Selbstaufopferung ist keine Tugend

Opfern Sie viel von Ihrer Energie und Zeit für andere und fühlen sich ausgenutzt? Selbstaufopferung schadet auf Dauer da sie nur selten gedankt wird. Wichtig ist darauf zu achten dass man selbst nicht zu kurz kommt.

Selbstaufopferung ist keine Tugend

Die meisten von uns haben in der Kindheit gesagt bekommen, dass es edler ist, zu geben, als zu nehmen.

Unglücklicherweise kann ein solch idyllisches System nur funktionieren, wenn jeder dieser Philosophie folgt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Viele Frauen haben es sich erlaubt, daran festzuhalten, da sie an diesen Mythos glauben wollen und geben auf diese Weise ihre persönliche Freiheit auf.

Weit mehr Frauen als Männer schaden sich durch diese Einstellung.

Gegen Wohltätigkeit ist nichts einzuwenden. Es ist jedoch wahr, dass es nur denjenigen gut geht, die nicht nur für die anderen sorgen, sondern auch für sich selbst.

Wer sich auf Dauer aufopfert und dabei selbst ständig zu kurz kommt, dessen Batterie ist bald leer und der braucht dann selbst die Hilfe anderer.

Nicht selten leiden Betroffene dann unter einem Helfersyndrom.

Wenn Sie sich aufopfern, weil Sie glauben, dass dies der einzige Weg ist, sich wertvoll zu fühlen, und es deshalb vermeiden, die Dinge zu tun, die Sie gerne tun möchten, dann werden Sie am Ende unglücklich, frustiert und machtlos sein.

Anzeichen von Selbstaufopferung und Selbstverleugnung

Sich eines Problems bewusst zu sein, bedeutet, es schon zur Hälfte gelöst zu haben.

Sie können Ihr Bewusstsein für eine mögliche Selbstaufopferungsrolle steigern, indem Sie überprüfen, wie sich die Einstellung „Selbstaufopferung ist eine Tugend“ in Ihrem Verhalten zeigt.

Im Folgenden finden Sie eine Checkliste typischer Anzeichen von Selbstaufopferung. Können Sie sich wiedererkennen?

  • Geben Sie in Unterhaltungen mit Männern nach oder halten sich zurück, aus Angst, diese könnten Sie für eine Konkurrentin, für schroff und unweiblich halten, auch wenn Sie wissen, dass Ihre Meinung von Interesse ist?
  • Haben Sie Schuldgefühle, wenn Sie das Geld Ihres Mannes oder Geliebten ausgeben?
  • Benutzen Sie die Logik der Selbstaufopferung, um Belohnungen zu verlangen, indem Sie Äußerungen machen wie: „Ich hätte Karriere machen können, wenn ich mich nicht für dich geopfert hätte“ oder „Ist das der Dank, nach allem, was ich für dich getan habe?“
  • Ärgern Sie sich über die Opfer, die Sie anderen bringen? Möchten Sie etwas für sich selbst tun, haben aber das Gefühl, dass Sie es nicht tun „sollten“?
  • Erlauben Sie anderen nicht, Ihnen einen Gefallen zu tun? (Wenn Sie einem anderen erlauben, nett zu Ihnen zu sein, dann sind Sie nicht Herr der Situation? Sie können ihn oder sie nicht kontrollieren und Sie können nicht der „beste“ Mensch unter den anderen sein.)
  • Geben Sie nach, anstatt Ihren Standpunkt zu vertreten? (Der unbewusste Grund hierfür ist, dass es besser ist, auf das zu verzichten, was man will, anstatt zu riskieren, Schiffbruch zu erleiden.)
  • Erklären Sie sich bereit, mit Freunden oder Familienmitgliedern etwas zu unternehmen, und nehmen diesen dann übel, dass diese Ihnen das Leben schwer machen?
  • Vernachlässigen Sie Ihr seelisches und körperliches Befinden, weil Sie immer nur für andere da sind?
  • Tun Sie vieles, von dem Sie glauben, Sie „sollten“ es tun, damit die anderen zufrieden sind, anstatt das zu tun, was Sie möchten und was gut für Sie ist?

Dies sind nur einige Beispiele für selbstschädigendes Verhalten, welches aus dem Glauben resultiert, sich aufzuopfern sei eine Tugend.

Erstellen Sie nun Ihre eigene Liste. Sagen Sie den Verhaltensweisen den Kampf an, die Sie vom Glück abhalten.

Wie Sie Selbstverleugnung in Selbstachtung verwandeln

Ein Gefühl für Ihren Wert bekommen Sie, wenn Sie für sich selbst wie auch für andere etwas tun.

Stellen Sie eine Liste zusammen von den Opfern, die Sie zur Zeit für andere Menschen erbringen. Diese Liste wird ein Leitfaden für Ihre Veränderung sein.

Stellen Sie sich die entscheidende Frage: „Machen mich diese Opfer wirklich tugendhaft?“

In den meisten Fällen ist die Antwort Nein. Versuchen Sie, darüber nachzudenken, wie Sie die Verhaltensweisen, die Sie irrtümlicherweise für Tugenden hielten, ablegen können.

Bemühen Sie sich, Ihre Sicht von der Welt zu ändern. Werden Sie sich darüber klar, dass Selbst-Zufriedenheit eine Tugend ist.

Wenn Sie selbst zufrieden sind, dann können Sie auch andere Menschen glücklich und zufrieden machen.

Sie können andere mit Ihrer Freude anstecken.

Wenn Ihr Mann oder Freund Sie das nächste Mal fragt, ob Sie in ein besonderes Restaurant gehen möchten, tun Sie sich selbst etwas Gutes und schlagen eines vor, das Sie schon immer besuchen wollten.

Wenn er zögert oder nicht zustimmt, bestehen Sie darauf und fragen ihn: „Meinst du, dass es zu gut für mich ist?“ Gleichgültig, was er darauf antwortet, sagen Sie: „Ich verdiene es, dort hinzugehen.“ Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden.

Legen Sie eine Pause ein beim Sparen für die neue Wohnungseinrichtung oder das Studium der Kinder.

Gönnen Sie sich zur Abwechslung mal ein Vergnügen. Wenn Sie fähig sind, ein Vergnügen zu genießen, werden Sie ein viel zufriedenerer Mensch sein.

Andere möchten mit Menschen zusammen sein, die das Leben genießen können - das steckt an!

Hören Sie auf, alles Gute, das Sie für sich tun, zu rechtfertigen. Wenn andere Sie für egoistisch halten, finden Sie genau heraus, was die anderen damit meinen.

Sie werden vielleicht entdecken, dass diese sich nur damit verteidigen und sich entweder wünschen, dass Sie mehr für sie tun, oder sich ärgern, weil sie nicht so direkt sind wie Sie.

Drehen Sie den Spieß herum, wenn jemand Sie egoistisch oder verletzend nennt, weil Sie ihm nicht geben, was er will.

Stellen Sie klar, dass er oder sie genauso egoistisch ist, wenn er von Ihnen erwartet, dass Sie Opfer bringen.

Immer, wenn Sie merken, dass Sie sich über das Geben ärgern, stellen Sie sich die Frage: „Was ist das Schlimmste, was mir passieren kann, wenn ich diese Opfer nicht bringe?“

Sie werden sehr wahrscheinlich merken, dass Ihre Befürchtungen, „schlecht“ zu sein, in keinem Verhältnis zu den wirklichen Konsequenzen stehen.

Stellen Sie sich dann die Frage: „Was ist das Schlimmste, was mir passieren kann, wenn ich dieses Opfer bringe?“

Wägen Sie die Antworten ab. Dann treffen Sie eine kluge Entscheidung.

Tun Sie etwas, was Sie sich schon lange gewünscht haben.

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