Ein Pflaster für deine Seele – Podcast #184

In dieser Folge des Podcasts „Wecke deine Lebensfreude“ sprechen Claudia Morgenstern und Maja Günther über den Umgang mit seelischen Schmerzen und wie wir sie mit einer neuen Haltung überwinden können.

Ein Pflaster für deine Seele – Podcast #184
© PAL Verlag, unter Verwendung eines Fotomotivs von unsplash.com

In dieser Podcastfolge geht es um unsere seelischen und infolge auch körperlichen Schmerzen, die wir durch andere, durch Ereignisse, aber auch durch uns selbst erlangen. Die Psychologin Claudia Morgenstern und die Coach Maja Günther zeigen, wie sie sich auf unser Leben und unsere Beziehungen auswirken können und wie wir in einem stufenweisen Prozess eine neue Haltung zu ihnen entwickeln können, die uns hilft, sie zu ertragen und uns von ihnen zu befreien.

Was fügt uns seelische Schmerzen zu?

Ursachen und Auslöser für seelische Schmerzen gibt es viele unterschiedliche: von psychischen Krisen wie etwa eine Identitätskrise, über Konflikte mit anderen oder Veränderungen in den Rollenmustern, etwa wenn sich die Rollen in der Beziehung durch die Erkrankung der Partnerin oder des Partners ändern, über Verletzungen der persönlichen Grenzen, etwa durch eine Kränkung oder Diskriminierung, bis hin zu Schicksalsschlägen wie Kinderlosigkeit. 

Natürlich können wir auch durch bestimmte negative Ereignisse wie einen Unfall traumatisierende seelische Verletzungen davontragen. Traumata stehen aber nicht im Vordergrund dieser Podcastfolge.

Wie wirken sich die seelischen Schmerzen auf unser Leben und unsere Beziehungen aus?

Auf der Gefühlsebene: Bedrückung, Verzweiflung, Grübeln, sich in Frage stellen, Antriebslosigkeit

Auf der Beziehungsebene: Wir sind absorbiert und nicht mehr offen und aufnahmefähig für andere Menschen und Eindrücke.

Auf körperlicher und mentaler Ebene: Wir verlieren unsere Leistungsfähigkeit, sind unkonzentriert bei längerer Belastung, haben Schlafprobleme, empfinden psychosomatische Schmerzen im Körper (etwa im Magen oder im Kopf).

Was kannst du tun, um eine neue Haltung zu deinen seelischen Schmerzen zu entwickeln?

Tipp 1: Das Pflaster für deine Seele ist Akzeptanz

Lass den Schmerz zu, anstatt dich nicht um ihn zu kümmern, denn Schmerzen sind wie trotzige Kinder: Sie werden lauter, wenn du sie missachtest.

Tipp 2: Unterscheide zwischen dir und dem Schmerz

Nimm den Schmerz wahr, aber identifiziere dich nicht ganz damit. Denn der Schmerz ist nur ein Teil von dir. Sag dir selbst: "Ich bin nicht der Schmerz." Zum Beispiel: "Ich fühle, wie mich meine Trauer schmerzt. Aber ich bin mehr als der Schmerz und deshalb kann sie mich nicht kaputtmachen."

Tipp 3: Gib dir selbst erste Hilfe für die Seele

Zeige Selbstmitgefühl und behandle dich selbst wie eine gute Freundin oder einen guten Freund. Leg ganz bewusst deine Hand aufs Herz und sprich dir beruhigende Worte zu.

Tipp 4: Atme

Versuche tief ein- und auszuatmen und konzentriere dich ganz auf deinen Atem.

Tipp 5: Kümmere dich um die Ursachen deines seelischen Schmerzes, wenn du dich etwas beruhigt hast

  • Führe Tagebuch und notiere dir, woher der seelische Schmerz kommt und wie er sich verändert. Damit gewinnst du etwas Abstand zu deinem Schmerz. Eine gute Gelegenheit dazu bietet das Lebensfreude-Tagebuch des PAL Verlags.
  • Geh spazieren. Egal, ob allein oder zu zweit – die Bewegung und die Eindrücke der Natur, angefangen bei der frischen Luft, lenken dich ab und geben dir neue, positive Eindrücke.
  • Mach dich auf die Suche nach den Mustern, in die du verfällst, wenn du Schmerzen hast. Wenn du sie erkennst, kannst du gezielt dagegen anarbeiten und neue Gewohnheiten einüben, die dir guttun.

Tipp 6: Aktiviere deine Ressourcen

Und frage dich:

  • Was ist noch da außer dem Schmerz? Was fühle ich, was nehme ich wahr, was kann ich tun, wer ist um mich?
  • Wie würden andere auf meinen Schmerz schauen (Perspsektivwechsel)?
  • Was kann ich tun, damit es mir besser geht (Selbstfürsorge und Wahrnehmung der Grundbedürfnisse)?

Tipp 7: Nimm professionelle Hilfe in Anspruch

  • Coaching
  • Psychotherapie: Adressen von Therapeutinnen und Therapeuten in deiner Nähe findest du auf therapie.de oder über die kassenärztliche Vereinigung.
  • Psychologische Beratungsstellen, etwa sozialpsychiatrische Dienste, die es in jeder Stadt gibt.
  • Telefonseelsorge: Hier bekommst du rund um die Uhr Hilfe auf telefonseelsorge.de oder über Telefon 0800 1110111, 0800 1110222
  • oder 0800 116123.

Übung: Ich habe einen Schmerz, aber ich bin nicht mein Schmerz

Nimm dir Stift und Papier zur Hand und zeichne einen Kreis, in den du deinen Namen schreibst. Dann zeichne einen weiteren Kreis in den Kreis, in den du deinen Schmerz schreibst. Und nun überlege dir weitere Kreise bzw. Elemente, die gleichzeitig mit dem Schmerz in dir vorhanden sind. Lass dir Zeit und werde kreativ. Wenn du fertig bist, schau dir das Bild mit Abstand an. Wahrscheinlich wirst du erkennen, dass du viel mehr bist als nur der Schmerz.

Wecke deine Lebensfreude – der psychologische Podcast für mehr Zufriedenheit und innere Stabilität

Du findest alle Folgen des Podcasts hier zum Nachhören. Mehr zum Podcast selbst und über Maja und Claudia erfährst du hier.

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Willkommen zur Folge 1 des inspirierenden Podcasts von und mit Maja Günther.

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Inhalt des Beitrags 
 Was fügt uns seelische Schmerzen zu?  
 Wie wirken sich die seelischen Schmerzen auf unser Leben und unsere Beziehungen aus?  
 Was kannst du tun, um eine neue Haltung zu deinen seelischen Schmerzen zu entwickeln?  
 Übung: Ich habe einen Schmerz, aber ich bin nicht mein Schmerz  
 Wecke deine Lebensfreude – der psychologische Podcast für mehr Zufriedenheit und innere Stabilität  
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