podcast selbst und über Maja und Claudia erfährst du hier.

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Willkommen zur Folge 1 des inspirierenden Podcasts von und mit Maja Günther.

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Inhalt des Beitrags 
 Warum haben wir sooft Probleme mit der Selbstmotivation?  
 Welche Arten von Motivation gibt es? Erkenntnisse aus der Motivationspsychologie  
 Wie kannst du dir deine persönlichen Motive bewusst machen?  
 Wie gelingt es, dich auf deinem Weg immer wieder selbst zu loben und zu belohnen?  
 Impuls: Wofür möchte ich mich heute loben?  
 Wecke deine Lebensfreude – der psychologische Podcast für mehr Zufriedenheit und innere Stabilität  
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